Archiv für die Kategorie ‘Social Media’

03. November 2008

Unpersönliche Werbung im Lifestream – ein Experiment

Gestern habe ich mir mal Magpie näher angeguckt, angelockt durch die Diskussionen in Blogs und auf Twitter. Magpie wirbt damit, dass man mit Twitter durch Werbung Geld verdienen könne. Irgendwie finde ich sowohl Geld als auch Werbung schon seit einiger Zeit durchaus interessant, weswegen ich mich dann bei Magpie mal angemeldet habe.

In einem Interview mit Jan Schulz-Hofen über Magpie habe ich dann mal versucht, die Ideen der Gründer ein wenig zu durchleuchten.

Ich glaube, dass die Idee mit guten Intentionen gedacht ist, aber letztendlich nicht zum Erfolg führen wird, und zwar aus mehreren Gründen:

1. zwar wird ein Hashtag #magpie benutzt, um die Tweets zu kennzeichnen, aber #ad oder #werbung wäre passender. Allerdings dürfte bald in vielen Clients eine Filtermöglichkeit auftauchen, die Tweets mit diesen Hashtags herausfiltern.

2. ich kann in keinster Weise kontrollieren, was in meinem Namen als Werbung getwittert wird. Bislang sind für mich zwei Tweets rausgeschickt worden, einmal für Magpie selber, einmal für Ringtones. Letzteres hätte ich als Werbetweet abgelehnt, führe das geringe Targeting allerdings auf die fehlende Masse der Werbekunden zurück.

3. ich halte das TKP-Modell, also die Bezahlung durch den Kunden auf Basis eines Tausender-Kontaktpreises für nicht wirklich zielführend aus Kundensicht, denn bei Twitter gibt es keine Möglichkeit, wirklich darzulegen, dass jemand die Werbung auch nur annähernd gesehen hat.

4. das Grundproblem allerdings bleibt: niemand will wirklich automatisierte Werbung in einer Konversation haben. Es mag wenig nervig sein, wenn nur 2-3 Leute Werbung in den Tweets haben, aber sobald mehr als nur eine Handvoll Werbe-Tweets pro Tag kommen, fängt es an, massiv zu nerven.

Bleibt eigentlich die Grundfrage bestehen, nämlich wie muß Werbung im Kontext von Konversationen funktionieren, ohne daß sie nervt, aber dennoch wahrgenommen wird? Ja, ich weiss, aber die einfachen Fragen waren schon weg.

Mein Magpie-Experiment ist damit erst einmal beendet, wer mag, darf mir also wieder followen, kann sich aber auch gerne weiter eine Runde entrüsten, wenn es denn helfen sollte.

31. Oktober 2008

Juice – Informationsaufbereitungsdingens auf Speed


Juice’s rocking webcast from Linkool Labs on Vimeo.

Ok, was bitte macht Juice? Es hilft extrem rasant bei der Online-Recherche. Man markiert etwas auf einer Website, zieht es auf Juice und schon werden in einer Sidebar die aufgefundenen Informationen zum Thema dargestellt. Also Videos, Wikipedia-Einträge, etc. – ist das Keyword noch nicht in der Datenbank, wird ein Google-Suchergebnis präsentiert.

[ via: Discovery engine Juice, the next great blogging tool ]

27. Oktober 2008

BarCamp Hamburg 2008

Ab sofort kann man sich für das BarCampHamburg2008 anmelden und das sollte man auch schleunigst tun, denn die Anmeldelisten füllen sich gerade rasant.

Das Barcamp Hamburg findet in den Räumlichkeiten der Otto GmbH & Co KG in Wandsbek statt und wird erwartungsgemäß einen Gewissen Fokus auf eCommerce nicht verbergen können.

Ich bin angemeldet, ob ich es jemals zu einem Barcamp schaffen werde, sei dahingestellt. Irgendwas kommt immer dazwischen…

27. Oktober 2008

Tool für Registrierungen-Vergesser

Ein Super-Tool. Ich habe darauf gewartet. Als Early-Adopter muss man sich ja gerade zu überall sofort registrieren, es könnte ja die neueste heisse Scheisse du jour sein und dann wäre es nachgerade peinlich, wenn der eigene ach so kreative Nickname dort schon vergeben ist. Also alle immer auf und davon zur nächsten Registrierung, was sind schon die paar Daten.

Und dann, in Zeiten der Reflektion, dann weiss man gar nicht mehr, wo man sich alles schon registriert hat.

Dafür gibt es jetzt Usernamecheck.com – nun kann man schnell und einfach herausfinden, wo man sich in letzter Zeit aus welchem Grund auch immer mal registriert hat. Oder haben könnte. Falls jemand anderes auch mal denselben Nickname benutzt. Ach, wie einfach kann Internet doch sein. Ganz am Rande bin ich auch ziemlich imprägniert von meinem extrem aussagekräftigen Screenshot, das geht auch nicht so ohne Weiteres, aber ich könnte ein Polaroid draus machen…

[ via: Is Your Username Taken? Usernamecheck Will Tell You. ]

24. Oktober 2008

avadeals – Marktplatz für virtuelle Güter aller Art

Eigentlich wollte ich darüber schon länger geschrieben haben, aber man kommt ja zu nix. Heimlich, still und leise ist avadeals gestartet, ein neuer Marktplatz für virtuelle Güter. Aus dem Klappentext:

avadeals bietet Euch die Möglichkeit mit Items, Ressourcen und Services aus beliebigen Online-Welten zu handeln. Eure Angebote könnt Ihr kostenlos über eigene Shops einstellen, so dass diese auf dem avadeals-Marktplatz und durch persönliche Marketing-Tools sogar außerhalb unserer Plattform abrufbar sind. Von der epischen Streitaxt über intergalaktischen Treibstoff bis hin zu virtuellen Dienstleistungen, wir unterstützen alle Titel und jede Art von virtueller Welt, unsere Schwerpunkte liegen allerdings auf Massive Multiplayer Online Games und Social Worlds.

Wichtig: Bei uns gilt der No-Cheating-Codex! Dies bedeutet, dass Angebote nur auf Basis der jeweiligen Inworld-Währung eingestellt werden dürfen. Inoffizielles Real-Money-Trading (RMT), Gold-Seller und ähnliche Dienste, die den Fair Play aushebeln wollen, sind bei uns nicht erwünscht.

Das hätte ich schöner nicht besser erklären können. Ich finde die Idee ziemlich spannend, weil eben mit InGame-Währung ein Marktplatz für die Vielzahl der virtuellen Welten und Online-Games geschaffen wird, was den Vorteil hat, dass die InGame-Economies nicht durcheinander kommen, da das Einkaufen von virtuellen Gütern durch echtes Geld nicht stattfindet. Ich finde die Idee so spannend, dass ich die Jungs ein wenig berate und als Business Angel bei avadeals eingestiegen bin.

Die Plattform läuft jetzt rund, nun kann also mit dem User-Aufbau in Gilden, Ligen und sonstwo begonnen werden, wer also nach einem Raid zu viel virtuellen Krempel rumliegen hat, kann das alles jetzt bei avadeals verhökern. Aber natürlich auch einen guten Preis für ein hart erkämpftes Schwert erzielen.