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Neulich dachte ich mal laut auf Twitter nach, wie sich der Tablet-Markt entwickelt, der ohne den Erfolg des iPad so nicht möglich geworden wäre. Während mein iPad 2 mitsamt UMTS noch einen dicken Batzen Geld gekostet hat, purzeln gerade massiv die Preise während gleichzeitig massiv die Möglichkeiten wachsen.

Das Google Nexus 7 Tablet gibt es bereits ab €199 und damit kann endlich ein Computer in jedem Haushalt erschwinglich werden.

Amazon Kindle Fire HDAllerdings hat Amazon jetzt nachgelegt und das Amazon Kindle Fire HD vorgestellt, aber auch das Amazon Kindle Fire etwas verbessert. Die gute Nachricht ist: beide Tablets gibt es jetzt auch in Deutschland.

Der Unterschied zwischen dem Google Nexus 7 und dem Amazon Kindle Fire sind die Inhalte und nicht die Hardware-Spezifikationen. Jeff Bezos hat das in diesem Satz zusammengefasst:

People don’t want gadgets anymore, they want services.

Diese Einsicht ist ein totaler Gamechanger für die Branche. Früher dominierten Fragestellungen wie die Anzahl der PCI-Slots oder die maximale Auflösung, heutzutage wird eher die Frage gestellt werden müssen, auf welchen Inhalte-Distributor man sich einlassen will. Ironischerweise greift Amazon mit der Subventionierung von Hardware, um dann Inhalte langfristig kostenpflichtig auf der Hardware zur Verfügung stellen zu können, ein Modell auf, das die Mobilfunkanbieter bereits seit ewigen Zeiten versuchen, aber nie auf Inhalte jenseits der Klingeltöne weiterentwickeln konnten.

Künftig ist also die Fragestellung nicht mehr: was kann das Gerät alles? sondern eher: welche Inhalte bekomme ich wie für welchen Preis? Amazon bietet mit Lovefilm auch in Deutschland massiv Filme und Serien an, dazu natürlich auch Musik und Bücher, Google bietet über Google Play und natürlich Youtube ordentlich viele Inhalte an und dass Apple mit iTunes für sehr viele Inhalte sorgt, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Hinzu kommen Apps, die auf den Tablets zusätzlich installiert werden können.

Das Tablet ist das ideale Endgerät für die Ökosysteme Apple, Google und Amazon. Die Preise für die Hardware werden weiter purzeln, das dürften die Ankündigungen von gestern deutlich gemacht haben, denn der Fokus liegt nicht mehr auf der Hardware, die zu einem Alltagsgegenstand wird.

Weihnachten ist vorbei und Amazon jubelt, verständlicherweise. In den USA war der Kindle Fire der Kassenschlager überhaupt:

Kindle Fire is the #1 best-selling, most gifted, and most wished for product across the millions of items available on Amazon.com since its introduction 13 weeks ago.

Mit dem Kindle Fire auf Platz 1 und dem Kindle Touch auf Platz 2 sowie dem Kindle auf Platz 3 hat Amazon dafür gesorgt, daß das eigene Ökosystem gestärkt aus dem Weihnachtsgeschäft hervorgehen kann, denn auch der Verkauf und vor allem das Verschenken von Kindle eBooks haben ordentlich zugelegt. Der Kindle Fire ist sicherlich kein iPad2, aber in den USA stellt der Kindle Fire ein attraktives Angebot dar, vor allem für Kunden von Amazon Prime, die zusätzlich zu den besseren Versand-Optionen auch noch kostenlosen Zugriff auf eine umfangreiche Film- und Serien-Sammlung bekommen. In Deutschland ist der Kindle Fire noch nicht verfügbar.

Auch in Deutschland war der Kindle sehr erfolgreich

In Deutschland gibt es den Kindle Fire noch nicht, aber hierzulande hat Amazon durch dezente werbliche Maßnahmen auf der Startseite dafür gesorgt, daß der einfache Kindle eReader ordentlich verkauft wurde:

Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft 2011 war der neue Kindle für 99 Euro das meistverkaufte, meistgewünschte und meistverschenkte Produkt bei Amazon.de.

Das verwundert mich nicht. Amazon berichtet, daß am 18. Dezember in Deutschland 2,8 Millionen Artikel bestellt wurden, da kann man sich ungefähr vorstellen, wieviele Sichtkontakte für die Kindle-Werbung allein auf der Startseite entstanden sein müssen.

Unter den weiteren 9 Topseller in Deutschland waren dann doch wieder Bücher, Musik und vor allem Spiele:

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2) - DVD FIFA 12 - Videospiele Adele “21” – Musik

Call of Duty: Modern Warfare 3 - Videospiele Assassin's Creed Revelations - Videospiele „Eragon - Das Erbe der Macht“ - Bücher

„Qwirkle“, Legespiel - Spiel des Jahres 2011 (Schmidt Spiele) - Spielzeug Samsung S5230 Smartphone - Elektronik Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2) (2 Discs) [Blu-ray] - DVD

Ich habe von alledem nichts bestellt, an mir können also die Topsellerlisten nicht liegen.

Meine monatlichen Kosten für die Nutzung von Amazon S3 belaufen sich auf einige Cent. Aber neben meinen paar Megabyte scheint es auch noch einige weitere Kunden zu geben, die das Angebot von Amazon nutzen.

Our customers continue to make very heavy use of Amazon S3. We now process up to 370,000 S3 requests per second.

