Spotify ist ja momentan ziemlich angesagt und während ich es durchaus super finde, daß ich einfach so alles hören kann, was ich will, fehlte mir bislang das eigentlich übliche Recommendation Feature. Üblich, wenn man wie ich einige Jahre lang Last.fm genutzt hat und schon damals, hust, 1995, von FireFly begeistert war. Nun kommt einem netterweise der Spotibot zur Hilfe, praktischerweise auf Twitter, um die Empfehlungen noch ein klein wenig mehr mit den Freunden zu verknüpfen. Während Spotibot die API von Last.fm/Audioscrobbler und Spotify nutzt, um die Empfehlungen als Playlist für Spotify auszuspucken, fällt ja vielleicht jemandem im sozialen Umfeld noch eine bessere Auswahl von Songs ein.
Praktischerweise gibt es auch einen Spotibot Playlist-Generator, wenn einem diese Twitterbot-Sache zu aufregend erscheint. Für User mit mobilen Endgeräten gibt es m.spotibot.com, nur leider funktioniert das automagische Öffnen der Spotify-App derzeit beim iPhone noch nicht, wohl aber bei Android.
Irgendwie habe ich es geschafft, den ganzen Rummel um Avatar ignoriert zu bekommen, war dann aber dennoch gestern abend im Kino, um mir den Streifen anzugucken. 3D-Kino klingt immer so nach Freizeitpark der 80er Jahre, wo man dann irgendeinen Film mit einer Achterbahnfahrt gesehen hat, für den man 30 Minuten anstehen musste und der dann 5 Minuten dauerte, aber alle waren begeistert. So auch gestern abend, als der Hinweis auf der Leinwand kam, dass man nun die 3D-Brillen aufsetzen müsse. Schon bei den in 3D gezeigten Trailer wurde mir klar, daß 3D-Filme etwas advancedter sein könnten als die zweiteilige Serie Wenn die Fernsehbilder plastisch werden, die 1982 im 3. Programm des NDR ausgestrahlt wurde und bei mir für null 3D-Erlebnis gesorgt hatte.
Nach den Trailern startete dann Avatar und die Bilder sind schon beeindruckend. Man fühlt sich oftmals hineingezogen und spürt eine viel größere Nähe als bei einem herkömmlichen Film. Aber nach ca. 30 Minuten war dieser Neuheits-Effekt verpufft und es wurde zunehmend klar, daß die extrem dünne Handlung, die Pocahontas komplex erscheinen lässt, nur der Rahmen ist für eine wilde 3D-Effekthascherei und eine ordentliche Baller-Orgie. Technisch gesehen ist Avatar sicherlich ein Meilenstein, aber das extrem plumpe Storytelling lässt dann doch einen faden Beigeschmack zurück. Mein Fazit direkt nach dem Film war daher auch: Avatar ist auch nur “der mit dem Wolf tanzt” mit anderen Mitteln.