Welliges Wasser in Chrome mit WebGL

WebGL Wasser

Bitte was? Einfach mal mit WebGL Water rumspielen – das funktioniert aber nur mit Chrome und sorgt bei meinem MacBook Air für das sofortige Anspringen der Lüfter.

Was das soll? Wasser mitsamt Licht, Schatten, Texturen wird im Browser simuliert, man sieht also Wellenbewegungen und so weiter. Warum? Weil es geht. In Chrome. Mit WebGL.

Wer kein Chrome hat oder wasserscheu ist, kann sich die Demo in einem kleinen Filmchen angucken:

[ via: Fun playing with water WARNING **Super geek stuff** | Adverblog ]

Amazon verlagert Kindle in die Cloud

Vor ein paar Tagen wurde Amazon gezwungen, die Kindle-App für iPad und iPhone anzupassen, da Apple verlangt, daß jegliche Inhalte, die in Apps verkauft werden sollen, über den Apple iTunes Store verkauft werden müssen, inkl. 30% Umsatzbeteiligung für Apple. Amazon und andere eReader anbieter haben daraufhin die Verlinkung in ihren Webstore aus den Apps entfernt.

Kindle Cloud Reader

Buy Now Deliver to Kindle Cloud ReaderDa Amazon aber ungern auf das iPad als Lesegerät verzichten will, wurde jetzt zu einem HTML5-basierten Rundumschlag ausgeholt und kurzerhand der Kindle in die Cloud verlagert. Der Kindle Cloud Reader ist eine App, die auf Chrome und Safari läuft, aber insbesondere auf dem iPad seine Stärke ausspielt. Man kann eBooks zum Offline-Lesen herunterladen und dann locker durch die Bücher blättern und bereits beim Bestellvorgang im Web entscheiden, ob das Buch zum Kindle Cloud Reader geschickt werden soll.

Ich finde den Kindle Cloud Reader ungeheuer praktisch, vielleicht komme ich jetzt ja mal wieder mehr zum Lesen.

Was wird diese Verlagerung des Kindle in die Cloud für Auswirkungen auf den Verkauf des Kindle Wireless Reader haben?

Welches Tab ist offen und plärrt laute Musik?

Eine der größten Geißeln der Zivilisation, jedenfalls aus Sicht der Internetnutzer mit mehr als nur zwei offenen Tabs, ist das Plärren von Musik auf irgendeinem Tab im Browser. Gerade wenn man mehr als 20 Tabs offen hat, kann das Finden des richtigen Tabs echt nervig werden.

Aber, fürchtet Euch nicht, liebe Tab-Nutzer, es gibt jetzt eine Erweiterung für Chrome, die den Schmerz lindert: Mutetab

MuteTab is a Chrome extension that helps you manage the sound coming from tabs in Google Chrome. It helps you to find which tab(s) are making sounds and provides browser-wide management of tab muting (calling JavaScript functions where available, otherwise hiding it from the page), including automatically muting all background tabs.

It does not, however, universally allow muting a video or game so that it can be played silently while listening to background sounds coming from another tab.

Das Internet darf ein lärmfreier Raum sein.

[ via: MuteTab Lets You Know Which Chrome Tab Is Making That Racket ]

Alle Neuerungen von Google+ auf einen Blick

Es sind dann wohl eher die kleinen Details, die gerade bei Google+ verändert werden, jedenfalls bekommt man als Nutzer nicht so viel mit. Netterweise werden jetzt alle Neuerung auf einer Seite aufgelistet: What’s new in Google+

Was mir bei der Nutzung von Google+ auffällt und ich mehr und mehr nervt: die fehlende Integration mit Google Reader und das völlig verkümmerte Sparks. Irgendwie fehlt da eine bessere Einbettung in Google+, dann gerade hier sollten die Stärken durch das Teilen in Kreisen voll ausgespielt werden können.

