Nach Duke Nukem Forever war Google Drive, oft auch GDrive genannt, eines der Projekte, auf das die Fachwelt schon seit Ewigkeiten gewartet hat. Heute wurde Google Drive endlich der staunenden Fachwelt vorgestellt.
Letzte Woche wurden bereits Leaks gefunden, woraus ersichtlich wurde, daß Mitte dieser Woche wohl Google Drive kommen würde, was dazu führte, daß Hunderte von Tech-Bloggern im Sekundentakt guckten, ob sich irgendetwas an ihrem Google Account verändert hat, um auch ja als Allerallerallerallererste diesen Scoop zu bringen. Also der Scoop, von dem jedem wusste, dass er kommen würde und dass das Ausrollen des Features nach und nach passieren würde. Flankiert wurde die allgemeine Aufregung mit Meldungen der Konkurrenz, die jetzt auch irgendetwas tolles Neues konnte, die einen haben nun auch Links, die anderen sind nun auch mit einem Cloud-Speicher im Rennen.
Naja, nun ist Google Drive da und die erste Reaktion ist: “what took you so long?” und die zweite ist: “wo sind die iOS Apps?” – kam das jetzt alles so plötzlich, daß man die nicht mehr rechtzeitig fertigstellen konnte?
Bei näherem Hinsehen stellt man allerdings fest, daß die Aussage von Steve Jobs über Dropbox, daß Dropbox nur ein Feature, kein Produkt sei, durchaus passend ist. Google Drive ergänzt das Angebot von Google um einen ins Filesystem integrierten Cloud-basierten Speicher, der vor allem im Zusammenspiel mit den bisher als Google Docs bekannten Tools glänzen kann. Die Möglichkeit, Dokumente zu erstellen und mit anderen zu teilen, macht den großen Vorteil von Google Drive aus und läßt Dropbox oder Box etwas mickrig erscheinen. Zumal Google Drive aus dem Stand 5 GB bietet und für $2,49 monatlich bereits 25 GB zur Verfügung stellt im Vergleich zu $9,99 monatlich für 50 GB bei Dropbox oder $15 pro Monat und Nutzer bei gemeinsam bis 1000 GB genutztem Speicherplatz bei Box.
Ich habe in den letzten Wochen oft überlegt, ob wir für die Firma Dropbox anschaffen sollten, weil wir es schon ziemlich oft nutzen bei unseren Projekten. Da wir aber sowieso Google Apps einsetzen und ich eigentlich nur noch in der Web-basiert arbeite und künftig eh meine Dokumente alle bei Google Drive haben werde, hat sich der Schritt jetzt erübrigt. Ich denke, daß ich mit dieser Überlegung nicht alleine bin, wobei es natürlich auch die Denkweise gibt, daß man nicht alles bei einem Anbieter nutzt, daher lieber einen Mix von Anbietern vorzieht und beispielsweise die Cloud-basierten Storage bei Dropbox belässt oder gar Microsoft nutzt.
Meine Prognose ist, daß wir demnächst einen weiteren deutlichen Preisverfall im Bereich Cloud-Storage sehen werden und daß Dropbox und Box als Stand-Alone Anbieter deutlich schwerer haben werden als bislang. Google Drive degradiert Dropbox und Box zum Feature, selbst wenn die volle Cross-Plattform Implementation noch fehlt und die Fachwelt sehnsüchtig auf die Apps für iPhone und iPad warten.








Box.net hat zudem das Security-Konzept 






