Archiv für die Kategorie ‘Marketing’

31. Januar 2012

Ahab

Vielleicht muß man auch Moby Dick gelesen haben, um den Spot zu verstehen, aber das ist einfach mal ganz tolle Werbung.

10. Dezember 2011

Mein nächster Karriereschritt

Nachdem bekannt wurde, daß ich zum Jahresende bei Scholz & Friends ausscheide, wurde ich nahezu täglich gefragt, was ich denn nun ab Januar machen werde. Ich bin vor drei Jahren bewußt in eine klassische Werbe-Agentur gegangen, weil ich ein konkretes Ziel vor Augen hatte, aber erst einmal den harten Weg einschlagen mußte, gepflastert mit unzähligen Meetings und vielen, vielen brillianten, aber dennoch irgendwie verworfenen Ideen.

Irgendwann war aber klar, daß es mir nicht mehr ausreichte, einfach nur derjenige zu sein, der im Hintergrund die Inspirationen liefert, der die Rohdiamenten schärft, der aus Scheisse Gold macht, der alle antreibt und zu ungeahnten Höhenflügen antreibt, nein, das war mir auf Dauer nicht genug.

Es hat mich immer vor die Kamera gedrängt, ich bin in meinem Herzen eben doch eine Rampensau. Ohne viele Worte präsentiere ich hier mein Erstlingswerk als Hauptdarsteller:

Das Video ist Teil der Kampagne 50 Jahre Signal auf Facebook und während ich mich freue, daß ich in der typischen Arbeitskleidung eines Bloggers am Set erscheinen durfte, habe ich jetzt Blut geleckt und werde nicht eher ruhen, bis ich irgendwann einmal mit Fug und Recht behaupten kann: “Sie baden gerade ihre Hände darin.” Nächstes mal werde ich aber auch darauf achten, daß mir nicht ein kleiner, mir bislang völlig unbekannter Junge die Show stielt.

09. Dezember 2011

Was das neue Twitter für Marken und Unternehmen bedeutet

Ich hatte gestern darüber geschrieben, wie das neue Twitter in der Praxis zu nutzen ist. Dabei ist aufgefallen, daß Interaktion und das Auffinden neuer Inhalte eine prominentere Rolle spielen, aber auch das eigene Profil der Nutzer deutlich aufgewertet wurde. Die Neuerungen haben allerdings ordentliche Auswirkungen für Marken und Unternehmen, die auf Twitter aktiv sind, oder wie Twitter es ausdrückt mit dem dezenten Hinweis
Let your brand take flight on Twitter with enhanced profile pages:

Communicating with users isn’t just about what you say. It’s also about how you say it. Now, your profile page does more to help you make an impression with a large header image for displaying your logo, tagline, and any other visuals.

Die Profile wirken in der Tat viel mehr, wie wir es von Facebook und Google+ gewohnt sind: es gibt nicht mehr nur die Möglichkeit, sich in der Seitenleiste zu präsentieren, sondern auch eine kleine Bühne im oberen Bereich, auf der die Marke präsent sein kann. Bisher war es eine Herausfordung für neue Nutzer, überhaupt herauszufinden, was eine Marke oder ein Unternehmen auf Twitter eigentlich macht, da natürlich auch auf dem Profil bislang die Tweets einfach nur durchgerauscht sind. Neuerdings kann definiert werden, welcher Tweet sticky sein soll, also oben sofort sichtbar stehen bleibt. Das hilft natürlich extrem, insbesondere wenn man in einer Kampagne auf das Twitter-Profil verweisen will. Hinzu kommt, dass Werbetreibende nicht befürchten müssen, Werbung anderer Unternehmen auf dem eigenen Profil zu sehen.

Pepsi auf Twitter

Eine kleine, aber sehr feine Neuerung, ist das endlich verfügbare Embedding-Feature, das es sehr leicht macht, Tweets anderswo einzufügen. In dem Zusammenhang wundere ich mich allerdings immer wieder über die URL-Struktur von Twitter, denn seit einiger Zeit wird aus dem ansehnlichen twitter.com/kurzname immer twitter/com/#!/kurzname gemacht, was ich als URL-Purist wirklich eklig finde.

Embed Tweet

Man erreicht das Embedding-Feature, indem man bei einem Tweet auf “Details” clickt. Neu ist auch, daß man bei einem Click auf “Open” sehen kann, wer alles einen Tweet retweetet hat, oder auf den Tweet geantwortet hat.

Das macht natürlich eine Brand-Page viel übersichtlicher als vorher und zeigt viel mehr von der Interaktion zwischen Nutzern und Marke. Ich finde die neuen Profile für Marken und Unternehmen durchaus gelungen, vor allem weil es deutlich strukturierter wirkt und Werbetreibende jetzt in der Lage sind, über sticky Tweets ihre aktuellen Inhalte besser zu promoten.

Bezeichnend ist allerdings, daß Pepsi auf ihrer Profile-Page direkt auf http://www.facebook.com/Pepsi verlinkt, wahrscheinlich weil Facebook Fan-Page deutlich gelernter sind und Twitter jetzt zeigen muß, daß es auch für Marken gut funktionieren kann.

28. Oktober 2011

Microsoft hat mal wieder Visionen

Wie wird die Zukunft aussehen, wie werden irgendwelche Devices unser Leben vereinfachen oder dominieren, wie arbeiten wir zusammen und wie organisieren wir unser Privatleben? Microsoft gibt in dem kurzen Film mit dem bezeichnenden Titel Productivity Future Vision einige Hinweise darauf, wie es sein könnte.

Ja, Microsoft ist irgendwie ein merkwürdiger Absender, gerade wenn es um Usability geht, aber ich finde die Anregungen aus diesem Film wirklich interessant. Wenn man allerdings einmal versucht hat, irgendwelche Diagramme von einer Powerpoint-Präsentation zur anderen zu verschieben, der weiß, wie weit wir von irgendwelchen simplen Drag & Drop Spielereien noch entfernt sind. Allerdings wird auch in diesem Film deutlich, wie sehr die Zukunft von mobilen Devices bestimmt sein wird – das Smartphone als Supercomputer für die Handfläche, als Schaltzentrale für das Leben, für Arbeit und Beruf gleichermaßen. Als negative Variante der Visionen von Microsoft könnte man sich die ersten Minuten von Total Recall angucken und sich dann überlegen, ob wir eher einer Utopie oder einer Dystopie entgegen gehen.

Für mich ist allerdings die coolste Neuerung der Kühlschrank. Auf einen Blick zu wissen, was man gerade da hat, das wirkt ungeheuer praktisch, vor allem wenn es dann auch noch passende Rezepte dazu gibt.

Was haltet Ihr von der Productivity Future Vision von Microsoft?

[ via Microsoft’s vision of the mobile future is astounding (video) | VentureBeat ]

27. Oktober 2011

Lumia – die Nokia Nutte

Das neue Handy von Nokia könnte in einigen Teilen der Welt durchaus Akzeptanzprobleme bekommen, und zwar nicht wegen Windows, sondern einfach wegen des Namen Lumia. Cnet berichtet, daß Lumia im Spanischen das Wort für Prostituierte ist. Ich kann das zwar nicht verifizieren, aber als Quelle wird die Real Academia Espanola angegeben, und wenn die das sagt, dann muß es wohl stimmen.

Dazu passend ist auch dieser Tweet von @zacharye:

Nokia und Microsoft, das ist wirklich eine interessante Allianz.