Mit ‘google’ getaggte Artikel

03. Mai 2012

Google+ Follower sind gut für das Google Ranking

Ob Google+ nun tot ist oder durch Google künstlich beatmet wird, darf Monat für Monat neu debattiert werden, sobald neue Zahlen präsentiert werden. Aber die Vermutung war schon immer, daß Google nicht nur die Clicks auf +1, sondern auch die Followerzahlen für das Ranking in den Suchergebnissen berücksichtigt. Ein kurzer, natürlich nicht repräsentativer Test, will nun Folgendes herausgefunden haben:

It turns out having Google+ followers boosts the ranking the most, while a “+1″ still does way more for your search ranking than Facebook or Twitter.

Twitter und die Anzahl der Follower ist laut dieser Studie übrigens egal. Nun muß man sich selber überlegen, welche Trafficquellen wichtiger sind: die eher Realtime-orientierten Quellen wie Facebook, Google+ oder Twitter, oder eben das gute Ranking in Suchergebnissen von Google.


Infographic: Testing Social Signals

[ via Surprising No One, Using Google+ Is The Best Way To Boost Your Website's Search Ranking - Business Insider ]

10. Februar 2012

Google+ wächst ungebremst?

Compete hat ein paar Zahlen zum Wachstum von Google+ aufbereitet und kommt zu dem Schluß: Google Social is Exploding Online!:

It is now safe to say that Google+ is becoming an enormous success, with nearly half of the unique visitors of Twitter (40,411,065 unique visitors in December). With a steep upward trend and knowledge of the power behind a Google product, expect continued growth from the unequaled search engine’s social platform known for ingenuity, creativity, and revolutionary product offerings.

Das finde ich ja alles toll, aber dennoch ist mein persönlicher Eindruck von Google+ mittlerweile eher anders.

Ich bin bei Google+ bei mittlerweile über 16.000 Menschen in deren Circles gelandet, das sind weit mehr als die 9000 Follower bei Twitter oder die etwas über 2000 sog. Freunde bei Facebook. Aber, so sehr ich mich bemühe, ich werde mit Google+ nicht warm. Das liegt an folgenden Gründen:

1. Sharing: aus meinen präferierten Apps kann ich direkt zu Twitter und Facebook Inhalte rüberschmeißen, bei Google+ geht das nicht, bzw. nur über Browser-Plugins und so. Das ist Murks.

2. Facebook is so crowded, nobody goes there anymore: auf Facebook sind dann eben doch irgendwie alle, bzw. auf Google+ sind ganz andere Leute, die auf anderen Wegen zu meinen Inhalten kommen.

3. Potential: Google+ hat tonnenweise Potential, aber irgendwie kommt da so wenig nach gerade. Erst gibt es Google+ nicht für Google Apps Nutzer, dann doch, aber das Migrationstool fehlt, dann gibt es Pages, aber die sind auch irgendwie nur da und sonst nix, dann gibt es Games, aber da kommt irgendwie auch nix neues, es gibt Hangouts, ja, aber irgendwie wirkt das noch lange nicht rund. Die API fehlt größtenteils, Apps fehlen, und so weiter und so fort.

Ja, das ist alles nicht mal eben gecodet, aber dafür daß Google+ das große Projekt von Google ist, passiert da zu wenig.

Nutzt ihr Google+ (noch)?

24. Januar 2012

Pseudonyme sollen bald in Google+ verfügbar sein

Brad Horowitz verspricht Toward a more inclusive naming policy for Google+ und gibt einen kurzen Überblick über das Thema Klarnamen-Politik, das für die überwiegende Mehrheit der Nutzer kein Thema ist, aber eben für ein kleine Anzahl von Leuten sehr wichtig ist:

Since launch we’ve listened closely to community feedback on our names policy, as well as reviewed our own data regarding signup completion. The vast majority of users sail through our signup process — in fact, only about 0.1% submit name appeals.

When we analyze the set of all name appeals on Google+, we find that they generally fall into three major categories:
- The majority (60%) of these users want to simply add nicknames.
- About 20% of appeals are actually businesses (who are inadvertently trying to set up their business as a Profile, rather than using Google+ Pages which were intended for this purpose.)
- And the remaining 20% would either prefer to use a pseudonym or another unconventional name.

Today we’re pleased to be launching features that will address and remedy the majority of these issues. To be clear – our work here isn’t done, but I’m really pleased to be shipping a milestone on our journey.

Nun ja, auf die Umsetzung müssen wir wohl noch ein paar Tage warten, aber dann kann man seinen Spitznamen direkt neben seinem Namen führen. Für sog. “established identities” wird es auch möglich sein, nur noch den Spitznamen zu nutzen, das wird sicherlich kein Problem sein für Madonna und Lady Gaga, aber normale Nutzer werden vermutlich enttäuscht sein, wenn sie nicht ihren World of Warcraft Kampfnamen als einzigen Namen bei Google+ nutzen können.