Interessant sind allerdings die vielen, vielen Chrome Erweiterungen für Google+, die gerade im Tagesrhythmus aufpoppen. Bei The Next Web gibt es netterweise The Mother of All Google+ Resource Lists, damit man beim Installieren der Chrome Extensions nicht den Überblick verliert.

Und wo wir gerade dabei sind, lesenswert ist auch Google+ is the golden ticket to the chocolate factory of social media, auch wenn ich nicht alle Punkte teile. Egal ob Google+ jetzt irgendwie 3% weniger Nutzung hat, man sieht, daß Google+ weiter entwickelt wird, sowohl von Google als auch von unzähligen Entwicklern von Extensions – der Beginn eines Ökosystems ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung von Google+.

Ist das Chromebook reif für den Business-Einsatz?

Steven J. Vaughan-Nichols stellt auf dem ZDNet Networking-Blog Five Chromebook concerns for business vor und erklärt, daß derzeit das Chromebook noch nicht geeignet sei für den Arbeitsplatz.

Gucken wir uns doch die fünf Punkte einmal an.

Punkt 1 ist das VPN, bzw. die eher komplizierte Einrichtung von VPN auf dem Chromebook. VPN ist immer noch im Stadium “experimentell” und wird daher nicht überall funktionieren. Ich bin mir nicht sicher, wofür VPN beim Chromebook benötigt wird, da ja eh davon ausgegangen wird, daß alle Daten in der Cloud liegen, insbesondere in der Google Cloud.

Punkt 2 ist die fehlende WLAN-Sicherheit. Dies ist in der Tat eher problematisch. Ich habe im Büro WLAN schlichtweg nicht zum Laufen bekommen, da sowohl das Extensible Authentication Protocol-Transport Layer Security (EAP-TLS) als auch das Lightweight Extensible Authentication Protocol (LEAP) derzeit nicht standardmässig unterstützt wird.

Beide Punkte kann ich gut nachvollziehen, das ist nicht vermittelbar und sollte schleunigst gefixt werden.

Punkt 3 ist der Filemanager, den Vaughan-Nichols als nicht ausgereift ansieht, da die üblichen Doppelclick-Aktionen nicht funktionieren, sondern die Dateien in die Google Cloud hochgeladen werden müssen und dann in GoogleDocs konvertiert werden. Ich würde sagen, daß der Autor hier die Idee eines eigentlich ohne Festplatte auskommenden Netbooks nicht verstanden hat. Das Chromebook arbeitet Cloud-basiert und daher ist es völlig normal, daß auf das Filesystem keinen Wert gelegt wird.

Punkt 4 ist der Hinweis auf die schlechte Zugänglichkeit zu System-Funktionen des Chromebooks, vor allem der Shell. Nun ja, das Chromebook ist konzipiert für den Endnutzer ohne jegliche Ahnung von IT, der sollte niemals eine Shell zu Gesicht bekommen und auch für die Admins sollte möglichst keinerlei Konfiguration notwendig sein. Diesen Punkt kann ich nicht nachvollziehen.

Punkt 5 ist die eher fehlende Dokumentation. Da gebe ich Vaughan-Nichols durchaus Recht. Eigentlich sollte ein Chromebook selbsterklärend sein, aber es gibt Themen wie WLAN und vor allem das Einrichten eines Druckers über Google-Print, was ohne Dokumentation eher umständlich ist. Hier sollte in der Tat nachgelegt werden.

Ist das Chromebook also nicht geeignet für den Business-Einsatz? Nun, ich denke, für viele Standard-Arbeitsplätze, bei denen es nur um Mail, Kalender, Web und Textverarbeitung geht, reicht das Chromebook vollständig aus, seine Stärken werden natürlich ausgespielt, wenn auch Google Apps im Unternehmen eingesetzt wird. Aber in der Tat muß Google noch einiges tun, um die Attraktivität des Chromebooks zu verbessern.