04. Dezember 2008
Das Thema Annen/Ilkhanipour habe ich ja schon mal diskutiert hier, und es geht munter weiter: SPD beschließt Mitgliederentscheid schreibt das Abendblatt über die SPD Eimsbüttel.
Ich denke ja durchaus, dass man um seine Position kämpfen sollte, aber nachdem nun die Delegierten Danial Ilkhanipour gewählt haben, wird es höchste Zeit, zu eine konstruktiven Zusammenarbeit zu finden, damit das Ziel, auch 2009 Eimsbüttel direkt zu gewinnen, nicht total abwegig wird. Alles was jetzt in Eimsbüttel stattfindet, sei es das Anfechten der Wahl wegen der Länge der Parteizugehörigkeit dreier Delegierten oder der Beschluß eines Mitgliederbescheids, führt nur dazu, dass die SPD Eimsbüttel sich mit sich selber beschäftigt und nach Außen den Eindruck einer Chaotentruppe vermittelt, der es nur um Postengeschacher geht. Natürlich muss man dafür auch Größe zeigen und über seinen eigenen Schatten springen können, was einige charakterliche Eigenschaften vorraussetzt, die ich gerade bei den handelnden Personen vermisse.
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04. Dezember 2008
Interessante Präsentation, die das Phänomen Google noch einmal anschaulich vorstellt. Eigentlich kommt in der Präsentation nichts aufregend Neues vor, aber netterweise wurden mal ziemliche viele Punkte kompakt auf 34 Slides zusammengestellt.
[ via: Everything you always wanted to know about Google… ]
04. Dezember 2008

Boah, damals Mitte der 90er Jahre, da poppten viele interessante Aspiranten auf den Suchmaschinen-Thron auf, aber damals wollte man Portale und nicht Suche, denn mit Suche sei ja kein Geld zu verdienen. Wie sich die Zeiten doch geändert haben. HotBot war damals ziemlich cool, auch wenn ich natürlich Inktomi favorisierte, allein schon weil es in Berkeley entwickelt wurde. Aber Hotbot war vom Design her ziemlich weit vorne, ähnlich wie Hotwired, die damals echt das coolste Webdesign hingelegt hatten.
Wie ich darauf gerade komme? Bei Hotbot.com kann man jetzt die alten Design-Skins auswählen. Vielleicht kann man das auch schon länger, aber ich bin gerade darüber gestolpert und habe eine “Opa erzählt vom Krieg”-Anwandlung bekommen. Nutzen werde ich Hotbot eher nicht, wieso auch?
[ Lycos Revives Classic 1990's HotBot Search Interface | Epicenter from Wired.com ]
04. Dezember 2008
Pünktlich zum Weihnachts-Shopping kommt die Amazon.com App für das iPhone heraus. Leider vorerst nur über den US Itunes Store erhältlich, was zu erwarten war. Auf den Screenshots von TUAW kann man erkennen, dass recht viele grundsätzliche eCommerce-Features vorhanden sind und man recht einfach nach Produkten suchen kann, um sich dann über Bewertungen zu informieren und danach das Produkt in den Warenkorb zu legen. Das ist durchaus ein Unterschied zu den frühen mCommerce-Versuchen in Deutschland, die auf WAP oder SMS basierten und quasi null Akzeptanz hatten.
Spannend ist sicherlich auch die Remembers-Funktion, von der TUAW berichtet, die das Aufnehmen von Produktfotos erlaubt, die dann innerhalb von 1-2 Minuten über Amazons Mechanical Turk Service herausgesucht und dem User auf einer Seite präsentiert werden. Das zeigt auch mal wieder den Weitblick, mit dem Amazon neue Produkte in den Markt treibt, denn als Mechanical Turk gestartet war, wurde das Konzept durchaus beachtet, aber die Verbindung zum eCommerce wurde nicht deutlich. Das hat Amazon heute geändert. Für den stationären Handel dürfte die Verwendung von iPhones künftig durchaus zu Umsatzeinbußen führen.
Die iPhone App sieht ziemlich gut aus, nun darf man auf die deutsche Version warten.
[ via: fscklog: iPhone-App: Tiefe Einblicke mit Amazon mobile ]
03. Dezember 2008
Holger Schmidt schreibt Das Internet löst Fernsehen als Leitmedium ab und auch wenn es “nur” ein FAZ-Blog ist, steht es in der FAZ und ist damit wahr:
Nach einer Umfrage des europäischen Online-Werbeverbandes EIAA unter 1000 Deutschen nutzt diese Altersgruppe das Internet im Durchschnitt 14,4 Stunden in der Woche, ein Viertel länger als im vergangenen Jahr. Das Fernsehen kommt in Deutschland auf eine durchschnittliche Nutzungszeit von 14,7 Stunden in der Woche, stagniert aber und wird immer stärker zum Begleitmedium, das im Hintergrund läuft, hat die Repräsentativumfrage ergeben. 60 Prozent dieser Altersgruppe sind inzwischen täglich online, nachdem es 2006 erst 38 Prozent waren.
Diese Studie wollte ich schon letzte Woche kommentieren, aber ich wollte meine Blog-Umzugsbeauftragten nicht noch mit zusätzlichen Postings durcheinanderbringen.
Die Zahlen sind interessant, aber am eindrucksvollsten finde ich den Hinweis, dass das Fernsehen zum Begleitmedium wird. Das sehe ich schon länger, und bei uns zuhause ist es nicht anders, aber nun wird dieser Trend durch aktuellen Zahlen bestätigt. Die Auswirkungen für die Werbebranche werden massiv sein, auch wenn das sicherheitshalber Ende 2008 noch niemand wahrhaben will und die Finanzkrise nun ersteinmal zur Begründung du jour avanciert ist. Aber die Werbe-Budgets für TV werden wegbrechen, genauso wie sie bei Print weggebrochen sind. Und natürlich werden diese Budgets künftig online zu finden sein, wenn auch eher nicht in der von TV bekannten Größenordnung. Aus Sicht der Werbe-Agenturen ist jetzt allerhöchste Zeit zum Handeln und nein, Bannerkampagnen sind nicht die Lösung. Die Zielgruppen sind online anders anzusprechen als man es von TV und Print gewohnt ist. Diese Erkenntnis ist für manche Vertreter der Branche schmerzlich, aber es muß auch klar sein, daß Besitzstandswahrer von diesem massiven Umwälzungsprozess in der Medien-Nutzung weggespühlt werden.