Die Sache mit den ZEISS Digital Brillengläsern

Mir wird nachgesagt, dass ich permanent auf irgendein Device starre. Das weise ich zwar entschieden zurück, aber bei nüchterner Betrachtung muss ich vielleicht doch feststellen, dass ich viel lese und dies nahezu ausschliesslich auf Laptop, Smartphone, Tablet oder eReader tue. Das viele Lesen hat nicht nur zur Folge, dass ich immer schlauer werde, sondern dass ich Abends oft Kopfschmerzen hatte und kaum noch aus den Augen gucken konnte. Die üblichen Tricks, wie ab und zu über den Bildschirm hinweg in die Ferne zu gucken, um die Augen etwas zu entspannen, oder bei zunehmender Dunkelheit mit f.lux den Bildschirm nach und nach zu dimmen, haben da nur bedingt geholfen.

Vor ein paar Wochen habe ich dann zufällig bei Indiskretion Ehrensache einen Link zu einer Blogger-Aktion von ZEISS gesehen, bei der es um Digital Brillengläser geht. Natürlich dachte ich, dass diese Brillengläser irgendwas cooles können, also beispielsweise Tweets anzeigen oder als Navigationshilfe dienen, aber dem war nicht so. Was ZEISS mit den Digital Brillengläsern verspricht, ist ermüdungsfreies Sehen bei der Nutzung von Screens in jeglicher Größe. Also eigentlich wie geschaffen für mich. Natürlich habe ich gleich gefragt, ob ich so eine Brille mal testen könne und seitdem klebt bei mir rechts oben auch ein Werbemittel, das auf die ZEISS Digital Brillengläser hinweist. Nach einem Besuch bei meinem bevorzugten Optiker Glassgo (ein Wortspielfirmenname, wie ihn sonst nur Frisöre toll finden würden) trage ich nun eine neue Brille von Hamburg Eyewear, die ganz norddeutsch auf den Namen Kuddl hört, mich unheimlich schlau aussehen und durch die neuen fancy Digital Gläser von ZEISS gucken lässt.

Nach einem nicht wissenschaftlich fundierten mehrwöchigen Test kann ich nun steif und fest behaupten, dass ich deutlich weniger Kopfschmerzen habe und auch weniger verspannt bin. Ob das auf die Brillengläser zurückzuführen ist, oder auf andere Faktoren, wie Wetter, WM, Wonne oder Wunder, kann ich nicht sagen. Ich vermute aber, dass die neuen Gläser damit etwas zu tun haben, denn gerade bei meinem typischen Handgriff, der das iPhone aus der Hosentasche zaubert und mich kurz einen Blick auf Twitter, Facebook, Mailbox und Feedly werfen lässt, kommt es mir so vor, als dass ich schneller fokussiere und klarer sehen kann. Aber wie gesagt, das ist nur mein Eindruck. Matthias Matting beispielsweise ist kaum überzeugt von den Digital Brillengläsern und findet nur wenige Szenarien, bei denen er die Gläser hilfreich findet.

Ich kann die ZEISS Digital Brillengläser durchaus empfehlen, und zwar nicht nur, weil ZEISS für den Banner oben rechts bezahlt und mir eine Brille mitsamt Gläsern zur Verfügung gestellt hat, sondern weil ich bei meiner normalen Nutzung digitaler Endgeräte merke, dass meine Augen weniger schnell ermüden und ich weniger Kopfschmerzen habe. Was jetzt noch zu meinem Glück fehlt, sind selbstreinigende Brillengläser, da warte ich schon sehr lange drauf.

7 Antworten auf „Die Sache mit den ZEISS Digital Brillengläsern“

  1. Find ich ja voll cool. Nur blöd, dass ich mir erst vor kurzem eine neue Brille hab machen lassen. Zwar auch mit Supermegateurenobergeilensaugutensupergläsern aber das Wort „digital“ kam bei diesen Gläsern nicht vor, was mich jetzt fast schon ein Bisschen ärgert, weil das einfach cool klingt.

    Mir geht’s genau so, dass ich von morgens bis abends auf irgendwelche Screens klotze. Allerdings habe ich aber keine Kopfschmerzen davon.
    Trotzdem, bei der nächsten Brille werde ich den Optiker auf die Zeiss Gläser ansprechen.
    Danke für den Hinweis!

  2. Mich würde ja auch unteressieren ob diese Brillengläser für „extreme“ Glasarten benutzt werden können.

    In meinem Fall muss z.B. ein hoher Zylinder (141) in das Glas geschliffen werden, was dazu führt, dass das „normale“ Glas aussehen würde wie Böden von Colaflaschen.

    Aus diesem Grund muss es aus Kunstoff sein, extra dünn (wegen Gewicht) + die Annehmlichkeiten wie entspiegelt, gehärtet, Lotuseffekt. Das ist dann meist auch schon die Exklusivste Ausbaustufe die es bei Gläsern gibt.

    Wahrscheinlich wirst du die Fragen nicht direkt beantworten können aber ev. kannst du das ja mal weiterleiten, dass sich jemand bei mir meldet.

  3. Ich lese auch überwiegend am Macbook. Benutze aber noch keine Brille. In den Abendstunden stelle ich einfach die Schrift grösser.

  4. Ich glaube dass solche Brillen wirklich ein Voltreffer sind. Ich selber habe öfter auch Probleme mit Kopfschmerzen und müden Augen und solche Brillen wären sicher ein Ding für mich.

  5. ich kann das als Brollen träger und Webworker sehr gut nachvollziehen. Da ich schon einiges ausprobiert habe, wie z.B. Schrift größer oder andere Brillengläser, werde ich mal Deinem Tip folgen und auch die Zeiss Gläser nutzen. Das Ergebnis werde ich hier veröffentlichen.
    Gruss
    Jean

  6. Interessant und noch besser ist, dass bei mir dank Adblocker gar keine Werbung angezeigt wird, wunderbar.

  7. Naja, Gleitsichtgläser gibt es ja schon seit längerem und „digitale“ Brillengläser sind im Prinzip nichts anderes als auf den Büroarbeitsplatz optimierte Gleitsichtgläser.
    Traurig nur, dass man für so wenig Innovation so viel Beifall erntet….

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