Archiv für die Kategorie ‘Gedöns’

30. Mai 2010

Aigner fordert mehr Datenschutzsymbolpolitik

Ilse Aigner lernt von Ursula von der Leyen und versucht sich in Symbolpolitik zum Thema Internet, immer getreu dem Motto “die Details versteht eh keiner, aber alle finden es wichtig, daß sich die Politik kümmert”. Auf Focus Online steht heute zum Thema Internet: Aigner fordert mehr Datenschutz:

Aigner hob zudem die Stärke der kritischen Verbraucher hervor. Ihr Protest gegen die Datenpannen bei Google und die Verwendung der Kunden-Daten bei Facebook sei „ein Etappen-Sieg der Internet-Nutzer über Weltkonzerne und deren Lobbyisten.“ Die Ministerin betonte: „Am Beispiel Google und Facebook zeigt sich die Macht der Verbraucher. Die Jungs in den Chefetagen sind endlich aufgewacht.“ Der deutsche Markt habe auch wegen seiner Größe Signalfunktion. Aigner verwies zudem darauf, dass kommenden Montag „weltweit großer ‚Facebook-Kündigungstag’“ sei.

Also wir halten einmal fest: die Chefs von Google und Facebook erzittern gerade vor Isle Aigner, der deutschen Verbraucherschutz-Ministerin und Jeanne d’Arc der Internet-Nutzer.

Google Streetview ist ein Dienst, auf den sich Frau Aigner eingeschossen hat, da man hier ganz wunderbar Ängste schüren kann. Sicherlich, das Mitschneiden von Daten, die über offene WLANs verfügbar gemacht wurden, war nicht ok, und es ist auch sinnvoll, Personen unkenntlich zu machen, die auf Fotos zu sehen sind, aber wir sollten echt mal die Kirche im Dorf lassen. Google macht Fotos wie jeder einzelne Bürger sie auch machen könnte, und fügt diese mit Google Maps zusammen. Das ist eine wunderbare Sache, die ganz neuartige Blicke auf Städte ermöglichen. Aus Google Streetview jetzt ein Verbraucherschutz-Thema machen zu wollen ist völlig absurd. Frau Aigner könnte sich Gedanken machen über die Profil-Daten, die bei Google in den Bereichen Suche und Adserving entstehen, oder über die marktbeherrschende Position von Google, oder den Auswirkungen auf die Gesellschaft, wenn ein Unternehmen den Zugriff zu Wissen ermöglicht, aber das ist ja zu abstrakt, damit kann man keine gute Symbolpolitik machen. Daher schiesst sich Frau Aigner jetzt auf Streetview ein.

Facebook wird sicherlich nicht am 31. Mai eine massive Austrittswelle verzeichnen, und auch Frau Aigner wird sicherlich nicht, wie lange angekündigt, ihren Account bei Facebook löschen. Facebook geht grundsätzlich 3 Schritte zu weit, handelt sich Kritik ein und geht dann einen Schritt zurück, das ist deren Evolutionsmodell. Auch hier könnte Frau Aigner mit konkreten Forderungen kommen, stattdessen wird ein Bedrohungsszenario aufgemalt und zum Herbst Aktivität in Form von neuen Gesetzen versprochen, anstatt jetzt schon konkret zu sagen, wie sich Frau Aigner soziales Netzwerken vorstellt. Ich lese jedenfalls nichts von Data-Portability, informationeller Selbstbestimmung oder ähnlichen Ideen in den Kommentaren der Frau Aigner.

Frau Aigner betreibt Datenschutzsymbolpolitik, mehr nicht.

09. April 2010

seheichmichgezwungen.de

Neulich hat Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner eine enorme Drohgebärde in Richtung Facebook als offenen Brief abgeschickt, daraus ist jetzt seheichmichgezwungen.de entstanden, weil die Drohgebärde der Frau Aigner einfach zu absurd dämlich ist.

Drohgebärden für alle! Viel Spass damit.

Vielen Dank an Martin Szymanski für die schnelle Entwicklung der Website basierend auf meinen unausgegorenen Vorgaben.

16. Februar 2010

65



Schneeglöckchen waren seit ich denken kann der einzig wirkliche Geburtstagswunsch meiner Mutter, heute wäre ihr 65. Geburtstag gewesen.

09. Februar 2010

Blitzeisschnelle Reaktion von Hajduk

Dieses Jahr haben wir mal einen richtigen Winter, nicht erst seit gestern, sondern seit Weihnachten. Seit Wochen schon ist den Hamburgern klar, daß der Senat beim Winterdienst völlig versagt hat. Seit Wochen häufen sich die Meldungen über vereiste Gehwege und Straßen sowie daraus resultierenden Unfällen, aber auch über Streusalz-Knappheit und Probleme mit dem outgesourcten Winterdienst in den Bezirken. Gestern, also 6 Wochen nach dem ersten Schneefall, hat Anja Hajduk sich nun endlich mal um Krisenmanagement gekümmert und die Bezirke zu sich gerufen, damit als Ergebnis 1000 mehr MItarbeiter sich um den Winterdienst in Hamburg kümmern dürfen. Ebenfalls wurde eine Hotline eingerichtet ( 040- 25 76 13 13), bei der Bürger besonders betroffene Straßen und Plätze melden können. Meine Frau rief natürlich prompt an, bekam aber dann gesagt, daß Gehwege und Seitenstraßen keine Priorität hätten, sondern nur die großen Straßen. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn nach 6 Wochen immer noch nicht klar ist, wo der Räumdienst überall versagt hat. Unsere Straße mitten in Winterhude ist seit über eine Woche eine komplette Eisbahn, die Straße, in der unser Kindergarten, liegt auch, und an der Alster braucht man auf den Gehwegen Schlittschuhe, alte Menschen haben massive Probleme mit den vereisten Gehwegen, aber nun haben wir wenigstens eine Hotline, der wir diese Punkte nicht nennen dürfen.

So ein Winterdienst-Gipfel ist ein tolles Symbol des Handelns, Frau Hajduk, aber passiert jetzt auch mal etwas? Und warum muß man nach 6 Wochen der Stadtreinigung noch sagen, wo die Straßen und Bürgersteige vereist sind?

[ via: Winterchaos Hamburg - Sechs Wochen durchgängig Eis und Schnee - so handelt die Stadt ]

17. Januar 2010

Wochenrückblick I

Diese Woche war mein erklärtes Ziel eigentlich, die 50 km zu schaffen, aber irgendwie bin ich dann doch über 13 km am Stück nicht hinausgekommen. Das ist nicht weiter tragisch, denn bei diesem Wetter finde ich 45 km völlig in Ordnung. Praktischerweise halten meine Knie das Laufen bislang sehr gut aus, insofern freue ich mich auf die nächste Woche, auch wenn es schwieriger sein wird, Zeit zum Laufen zu finden. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit mir, wenn man bedenkt, daß ich erst nach Weihnachten wieder richtig angefangen habe und jetzt die 10 km bereits sehr locker laufen kann. 

Posted via email from Lauflog