Archiv für die Kategorie ‘Social Media’

15. März 2010

Twitter springt zu kurz mit @anywhere

Drei Jahre nach dem fulminanten Start von Twitter auf der Konferenz SXSW in Austin, Texas, hat man sich von der heutigen Keynote von Evan Williams sehr viel erwartet. Einige vermuteten den Start der Vermarktung von Twitter, andere haben auf eine Antwort auf Facebook Connect gehofft. Herausgekommen ist @anywhere:

We’ve developed a new set of frameworks for adding this Twitter experience anywhere on the web. Soon, sites many of us visit every day will be able to recreate these open, engaging interactions providing a new layer of value for visitors without sending them to Twitter.com. Our open technology platform is well known and Twitter APIs are already widely implemented but this is a different approach because we’ve created something incredibly simple. Rather than implementing APIs, site owners need only drop in a few lines of javascript. This new set of frameworks is called @anywhere.

Tja. Das klingt ja sehr nach dem Twitter Follow Button, der jüngst von Tweetmeme als Plugin vorgestellt wurde und auch auf diesem Blog in der Seitenleiste zu finden ist. Neu wird sein, daß man sicherlich mit dem Twitter @anywhere Javascript noch ein paar mehr Infos darstellen kann, bzw. nicht nur auf ein Wordpress-Plugin angewiesen ist. Aber dieses Announcement ist enttäuschend und die Entwicklungsgeschwindigkeit von Twitter ist nachwievor ein krasser Gegensatz zu Facebook. Twitter ist sich unschlüssig, wie sie mit API und externen Entwicklern umgehen sollen, denn mit jedem Release werden Features implementiert, die vorher bereits von externen Entwicklern getestet wurden, anstatt den Entwicklern dauerhaft eine Plattform für ihre Tools zu bereiten. Twitter muß den externen Entwicklern aufzeigen, wie diese mit Twitter als Ökosystem Geld verdienen können, ansonsten sind Facebook, Android und vor allem das iPhone viel spannender für die Herrscharen von Entwicklern, die diese API nutzen könnten.

11. März 2010

Foodspotting ist Dönerstag mit anderen Mitteln

Nein, man braucht Foodspotting nicht, um den Tag zu überstehen. Aber wenn man Inspirationen rund ums Essen sucht, dann wird man hier schnellstens fündig. Keine Restaurantkrtiken, keine Rezepte, sondern einfach nur Fotos von tollem Essen. User laden diese sog. Sightings hoch, andere User können ausdrücken, ob sie das Essen interessant finden oder gar unbedingt auch mal essen wollen, und am Ende kommt eine nicht enden wollende Zusammenstellung von immer wieder anderen Gerichten heraus, die durchaus Appetit macht.

Wer noch meine wöchentlichen Dönerstags-Fotos auf meinem Blog kennt, der wird deutlich den Unterschied merken zu den Fotos, die User jetzt per iPhone-App vor dem Essen hochgeladen haben.

Natürlich kann man die aktuellen Sightings auch gleich twittern und direkt auch bei Foursquare einchecken. Somit integriert sich Foodspotting in den bunten Reigen der Apps, die Usern auf einfache Art und Weise erlauben, sich auszudrücken und den Freunden mitzuteilen, was man gerne so treibt. Wer gutes Essen liebt, wird sicherlich bei Foodspotting interessante Anregungen finden.

04. März 2010

10,000,000,000 Tweets heute Nacht erreicht

GigaTweet zählt die Tweets derzeit hoch und demnach soll heute Nacht die Zahl von 10,000,000,000 Tweets erreicht werden. Davon sind über 23.000 Tweets von mir, natürlich alles Qualitäts-Tweets.

04. März 2010

Sorrell sieht düstere Zeiten für Media-Agenturen

Laut FT stellt Sir Martin Sorrell, Chef der weltgrößten Kommunikationsgruppe WPP, das Engagement von Werbetreibenden auf Social Media Plattformen in Frage:

But Sir Martin warned on Tuesday that social media sites are ”less commercial phenomena, they are more personal phenomena”, more similar to ”writing letters to our mothers” than watching television.
”Invading these [social] media with commercial messages might not be the right thing,” Sir Martin told delegates at the Financial Times Digital Media and Broadcasting Conference in central London.

Das muß er auch sagen, schließlich bedeutet ein zunehmendes Engagement von Werbetreibenden auf Social Media Plattformen weniger Werbe-Ausgaben für klassische TV- und Print-Formate, womit WPP immer noch mit Abstand das meiste Geld verdient. Aus Sicht von Media-Agenturen, die im Auftrag der Werbetreibenden die Werbung auf den verschiedenen Kanälen platzieren, ist natürlich die Abkehr von Kampagnen hin zu dauerhaften Konversationen auf Social Media Plattformen fatal. Dann wandern die Budgets von klassischen Media-Spendings hin zu Social Media Aktionen, zu Community Management und anderen Maßnahmen, was nicht im Sinne einer Media-Agentur sein kann. Eine Media-Agentur lebt davon, immer wieder punktuell Aufmerksamkeit herzustellen, indem Werbetreibenden Geld für eine Kampagne ausgeben. Eine dauerhafte Konversation zwischen Marke und Konsument kann Herr Sorrell also nicht wollen, sondern tut daher so, als ob Facebook nur ein persönliches Phänomen sei, wo Werbung nicht funktionieren würde. Da allerdings die Aufmerksamkeit der User massiv auf Plattformen wie Facebook liegt, wird sich unser TV-Nutzungsverhalten immer weiter verändern und zu großen Teilen in und über Facebook stattfinden.

Sorrell sieht also düstere Zeiten für Media-Agenturen, weshalb er versucht, die Bedeutung von Social Media Plattformen herunterzuspielen, um möglichst lange an dem tradierten Geschäftsmodell von Werbe- und Media-Agenturen festzuhalten.

22. Februar 2010

Twitter nutzt auch kaum noch jemand, oder?

Also jetzt mal abgesehen von den paar Leuten, die 50 Millionen Tweets am Tag absenden.

[ via Twitter Blog: Measuring Tweets ]