52 Bücher – Nr. 40: Tristesse Renesse

Im Gegensatz zu den Road Movies, wo viel passiert auf dem Weg irgendwohin hat Nilz Bokelberg mit Tristesse Renesse das Genre des Zugbuches entwickelt, bei dem nichts passiert, ausser dass es regnet und haufenweise Sandwiches gegessen werden.

Bokelberg macht mit knapp 40 Jahren eine Interrailtour zu den Ferienorten seiner Jugend. Im November. Natürlich regnet es überall und nichts wirkt mehr, wie es früher mal war. Dabei schwelgt Bokelberg in Erinnerungen und beschreibt die Unbekümmertheit seiner Jugend.

Nettes Buch, liest sich flüssig runter, aber die Erkenntnis, dass es früher anders war und sich die Dinge und der Blick auf die Welt verändern, wenn man älter wird, ist jetzt auch nicht so brutal neu. Kann man lesen, muss man aber auch nicht, so spannend waren Bokelbergs Erlebnisse nun auch wieder nicht, weder in seiner Erinnerung noch bei der Zugreise.

Tristesse Renesse von Nilz Bokelberg.