Da Google+ und die Profile eng mit der Suche verknüpft sind, sollte man sich allerdings genau überlegen, ob man Spitznamen ala SexyMausi69, unter denen man in mehreren Dating-Portalen bekannt ist, wirklich neben seinem eigenen Namen stehen haben will. Das Schöne ist aber, daß man dies künftig alles selber entscheiden kann, da Google+ von einer reinen Klarnamen-Pflicht abrückt. Die Nutzung von Pseudonymen wurde vor Monaten heiß debattiert, nun bleibt abzuwarten, ob sie auch genutzt werden.

20. Januar 2012

Google forciert das Wachstum von Google+

Gestern hat Google unter anderem bekannt gegeben, daß mittlerweile 90 Millionen Nutzer bei Google+ zu finden sind. Aber da geht noch mehr, und das will Google jetzt deutlich zeigen. Dafür hat Google den Anmeldeprozeß für die Google Accounts verändert und nun wird künftig direkt ein Account für Gmail und für Google+ angelegt werden. Google schlägt quasi drei Fliegen mit einer Klappe und sorgt dafür, daß demnächst weitere Jubelmeldungen zu Google+ verkündet werden.

Für die Nutzer klingt die Botschaft so:

Talk, chat, share, schedule, store, organize, collaborate, discover and create. Use Google products from Google Mail to Google+ to YouTube, view your search history, all with one username and password, all backed up all the time and easy to find at (you guessed it) Google.com.

Nachdem Google bereits klar gestellt hat, daß künftig Google+ eine deutlich wahrnehmbare Rolle bei den Suchergebnissen spielen wird, ist diese Entwicklung ein weiterer Indikator dafür, daß Google+ für Google mehr als nur irgendein Socialdingens ist, sondern ein essentieller Teil der Google-Strategie darstellt.

Warum diese Verknüpfung mit dem Google Account nicht schon viel früher passiert ist, wundert mich dann doch.

[ via New Google Accounts Require Gmail and Google+ | Hacker News und New Google Accounts Require Gmail and Google+ ]

17. Januar 2012

Niemand hat die Absicht, in sozialen Netzwerken zu suchen

Mein Lieblings-Interneterklärer hat in seiner aktuellen SpOn-Kolumne heute versucht, sich des Themas Warum soziale Netzwerke sich nicht durchsuchen lassen und dabei folgende These vertreten:

Die Suche in sozialen Netzwerken ist absichtlich schlecht gehalten, um das gewünschte Nutzungsschema zu erzwingen.

Was Sascha Lobo anführt, klingt alles nett und schlüssig, trotzdem glaube ich, daß er irrt. Von den professionellen Nutzern, also Community Managern und anderen mal abgesehen, hat niemand die Absicht, in sozialen Netzwerken zu suchen.

Warum auch?

Wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte, dann zählt der Moment, alles was ich mir nicht merke, ist weg, ich kann höchstens noch mal nachfragen. Eine Suche habe ich im richtigen Leben auch nicht, maximal Gesprächsnotizen zum Nachlesen.

Sascha sieht hinter der oft eher wenig nützlichen Suche ein System:

Die Suche führt weg vom erwünschten linearen Medienkonsum. Ohne Suche muss jeder, der etwa auf Facebook Aufmerksamkeit generieren will, ständig aktiv sein; ohne Suche werden nur Inhalte gefunden, die soeben gepostet wurden. So zwingt das Netzwerk seine Werbekunden zur unaufhörlichen Aktivität, zur andauernden Investition in die eigene Facebook-Seite.

Da ist natürlich etwas dran, aber ich glaube, daß die Fokussierung auf Realtime sich eher an die Nutzungsmuster der Menschen anpasst und nicht aufgrund der Monetarisierung so erfolgt ist.

Mal Hand aufs Herz, wer liest wirklich Tweets zu Hashtags nach, wenn man den gemeinsamen TV-Konsum am Abend verpasst hat? Eben. Das Internet vergißt nichts, aber je mehr wir im Internet in Echtzeit kommunizieren, desto weniger kommen wir in die Versuchung, vergangene Gespräche rekonstruieren zu wollen. Wat fott es, es fott. Links werden extrahiert und irgendwo zusammengestellt, Bilder werden in Alben gepackt und Gespräche versickern irgendwo, eigentlich ähnlich, wie es mit unserer Erinnerung auch ist.

Die sozialen Netzwerke verändern die Art und Weise, wie wir im Netz kommunizieren, aber die Echtzeit-Nutzung führt eher zu einer Angleichung an die herkömmliche zwischenmenschliche Kommunikation, alle Vergänglichkeit eingeschlossen.