Archiv für die Kategorie ‘Social Media’

02. Dezember 2009

Hochzeitszeremonie pausiert für Status-Update

Na klar, man sollte keine Sekunde lang seine Freunde auf den Social Networks dieser Welt im Unklaren lassen, was sich gerade so im Leben tut. Aber dies hätte selbst ich nicht gemacht, und das will schon was heissen.
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Der Pastor scheint diese Unterbrechung der Hochzeitszeremonie ziemlich locker zu nehmen, aber bemerkenswert finde ich vor allem, daß der Bräutigam der Braut ebenfalls ein Handy reicht, damit diese ebenfalls den Status auf “verheiratet” setzen kann.

29. November 2009

Das Realtime-Plakat und seine Tücken

LOCAL15_LOGOEine lokale TV-Station in Alabama hatte die interessante Idee, eine große Plakattafel mit einem Live-Twitterfeed auszustatten. Dort steht die gerade getwitterten Schlagzeilen, um auf die Themen der kommenden Nachrichtensendung hinzuweisen. Daneben sieht man die drei Nachrichtensprecher, die freundlich von der Plakattafel lächeln.

Eine eigentlich tolle Idee, zeigt sie doch, daß WPMI innovativ ist und neue Medien einbinden will. Nur hat dieser Tweet dazu geführt, daß WPMI national bekannt werden wird und die Verantwortlichen suspendiert wurden.
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29. November 2009

Foursquare, Facebook, Qype und Geo-Location

Jason Kincaid schreibt über Watch Out Foursquare, Facebook is Poised To Dominate Geo und die hohe Nutzungsdichte bei seinen Tech-Freunden:

Over the last six months just about all of my tech friends have started using Foursquare, a geolocation-based game that was built by the creators of Google-acquired Dodgeball. Some of them will literally pull out their phones as soon as they enter any restaurant, event or even TechCrunch HQ and check in just so they can be named ‘mayor’ of that establishment (whoever checks into any particular location the most times becomes mayor of that location). It’s fascinating and a bit bizarre to watch, and it clearly shows that Foursquare has tapped into something powerful.

Aber Kincaid sieht Foursquare auf verlorenem Posten, sobald Facebook ebenfalls Geo-Location mitbringt:

But all this time I’ve had a nagging feeling that Foursquare, at least in its current form, is not going to be the next Twitter, as some people have concluded. Because as good as Foursquare is at figuring out where and what your friends are up to, they can’t hope to compete with Facebook. That is, if Facebook does Geo right.

Daran ist einiges Wahres, denn Facebook ist viel mehr massentauglich als eine eher spitze Anwendung wie Foursquare es jemals sein wird. Sobald Facebook mit seinen 325 mio Usern sich dem Thema annähert und das Status Update mit Geo-Daten verknüpft, wird sich der Bereich Geo-Location komplett verändern. Aber, bevor es soweit ist, werden sich Dienste wie Qype und Yelp der Herausforderung stellen müssen, daß ihre Relevanz für die aktiven Nutzer abnehmen wird, denn das Schreiben über einen Ort hat nicht die Stickyness wie das Einchecken an einem Ort und das Herausfinden von Orten, an dem die Freunde gerade sind. Idealerweise würden Qype und Yelp die Foursquare-API nutzen, um die eher statischen Reviews mit aktuellen Nutzungs-Infos zu versehen.

Vergleicht man die unterschiedlichen Game-Konzepte von Qype/Yelp und Foursquare, so sieht man deutlich, daß Foursquare ein Game-Konzept hat, was sich stark an den Ansprüchen des Realtime-Web orientiert und vor allem die User über Twitter und Facebook erreichen will, während Qype/Yelp sich auf Google als Traffic-Lieferanten konzentrieren und viel statischer sind. Orte sind für mich aber spannender, wenn ich weiß, daß dort meine Freunde oft sind und nicht irgendjemand irgendwann mal 5 Sterne verteilt hat.

Geo-Location ist gerade in Bewegung, und auch wenn sich nicht für alle erschließen mag, warum man seinen Aufenthaltsort mit anderen teilen mag, gibt es doch für jeden einzelnen User Nutzungsszenarien, die eine Nutzung sinnvoll erscheinen lassen. Foursquare positioniert sich gerade als Enabler für Geo-Awareness von Web-Applications und dürfte aufgrund seiner API noch mehr Projekte wie 4mapper und fsmap nach sich ziehen. Facebook ist hier sicherlich eine ernstzunehmende Konkurrenz, aber diese Erkenntnis ist eine Binsenweisheit und gilt für so ziemlich jeden Dienst, der im Bereich Social Media aufpoppt. Location-based Services haben ihren Reiz, das sieht man an den überall entstehenden Diensten rund um das Thema GPS und Karte. Foursquare zeigt aufgrund der Einfachheit des Spielprinzips, wie leicht man über GPS Orte vermerken und damit auch seinen Freunden empfehlen kann.

22. November 2009

Google Chrome OS – der Angriff auf den Desktop

Google hat jetzt also endlich Google Chrome OS vorgestellt. Die Message ist eindeutig: der Desktop soll obsolet gemacht werden. Und das bedeutet: Microsoft soll dort getroffen werden, wo es wehtut.
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20. November 2009

Foursquare hört auf den Mayor der Hauptbahnhöfe

Kaum twittert @sachark, daß er sich wundere, daß ich noch nicht bei Foursquare angemeldet bin, was natürlich ein umgehendes Einleiten des Anmeldeprozederes meinerseits nach sich zieht, da erkennt Foursquare die große Chance und schaltet prompt Hamburg als eine weitere Stadt in Deutschland frei.

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Was ist Foursquare? Eigentlich so etwas, was Plazes mal hätte sein können, wären die Jungs nicht so früh gestartet, als es noch kein GPS für Mobiltelefone gab, weswegen die Geo-Verknüpfung per Wifi oder Funkzelle passiert ist, was nicht annähernd so einfach und schnell geht wie mit einer App für iPhone, Blackberry oder Android. Hinzugefügt hat Foursquare eine Anleihe aus dem Spielesektor, denn man erhält unterschiedliche Badges für einen jeweils erreichten Status und kann Mayor eines Ortes werden, indem man öfter dort eincheckt als alle anderen. Natürlich ist Foursquare mit Facebook und Twitter verknüpfbar, damit man sieht, wo die Freunde sind und damit man alle in Kenntnis setzen kann, wo man sich derzeit aufhält.

sacharchefvomhauptbahnhofKünftig werde ich also die Hauptbahnhöfe in Berlin und Hamburg ganz anders sehen, denn Sachar ist dort Mayor. Fragen wie “warum gibt es am Hauptbahnhof in Hamburg keinen Starbucks?” oder “warum muss ich am Berliner Hauptbahnhof immer so weit laufen?” werde ich jetzt also direkt an ihn, den Mayor stellen, und ich würde Euch bitten, dies ebenfalls zu tun, damit er sich mal kümmert, denn mit so einem Amt kommt sicherlich auch einiges an Verantwortung.

Foursquare ist in Deutschland derzeit für die Orte Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln verfügbar, aber man kann auch in anderen Städten fröhlich Orte finden und sich dort einchecken. Warum allerdings Qype nicht schon längst das Produkt Foursquare zum Feature erklärt hat, ist mir rätselhaft. Das würde doch dafür sorgen können, das auf den jeweiligen Profilen mehr los ist als “nur” eine Handvoll Kommentare.