09. Juli 2011

Scoble und Kosmar sind Tom 2.0

Es ist völlig egal, bei welcher Plattform man sich anmeldet, Robert Scoble und Kosmar sind immer schon angemeldet und gehören somit zum Inventar einer jeden Plattform. Sie erinnern damit stark an Tom, für die Jüngeren unter den Lesern: Tom Anderson war einer der Gründer von MySpace und jeder Nutzer bei MySpace hatte Tom automatisch als ersten Freund. MySpace war vor ganz ganz langer Zeit mal das soziale Netzwerk für viele viele Menschen.

Was Scoble und Kosmar von Tom unterscheidet: sie sind extrem aktiv, agieren als Kuratoren und sind noch dazu SuperConnectoren, denn sie haben Horden von Fans, Freunden, Followern oder Flitzpiepen, die sie auf den jeweiligen Plattformen verknüpfen. Scoble und Kosmar sind Fluch und Segen für jede Plattform, denn sie spielen als richtige Early Adopter ganz früh rum und geben viel Feedback, aber sie dominieren auch früh die Plattformen mit ihrer Aktivität. Dadurch, daß sie immer viele Verknüpfungen haben, werden ihre Inhalte durch Kommentare, Likes, Pluseinse oder wie auch immer die jeweilige Interaktions-Methode heisst, immer wieder nach oben gespült.

Scoble und Kosmar sind allerdings Fluch und Segen zugleich. Wären sie nicht da, würde man sich wundern, weil quasi das Seal of Approval fehlt. Außerdem wäre eine nahezu leere soziale Plattform irgendwie auch langweilig.

Wie geht ihr mit Scoble und Kosmar um? Blocken? Ignorieren? Auf Techcrunch wird gerade das Problem diskutiert und Blocken als Lösung angeboten. Andererseits teilen die beiden oftmals wirklich gute Inhalte, so daß man natürlich meinen könnte, etwas zu verpassen. In aller Regel werden die Inhalte aber sowieso von den jeweiligen Prätorianer-Garden immer wieder weiter geteilt, so daß man nichts verpasst, es nur später mitbekommt.

Wer dominiert Eure sozialen Netzwerke, welche Micro-Celebrities gibt es noch? Wie geht ihr damit um?

09. Juli 2011

Spotify, Spotify, Spotify, Spotify, Spotify.

Ok, es geht los. Spotify soll jetzt wirklich, wirklich in den USA an den Start gehen und dann gleich mit Vollgas: Spotify Launch Plans Include Facebook. Spotify soll innerhalb von Facebook mit einem Click zur Verfügung stehen und Spotify will damit rasant viele User gewinnen. Facebook wird damit natürlich seine Attraktivität noch einmal massiv steigern, was gerade nach dem Launch von Google+ ganz gelegen kommen sollte.

50 Millionen User sollen es innerhalb von einem Jahr werden in den USA – und das bei bisher 7 Millionen aktiven Nutzern und einer Million zahlender Abonnenten.

Illusorisch?

Ich glaube nicht. Ich nutze Spotify seit einiger Zeit sowohl als Desktop App als auch als mobile App auf dem iPhone und ehrlich gesagt nutze ich seitdem nichts anderes mehr zum Hören von Musik. iTunes? Mit der GUI bin ich nie warm geworden, ausserdem ist da nur die Musik, die ich mir irgendwann mal gekauft habe. Aber bei Spotify finde ich quasi alles, von irgendwelchen Punk-Platten aus meiner Jugend bishin zu aktuellen Alben. Alles. Auf Knopfdruck. Gestreamed. Oder auch zum Download auf die Platte. Für knapp 10 € im Monat auch auf dem iPhone.

Es gibt ganz viel Buzz über Spotify und das wird jetzt zum Launch in den USA und der wohl stattfindenen Integration in Facebook noch massiv zunehmen. Aber der Buzz ist absolut berechtigt. In Spotify ist Musik drin.

Laut den Spotify-Gründern soll Spotify übrigens auch noch dieses Jahr in Deutschland starten, jetzt aber wirklich.

08. Juli 2011

Präsidentschaftswahlkampf auf Google+

Barack Obama hatte im letzten Präsidentschaftswahlkampf auf Twitter und Facebook gesetzt. Im nächsten Präsidentschaftswahlkampf wird Google+ eine entscheidene Rolle spielen. Ein Zeichen dafür ist Newt Gingrich’s First Hangout, aber vor allem die Möglichkeit, über Circles zielgenau die Unterstützer mobilisieren zu können, ohne die Intimität von Facebook aufbauen zu müssen oder sich auf die 140 Zeichen von Twitter zu beschränken.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich in Google+ die ideale Mobilisierungsplattform. Twitter ist schnell in der Distribution von Informationen, aber doch limitiert, hingegen kann man bei Google+ leicht Bilder und Videos embedden, mit +1 in die Google-Suchergebnisse pushen, die Inhalte sharen und kommentieren. Die Circles lassen sich wunderbar clustern und für die gezielte Ansprache der Unterstützer nutzen. Twitter ist dafür zu limitiert und Facebooks ist eher auf eine enge Verbindung über Freundschaft ausgelegt als auf rasante Informationsdistribution. Hangouts werden die Bürgersprechstunden von morgen werden, Sparks bereitet die interessanten Themen auf und Huddle ermöglicht die Mobilisierung von unterwegs.

Google+ wird die wichtigste Plattform für den nächsten amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf werden.

08. Juli 2011

Meanwhile on Twitter: Google+ ist das Thema

Google+ ist der gerade das neue coole Kind in der Nachbarschaft und der Buzz macht auf Twitter ordentlich die Runde. 35% aller Links in der Woche vom 27. Juni bis zum 1. Juli drehten sich um Google+. Das klingt nach massiver Aufmerksamkeit für Google+ auf Twitter, aber es dürfte noch übertroffen werden: Auf Google+ handelt derzeit gefühlt jedes zweite Posting von Google+.

[ via: Google+ accounted for 35% of Tweeted news links for the week - TNW Google ]

08. Juli 2011

Gojee – leckerste Rezeptvisualisierung ever

Tastespotting ist eine der Plattformen, die ich nutze, um mich inspirieren zu lassen, wenn ich mal wieder nicht weiß, was ich kochen möchte. Tastespotting ist prima, viele Fotos von Rezepten, quer durch den Garten, alles ist irgendwie toll. Aber boah, ich bin gerade von Gojee geflasht worden.

Boah, ist das lecker!

Gojee erlaubt die Suche nach den Kriterien “I have”, “I have” und “I dislike” – perfekt, wenn man in einem Haushalt mit Frau und Kindern lebt und viele Vorlieben und Abneigungen ausbalancieren muß. Man kann natürlich auch einfach hin- und herblättern, bis man anfängt zu sabbern vor Appetit.

Ich will jetzt was kochen. Boah, Foodporn.

[ via Feast Your Eyes On Recipe Curation Site Gojee ]