52 Bücher – Nr. 33: The Graduate

In den Sommerferien ist mir in einer großen Buchhandlung unweit des Picadilly Circus in London ein Schaufenster aufgefallen, in dem The Graduate großflächig beworben wurde. Ob es einen Anlass dafür gab, weiss ich nicht, aber mir ist dabei aufgefallen, dass ich den Film mehrfach gesehen habe, aber das Buch dazu gar nicht kenne.

In Vorbereitung auf meinen Ausflug in die Bay Area habe ich dann diesen Klassiker in die Hand genommen, denn große Teile der Handlung spielen in Berkeley. Seit ich dort vor 21 Jahren mal studiert habe, ist mir die Stadt ans Herz gewachsen und sicherlich hat auch gerade deshalb der Film bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der Film ist eine ziemlich gute Adaption des Buches. Dafür ist das Buch allerdings anstrengend zu lesen, denn es handelt sich fast nur um Dialoge. Das ist ein interessantes Stilmittel, aber irgendwie auch sehr ermüdend. Aus heutiger Sicht ist natürlich die Handlung kaum noch nachvollziehen, denn Sexual- und Moralstandards haben sich geändert und niemand erwartet mehr, dass junge Frauen mit dem Ende des Colleges bereits verheiratet sein sollten und der Mann für sie zu sorgen habe. Die Einstellung zum Seitensprung hat sich vermutlich weniger geändert.

Den Film fand ich besser, aber das liegt vermutlich auch an Dustin Hoffmann und Anne Bancroft.

The Graduate