Many of these are PUT requests, representing new data that is flowing in to S3. As of the end of the third quarter of 2011, there are 566 billion (566,000,000,000) objects in S3.

Das sind beeindruckende Zahlen, vor allem wenn man sich mal überlegt, was für ein limitierender Faktor Storage einmal war, also bevor die Cloud als Option aufkam. In noch nicht einmal einem Jahr hat sich die Anzahl der Objekte bei Amazon S3 mal eben verdoppelt, das zeigt, wie stark die Nachfrage nach Cloud-basierter Storage wächst.

[ via Amazon Web Services Blog: Amazon S3 – 566 Billion Objects, 370,000 Requests/Second, and Hiring! ]

Amazon Kindle Fire
Ab dem 15. November kann man in den USA den Amazon Kindle Fire kaufen – ein 7″ Tablet, basierend auf Android und engstens verknüpft mit dem Amazon Ökosystem. Natürlich gibt es Zugriff auf Musik, Video und Bücher über Amazon, sowohl als Stream als auch als Download, natürlich gibt es Speicherplatz ohne Ende in der Amazon Cloud, und natürlich gibt es den erwarteten Kampfpreis von $199 für den Amazon Kindle Fire. Ich glaube, damit kann Amazon wirklich einen Volltreffer landen. Die enge Verknüpfung mit Amazon wird für eine ziemliche Benutzer-Freundlichkeit sorgen und viele Inhalte verfügbar machen und damit eine kostengünstige Alternative zum iPad darstellen.

Sehr spannend ist allerdings auch die neue Browser-Entwicklung Amazon Silk, die letztendlich etliche Aufgaben des Browsers in die Cloud verlagert und somit aus Sicht des Tablets Prozessorlast und Bandbreite verringert. Das finde ich sehr smart und dürfte insbsondere für mobiles Browsing Geschwindigkeitsvorteile bringen.

Am meisten überrascht hat mich die Einführung eines Amazon Kindle für $79, damit dürfte der reine eBook-Reader noch attraktiver geworden sein. Ich bin davon ausgegangen, daß der Amazon Kindle Fire im Fokus stehen würde, aber es scheint, daß Amazon auch beim Thema eBook noch mehr in die Breite gehen will. Bislang hat mich der Preis für das Lesegerät abgeschreckt und ich habe mir dann doch schweren Herzens Papier-Bücher gekauft, die ich mitschleppen muß oder doch zuhause liegen lasse. $79 sind natürlich ideal für das Weihnachtsgeschäft.

Amazon hat mit der Einführung des Amazon Kindle Fire, vor allem Dank der engen Verknüpfung mit dem Amazon Ökosystem und des neuen Browsers Silk, sehr viel Bewegung in den Tablet-Markt gebracht und die Zielgruppe massiv verbreitert.

Amazon Kindlet 7-Zoll TabletEs gibt Neuigkeiten zum geplanten Android Tablet von Amazon, über das die Branche schon seit einigen Monaten spekuliert. MG Siegler von Techcrunch konnte gestern vermelden Amazon’s Kindle Tablet Is Very Real. I’ve Seen It, Played With It. und er liefert auch einige interessante Details.

Das kommende Android Tablet von Amazon wird rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sein, geplant ist Ende November. Leider stand im Artikel nicht, ob das Amazon Kindle Tablet nur in den USA ausgeliefert werden wird oder auch in Europa. Das Amazon Kindle Tablet wird 7-Zoll groß sein, d.h. es wird kleiner und damit leichter sein als das iPad und damit auch für andere Anwendungsszenarien in Frage kommen.

Das Amazon Kindle Tablet wird vor allem ein Kindle sein, das Android ist ein speziell für Amazon angepasstes Android, bei dem der Android Market durch Amazon ersetzt sein wird. Das Amazon Kindle Tablet soll vor allem für den Konsum von digitalen Medien geeignet sein, die man idealerweise direkt bei Amazon kaufen kann.

Das Amazon Kindle Tablet soll für $250 auf den Markt kommen, wobei angeblich Amazon in den USA ihr Produkt Amazon Prime im Wert von $79 kostenlos für ein Jahr beim Kauf eines Amazon Kindle Tablets hinzugeben wird. Das ist ein massiver Unterschied zum iPad, das derzeit $499 kostet in den USA. Das Amazon Kindle Tablet soll erst einmal nur als WLAN-Variante auf den Markt kommen.

Amazon nutzt beim Amazon Kindle Tablet die Vorteile von Android als freie Software mit offenen Quellen, die ordentliche Anpassungen erlaubt, und kombiniert dies mit dem Amazon Ökosystem aus Webservices, digitalen Produkten und einem massivem Vertriebskanal. Amazon.com wird einen Relaunch erfahren, um die Shopping-Experience Tablet-tauglicher zu machen, wie The Next Web unlängst berichtete. Die Kombination von Tablet mit Ökosystem gibt Amazon einen klaren Vorteil gegenüber den anderen Anbietern von Android-basierten Tablets, die alle nur den Android Market zur Verfügung haben, und nutzt die Schwachstelle des iPad: als Lesegerät für Bücher. Es ist gelernt, daß ein Kindle wunderbar zum Lesen taugt und hier setzt Amazon mit dem Kindle Tablet an, um dann dem Nutzer auch Musik und Video anbieten zu können über Amazon.

Ich glaube, das Amazon Kindle Tablet im 7-Zoll Format wird ein Kassenschlager zu Weihnachten werden und dürfte zügig das populärste Android Tablet werden.