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Neulich las ich How I Went Completely Paperless in Two Days und dachte mir, dass ich vielleicht auf meine alten Tage doch noch mal das Thema Ablage angehen könnte. Jedenfalls habe ich den Artikel gelesen und war fasziniert, dass es mittlerweile Scanner gibt, die man direkt mit Evernote verknüpfen kann. Nachdem ich den Artikel getwittert hatte und mit Christiane Link einen kleinen Austausch über den im Artikel erwähnten Scanner von Doxie geführt hatte, bot mir Doxie an, mir einen Doxie Go zu schicken.

Wir haben so eine Drucker/Scanner/Kopierer/Wagenheber/Sonstwaskombi-Lösung von HP rumstehen, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass das Scannen immer dazu führt, dass ich irgendeinen Treiber neu installieren muss, damit die Scans auch wirklich am Rechner ankommen. Dazu kommt, dass der Scanner einen Lärm macht, der davon zeugt, dass wirklich harte Arbeit verrichtet wird, um ein Dokument zu digitalisieren. Natürlich nutze ich den Scanner nur unter Protest, ich bin einfach zu bequem.

Doxie GoDer Doxie Go ist da anders. Anschalten, Papier durchschieben, auf dem Rechner angucken oder direkt an Evernote, Dropbox, Google Drive oder sonstwo abspeichern. Man kann sogar direkt die Dokumente twittern, so weit bin ich aber noch nicht mit meinen Transparenz-Absichten. Da Google Drive OCR kann, landen die Scans nun so bei Google Drive, dass ich theoretisch alles wiederfinde. Der Doxie Go ist eher so die minimal fuzz Variante eines Scanners. Es gibt nur einen An- und Ausschaltknopf und das war es dann. Papier durchschieben und fertig. Ich werde das Setup noch um eine Eye-Fi Karte mit WLAN ergänzen, damit ich nicht extra den Doxie Go Scanner über USB mit meinem Laptop verbinden muss.

Was jetzt noch fehlt: ich müsste wirklich mal anfangen, die gesamte eingehende Post zu scannen. Die Tools sind jetzt da, nun geht es lediglich darum, die Abläufe zu verändern. Aber Change Management Prozesse im Haushalt können ja auch so ihre Tücken haben.

Tablet first

Nico —  26.02.2013 — 2 Comments

Ich werde gerne und oft gefragt, was ich von der Entwicklung der Mobilbranche halte und wie die aktuellen Trends so sind. Normalerweise antworte ich mit “Tablet first”, weil ich mittlerweile das Tablet für viel relevanter halte bei der Entwicklung der connected personal Devices, keine Ahnung, wie man das auf deutsch benennen würde. Die Infografik: Tabletmarkt wächst 2012 um 78,4% von Statista zeigt diese Entwicklung sehr gut.

infografik_935_Absatz_von_Smart_Connected_Devices_2011_und_2012_n

722,4 Millionen Smartphones wurden laut IDC 2012 rund um den Globus verkauft. Zusammen mit 128,3 Millionen Tablets beläuft sich die Zahl der mobilen, internetfähigen Geräte, die von den Hersteller abgesetzt wurden auf rund 851 Millionen. Das entspricht einer Steigerung von über 50 Prozent. Dagegen waren die PC-Verkäufe im vergangenen Jahr rückläufig. 202 Millionen verkaufte tragbaren und 148,4 Millionen Desktop-PCs sind gleichbedeutend mit einem Absatzrückgang von 3,7 Prozent.

Es ist nicht nur das ordentliche Wachstum im Tablet-Markt, es ist vor allem die Art und Weise, wie das Tablet sich ganz elegant den Platz in der Nutzungshierarchie der Geräte sucht, die mich sehr euphorisch auf die Entwicklung im Tablet-Markt blicken lassen. Das Tablet ist ungeheuer praktisch, es ist vielseitiger als ein Smartphone und leichter zu nutzen als ein Laptop oder gar ein stationärer PC. Wer einmal Tumblr, Flipboard oder Shoplove auf einem Tablet genutzt hat, der weiss, was ich meine.

Ich glaube, wir stehen noch ganz am Anfang einer rasanten Entwicklung im Tablet-Markt und sehen sehr bald, dass Tablet ubiquitär werden und in jedem Haushalt rumliegen so wie früher mal die Fernsehzeitschrift.

