Archiv für die Kategorie ‘Social Media’

17. Mai 2010

Alle verlassen Facebook

Man sieht es deutlich, vor allem in Deutschland. Der Drops ist gelutscht. Die Zeitungen behalten doch recht. Dieses Zeugs braucht eben doch kein Mensch, noch dazu die banalen Unterhaltungen zwischen irgendwelchen Leuten.

13. Mai 2010

It’s the End of Social Media as we know it (and I feel fine)

Die Folien zu der Präsentation, die ich am Dienstag auf der Next10 in Berlin gehalten habe. Als Teil der Tonspur kann sich der geneigte Betrachter ein paar Ähs denken.

04. Mai 2010

Twitter irrt einer Strategie hinterher

Twitter erstaunt mich immer wieder. Eigentlich finde ich den ursprünglichen Approach von Twitter, quasi eine Infrastruktur zu liefern und dann Drittanbieter Dienste bereitstellen zu lassen, ziemlich sinnvoll und praktikabel. Aber das hat natürlich so seine Grenzen, da die Vorteile dieses Verfahrens für die wirkliche Masse der User zu umständlich erscheint. Ein großer Teil der Anziehungskraft von Facebook resultiert sicherlich daraus, dass alles an einem Ort zu finden ist. Gleichzeitig hat man mit der Einführung des Like-Buttons für Websites gesehen, daß Facebook versucht, Website-Inhalte mit Freunden und damit zusätzlicher Relevanz zu verknüpfen. Das hat massive Auswirkungen auf Search, aber auch auf Traffic für die Websites.

Twitter geht jetzt einen anderen Weg, um möglichst die Relevanz zu steigern. Es führt HTML-basierte Tweetzitate ein. Gähn. Nicht nur, dass es Embedtweet seit einiger Zeit gibt, sondern auch, dass dies so eine naheliegende Banalität darstellt, dass man sich echt fragen muss, ob sich Twitter eigentlich bewußt ist, daß sie das Entwicklungstempo forcieren müssen, um für noch mehr User attraktiv zu werden. Natürlich machen Tweetzitate Sinn, vor allem sicherlich aus SEO-Sicht, aber mal ehrlich: Twitter hat als Realtime-Infrastruktur soviel Potential, warum versucht Twitter nicht, dieses zu heben? Stattdessen wird erst den Entwicklern von mobilen Twitter-Applikationen Konkurrenz gemacht und jetzt ein Feature gelaunched, dass eigentlich schon seit ca. 2 Jahren überfällig ist.

Ich vermisse bei Twitter eine Strategie. Bislang sieht man viele Ankündigungen, kleinere Umsetzungen von Features, aber im Vergleich zu Facebook fehlt der Plan, wie sich die Plattform entwickeln soll.

23. April 2010

Unsere Daten und so – alles schlimm?

In dem Artikel The Facebook Backlash Has Begun… auf ReadWriteWeb schreibt Mike Melanson ein paar Sätze, die zum Nachdenken anregen:

Caution is good, but the cautionary tales of people losing their jobs, wives, husbands, whatever, because of Facebook have potentially gone a bit too far. We are a generation constantly terrified by the idea of someone, somewhere, effectively advertising to us by way of glancing at our "data" and knowing whether or not we like country music or alternative 90s rock. But is it really so terrifying to have annoying banner ads offering deals on some product you might actually enjoy? We wear t-shirts declaring our fandom of certain bands; we paste bumper stickers on our cars professing our ideals; heck, we tell Pandora night and day what type of music we like and don't, but the second we hear about Facebook sharing info (such as our list of musical interests) we run in fear.

Alles gar nicht so schlimm? Oder schlimmer als wir uns in unseren kühnsten Träumen vorzustellen wagen?

21. April 2010

I like

Auf der f8 Developer Conference hat Facebook heute ein neues Feature präsentiert, das 400 mio Facebook-Usern sehr bekannt vorkommt: der “like” Button. Nur mit dem dezenten Unterschied, dass dieser Button jetzt überall im Web platziert werden kann und nicht mehr nur innerhalb von Facebook funktioniert.

Dieser “like”-Button hat verschiedene Auswirkungen für die User, Facebook und das Web:

1. User drücken den “like”-Button wo auch immer sie interessanten Content finden. Damit teilen sie ihren Freunden mit, was sie für relevant finden. Dies passiert nicht mehr nur innerhalb von Facebook. Das ist ein riesiger Unterschied. Es macht Usern das Teilen von Informationen mit ihren Freunden extrem leicht, denn es verknüpft das Web mit Facebook.

2. Facebook profitiert maßlos davon. Google crawlt das Web, aber Facebook weiß, welche Seiten gerade beliebt sind. Facebook kann dadurch in Realtime gewichtete Ergebnisse liefern, die auf den Vorlieben des Freundeskreises bestehen. Das ist ein massiver Vorteil im Kampf um die Aufmerksamkeit der User. Und ganz nebenbei profitiert Facebook davon, daß überall im Web die “like”-Buttons auftauchen werden, da sich die Websites Traffic von Facebook versprechen und damit dafür sorgen, daß Facebook, und damit auch die eigenen Freunde bei Facebook, im Web allgegenwärtig werden.

3. Das Web wird dadurch auch sozialer, aber wir bewegen uns in Richtung eines monolithischen Dienstes, der alles aufsaugt, aber bislang wenig dadurch auffällt, auch Schnittstellen anbietet, um die Daten wieder zu extrahieren. Das offene Web, das man eigentlich haben will, sieht anders aus, aber ein sozialeres Web, das von Facebook dominiert wird, macht für die User vieles einfacher. Aber eben auch weniger vielfältig.

Facebook kämpft mit Google um die Vorherrschaft im Web. Facebook hat heute einen entscheidenen Schritt gemacht, um Google ernsthafte Probleme zu bereiten.