Die Sache mit dem Niedergang des unabsteigbaren HSV

Nico —  19.05.2014

NUR DER HSV!Meine Güte, was war das für ein Spiel gestern. Nach einer völlig miesen Saison, in der es nur an Nürnberg und Braunschweig lag, dass der HSV nicht direkt abgestiegen ist (Danke!), stolpern die Hamburger mit 0:0 und 1:1 durch die Relegation. Eigentlich hätte der HSV es mit einer derartig schlechten Saisonleistung verdient, in die 2. Bundesliga abzusteigen und es tut mir auch leid für die Fürther, aber hey, es ist meine Mannschaft und ich bin froh, dass der HSV weiterhin erstklassig bleibt, auch wenn ich das Gesülze vom Bundesliga-Dino schon lange nicht mehr hören kann und auch das Maskottchen ziemlich bescheuert finde.

Der HSV sollte aus dieser Saison seine Lehren ziehen, aber ich befürchte, dass es zu viele Menschen im Umfeld des HSV gibt, die lieber auf ihren eigenen Vorteil gucken, anstatt sich um den HSV zu kümmern. Die Anzahl der Selbstdarsteller im Aufsichtsrat muss dringend reduziert werden und Typen wie Hunke sollten einfach keine Möglichkeit mehr bekommen, mit ihrem Egotrip den Verein kaputt zu machen. Der HSV benötigt dringend bessere Strukturen, schliesslich handelt es sich nicht um eine kleine Pommesbude oder einen Kreisligaverein, sondern um einen Verein mit 125 Millionen € Umsatz im Jahr. Da sollte es nicht ausreichen, Fan-Beauftragter zu sein, um in den Aufsichtsrat zu kommen und Journalist beim SPIEGEL kann auch nicht das Kriterium sein, sondern einzig und allein wirtschaftlicher Sachverstand, gerne auch mit einem Fokus auf Sport.

Ich hatte es schon im ZEIT Hamburg Blog geschrieben, man sieht am HSV in dieser Saison deutlich, was passiert, wenn der Management-Grundsatz „A’s hire A’s and B’s hire C’s“ verletzt wird. Carl-Edgar Jarchow hat eine miserable Bilanz vorgelegt, mit 4 Jahren mit negativem Betriebsergebnis. Er muss dringend ersetzt werden durch jemanden mit wirtschaftlichem und sportlichem Sachverstand. Oliver Kreuzer ist bestimmt ein guter 3. Liga Sportchef, aber mit der Situation des HSV völlig überfordert. Ihn für eine Ablösesumme von 300.000 € geholt zu haben, zeigt deutlich, wie blank Jarchow wirklich ist. Die Kaderplanung der letzten Jahre war eine Katastrophe, der Verschleiss an Trainern legendär. Das alles muss sich deutlich ändern, mit mehr Langfristigkeit und mit mehr Fokus auf den HSV und nicht auf Buddies im Aufsichtsrat oder sonswo im Umfeld des HSV.

Die vorgeschlagene Strukturreform HSVplus ist meiner Meinung nach der einzige Ausweg aus dieser Krise, um endlich wieder professionelles Arbeiten zu gewährleisten. Es müssen endlich Profis ran, damit die Marke HSV nicht noch weiter verblasst und damit es sportlich und finanziell wieder aufwärts geht.

Noch so eine Saison will ich nicht ertragen müssen, da bin ich egoistisch. Ich werde am 25. Mai im Stadion sein und für HSVplus stimmen!

3 responses to Die Sache mit dem Niedergang des unabsteigbaren HSV

  1. Nur der HSV und die Uhr läuft und läuft! Unabsteigbar!!;-)

  2. Unabsteigbar….das hab ich mir auch gedacht. Als Fan bayerischer Vereine musste ich mit weinendem Auge dem Abstieg des FC Nürnberg hinterherschauen. Ich hätte gerne 3 bayrische Vereine weiterhin in der Bundesliga gesehen. Nun ja, wenn beim HSV nicht langsam mal was anders läuft, folgt er Nürnberg nächste Saison …

  3. Ich habe mir bereits gedacht, dass der HSV trotz der unterirdischen Leistung es nicht schafft abzusteigen. Schade, ich habe mich auf Spiele in der zweiten Liga gefreute. Nürnberg und Braunschweig hatten es in der Hand, waren aber leider unfähig ein positives Ergebnis umzusetzen. Nun ja, ich kann da jetzt nicht wirklich mit einem HSV-Fan mitfühlen. Von meiner Lieblingsmannschaft bin ich halt viel schlimmeres gewohnt und von daher ziemlich Stressresistent.

    Ob die jetzige Mannschaft wieder alles geradebiegen kann, wird man sehen. Ich wünsche dem HSV jedoch alles Gute. Man sagt jedoch: „Fisch stinkt am Kopf“ => Folglich, wenn die gleichen Leute noch vor Ort sind, wird sich auch in Zukunft nichts ändern.