Nike-FuelBand-WM0105_001_ASeit Ende August schmückt ein schwarzer Armreif mein linkes Handgelenk und damit gehöre ich zur steigenden Zahl der praktizierenden Quantified Self Nutzer, die irgendwelche Gadgets nutzen, um Statistiken über sich selber erstellen zu können. Lange Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich handschriftlich in einer Kladde seine Trainingsfortschritte notierte, mittlerweile gibt es eine Fülle von Tools, die Bewegungen aufzeichnen, Kalorienverbrauch berechnen und das alles schön mit den Aktivitäten der Freunde vergleichen.

Das Fuelband misst drei Dinge: NikeFuel, Schritte und verbrauchte Kalorien, außerdem kann es die Uhrzeit anzeigen. NikeFuel sind die universellen Gummipunkte, die Nike für Aktivitäten vergibt. Nike hat bereits seit Jahren mit Nike+ eine Plattform, die Sportler in die Lage versetzt, Trainingseinheiten zu speichern und mit anderen zu teilen. NikeFuel soll quasi die Währung für Bewegung sein, damit nicht nur Läufer sich mit einander messen können, sondern auch andere Aktivitäten miteinander verglichen werden können.

Ich nutze das Fuelband, um mein tägliches Ziel an Fuelgummipunkten zu erreichen. Das klappt ehrlich gesagt recht gut und ich stelle fest, dass ich öfter mal zu Fuß gehe, anstatt in den Bus zu steigen oder die Treppe nehme anstatt die Rolltreppe oder den Fahrstuhl. Das Fuelband ist also quasi meine selbst auferlegte Erziehungsmaßnahme.

Die gezählten Fuelgummipunkte sind allerdings eher eine grobe Einschätzung von Bewegung, da nämlich von Bewegungen am Arm Rückschlüsse auf Bewegungen des ganzen Körpers gemacht werden. Fahrradfahren wird ebenso wenig getracked wie Schwimmen oder der Schlaf, was ich sehr schade finde. Dafür kann man beim abendlichen Zähneputzen noch einiges an Nikefuel generieren, wenn man mit der richtigen Hand Zähne putzt. Und ich wundere mich eigentlich auch schon länger, dass es in den USA noch keine Nikefuel-basierten Onanie-Wettbewerbe gibt, denn ohne es ausprobiert zu haben, müsste auch hier das Fuelband interessant mittracken können. Ich habe jedenfalls mal ein paar Hundert Fuelpunkte beim genervten Hand-auf-den-Lenker-hauen im Stau erzeugen können, was ich doch eher verwunderlich fand. Diese Übersicht zeigt auch, dass das Fuelband im Vergleich zu anderen Tracking-Mechanismen eher schlecht abschneidet.

Da ich allerdings bereits seit Jahren ein willenloses Opfer des Nike Marketings bin und auch diese kleinen Pönökel im Laufschuh genutzt habe und auch eine Nike Lauf-Uhr hatte, die eigentlich nichts konnte, war mir von Anfang an klar, dass das Fuelband auch nur Anhaltspunkte liefern würde, aber eben keine fundierte wissenschaftliche Auswertung meiner täglichen Bewegung erstellen können wird. Das Fuelband hat Potential, daher hat Nike jetzt den eigenen Startup Accelerator Nike+ Accelerator gestartet, um viele Firmen an den Start zu bringen, die die Nike+ API und die damit verbundenen Produkte nutzen. Das ist auch bitter nötig, denn die Nike+ App ist lädt nicht gerade zum Rumspielen ein, dafür ist sie einfach zu träge und hat zu viele Bugs.

Auf die stets gestellte Frage: “und, bringt das was?” kann ich allerdings erwidern, dass ich mehr darauf achte, mich zu bewegen und das auch dazu führt, dass ich mein Gewicht besser in den Griff bekomme. Ich habe bislang über 500.000 NikeFuel erreicht und werde das Fuelband weiter täglich am Handgelenk haben. Das Fuelband kann man in Deutschland nicht direkt bei Nike kaufen, aus welchem Grund auch immer. Wenn man allerdings in den britischen Nike Shop geht, dort das Fuelband in den Warenkorb legt und danach den Shop umstellt auf Deutschland, dann hat man weiterhin das Fuelband im Warenkorb und kann es sich für €139 kaufen.

