Es fehlt nur das ultimative Kommentarsystem. Aber der Reihe nach. t3n stellte gerade die Frage Blogkommentare sind tot. Wird Google+ das Bloggen ersetzen? und da kann ich mich nicht lumpen lassen und antworte. Mit einem Trackback. Ja, Kinder. Ein Trackback. Früher, als wir nix hatten, außer unseren Blogs, da hat man bei anderen Blogs kommentiert, oder man hat auf andere Blogs in seinem eigenen Blog verlinkt und dann ein Trackback mitgeschickt, damit bei den Kommentaren auch der Link zurück zum eigenen Blog mitsamt einem Exzerpt des dortigen Artikels gepostet wurde. Mal sehen, ob t3n Trackbacks unterstützt.
Ich glaube, daß durch Google+ mehr denn je klar wird, daß eine Zersplitterung der Diskussion zu einem Artikel einerseits ganz praktisch sein kann, z.B. wenn man unterschiedliche Zielgruppen auf unterschiedlichen Plattformen antrifft, andererseits aber auch dazu führt, daß man sich schneller im Kreis dreht, da ähnliche Debatten auf unterschiedlichen Plattformen geführt werden.
Was ich gerne hätte, wäre ein Kommentarsystem, daß einen Permalink als Anker nimmt und daran sämtliche Konversationen abbildet, mitsamt Privacy-Optionen a la “meinen Namen nur für meine Facebook-Freunde anzeigen”, so daß man unterhalb eines Blog-Artikels massenweise Kommentare bündelt, die aber sonstwo entstehen. Gleichzeitig müssten allerdings diese Kommentare auch per API an die jeweiligen Kommentarstränge bei Facebook, Google+, LinkedIn und sonstwo angefügt, bzw. synchronisiert werden. Dann würde man wirklich so ziemlich alle Kommentare zusammenführen und eine Debatte führen. Ich bin ja so von Effizienzgedanken beseelt. Und Allmachtsphantasien. Eine Debatte, die alles regelt. Auch im richtigen Leben führt man ganz oft dieselbe Debatte mit unterschiedlichen Leuten und diese sind untereinander kaum verknüpft. Aber im Netz könnte dies eigentlich möglich sein.
Ich glaube schon, daß durch das Social Plug-In von Facebook die Hemmschwelle zum Kommentieren gesenkt wird und man mehr Kommentare bekommt. Ich nutze in diesem Blog Livefyre, um Authentifizierungen mit Facebook, Twitter und anderen Systemen zu ermöglichen, weil ich glaube, daß dadurch das Kommentieren einfacher wird. Das führt dazu, daß einige Personen nicht kommentieren wollen, da sie ungern einem Drittanbieter ihre Daten geben, um bei mir zu kommentieren. Das finde ich schade, aber die Vorteile überwiegen für mich deutlich.
Ehrlich gesagt wird die größte Auswirkung auf die Kommentare bei Blogs nicht Google+, Facebook oder ein Kommentarsystem haben, sondern die Güte des Contents verknüpft mit dem Grad der Kontroverse oder der Aufmerksamkeit. Ein langweiliges Blog bekommt keine Kommentare.
