Nachdem ich des Öfteren gefragt, warum ich sowohl ein Google Nexus 7 als auch ein Kindle Fire HD nutze, wo doch beide Tablets denselben Formfaktor haben und auch preislich recht gleich sind, dachte ich mir, ich schreibe das mal auf.

Google Nexus 7Ich glaube, der wesentliche Unterschied bei beiden Geräten liegt an den jeweiligen Ökosystemen, die zu den Tablets gehören. Auf dem Google Nexus 7 ist ein “reines” Android vorhanden, mit all den Vor- und Nachteilen der Flexibilität des Systems, während auf dem Kindle Fire HD ein abgespecktes Android zum Zuge kommt.

Im Google Play Store finden sich zwar tonnenweise Apps, aber bei Musik und Videos sieht es nicht ganz so prall aus. Dafür funktioniert natürlich die Nutzung von Gmail, Google Drive, Google+ und anderen Dienste aus dem Google-Universum ganz hervorragend. Der Browser Chrome ist super, da kann man nicht meckern, auch bei der Nutzung auf dem Tablet nicht. Youtube ist natürlich vorhanden, ebenso wie alle Klassiker des Google Play Stores.

Kindle Fire HD

Anders sieht es auf dem Kindle aus. Hier gibt es nur vergleichsweise wenig Apps, dafür aber ein ordentliches Musik-Angebot und mit Lovefilm auch die Möglichkeit, für 6,99€ im Monat unlimitiert viele Videos gucken zu können. Noch dazu bietet das Kindle Fire HD einen Micro-HDMI-Ausgang, um direkt die Videos am Fernseher gucken zu können. Natürlich kann man auf dem Kindle Fire HD auch die Kindle eBooks lesen, was über die Kindle App natürlich auch auf dem Google Nexus 7 wunderbar klappt. Ganz fürchterlich ist der Amazon Browser, genannt Silk, der eigentlich durch supersmartes Caching für schnelleres Browsen sorgen sollte, in der Praxis aber schnarchend lahm ist. Überhaupt wirkt das Amazon Kindle Fire HD eher wie der digitale Eingang zur Amazon Shoppingwelt, man soll vor allem Inhalte konsumieren, die vorher bei Amazon gekauft wurden. Richtig genervt bin ich beim Kindle Fire HD allerdings von der Lage der Lautstärke-Buttons und des Ein-/Ausschaltknopfes. Die finde ich nämlich nie auf Anhiebt und komme mir immer vor wie der letzte Computer-Illiterate, der zu doof ist, das Tablet anzuknipsen.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass das Amazon Kindle Fire HD ein tolles Entertainment-Device ist, was durchaus zu mehr Einkäufen bei Amazon führen wird. Das Google Nexus 7 ist flexibler, aber eben nicht idiotensicher. Empfehlen kann ich beide, man sollte sich nur über die möglichen Anwendungsszenarien im Klaren sein. Die Größe finde ich persönlich super, denn 7 Zoll ist weit mehr als ein Smartphone bieten kann, aber es ist auch nicht so klobig wie ein normales iPad. Bei uns zuhause ist das Google Nexus 7 nur noch “das Tablet” und wird am Häufigsten genutzt.

Aus der Kategorie “Wünsch Dir was!” kommen hier meine Top 10 Gadget Empfehlungen für das Weihnachtsfest, zum verschenken oder selber kaufen.

Apple iPhone 5

Apple iPhone 5

XBOX 360 Star Wars Limited Edition mitsamt Kinect sensor und Kinect Star Wars
XBOX 360 Star Wars

Makerbot Replicator 2

Makerbot Replicator 2

LaCie Rugged Thunderbolt
LaCie Rugged Thunderbolt

Google Nexus 7
Google Nexus 7
Kindle Paperwhite
Kindle Paperwhite

AppleTV
Apple TV

Lytro
Lytro

Kindle Fire HD
Kindle Fire HD

Dyson DC35
Dyson DC35

Wie sehen Eure Gadget-Tipps aus?