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Ist Euch eigentlich aufgefallen, daß das Eingabefeld für das Status Update bei Facebook immer weniger präsent ist? Mit der Veröffentlichung der langersehnten iPad-App wird deutlich, was Facebook vorhat: Facebook wird zur Entertainment-Maschine. Der Leanback-Modus ist angesagt, man kann schön durch die App scrollen und sich alles angucken und viel Zeit mit Facebook verbringen. Passend dazu werden immer mehr Apps und Spiele innerhalb von Facebook in HTML5 verfügbar sein, damit man dann Glücksnüsse und Ernteeinsätze auch am iPad planen kann. Bildergalerien und die Einzelbild-Ansicht sind schön gelöst, da spielt das iPad natürlich seine Stärke aus, aber auch die Navigation ist stimmig. Alles wirkt sehr aufgeräumt und hat zudem das typische Facebook Look & Feel.

Die Facebook-App ist schon praktisch, aber nicht so atemberaubend wie die Sneak-Previews der letzten Wochen suggerierten. Der Schwenk hin zu HTML5 macht natürlich extrem viel Sinn, gerade auch, um den Nutzern die Facebook-basierte App-Nutzung auch mobil zu ermöglichen und um nicht mit anderen Apps des mobilen Ökosystems wechseln zu müssen. Wenn man so will wird die iPad-App zu einem quasi alternativen App-Store innerhalb des iOS-Ökosystems.

Mich würde interessieren, wie die Nutzungsmuster zwischen Mobile, Desktop und iPad sich zulünftig unterscheiden werden. Ich vermute mal, daß über Mobile mehr Aktivitäten gepusht werden, über Desktop vor allem Links und Videos geshared werden und auf dem iPad eher die passive Nutzung stattfinden wird. Das würde dann ja eigentlich auch bedeuten, daß Facebook spezielle Ansichten auf die Newsfeeds generiert, um den Nutzern bei ihrem jeweiligen Nutzungsszenario auch den geeigneten Content zu bieten. Das sog. frictionless Sharing macht dann natürlich doppelt Sinn, irgendwie muß man die Nutzer im Entertainment-Modus ja dazu bekommen, daß sie trotzdem Inhalte mit ihren Freunden teilen.

Die Facebook-App für das iPad ist allerdings nicht komplett, bevor die Top 10 Spiele ebenfalls verfügbar sind. Im Hintergrund läuft der Fernseher, auf dem Sofa werden die Felder geerntet, nebenbei mit dem Significant Other parliert und zwischendurch werden munter Facebook Credits für virtuelle Güter ausgegeben. Facebook auf dem iPad macht das iPad zum idealen Entertainment-Device.

[ via Introducing Facebook for iPad ]

Vor ein paar Tagen wurde Amazon gezwungen, die Kindle-App für iPad und iPhone anzupassen, da Apple verlangt, daß jegliche Inhalte, die in Apps verkauft werden sollen, über den Apple iTunes Store verkauft werden müssen, inkl. 30% Umsatzbeteiligung für Apple. Amazon und andere eReader anbieter haben daraufhin die Verlinkung in ihren Webstore aus den Apps entfernt.

Kindle Cloud Reader

Buy Now Deliver to Kindle Cloud ReaderDa Amazon aber ungern auf das iPad als Lesegerät verzichten will, wurde jetzt zu einem HTML5-basierten Rundumschlag ausgeholt und kurzerhand der Kindle in die Cloud verlagert. Der Kindle Cloud Reader ist eine App, die auf Chrome und Safari läuft, aber insbesondere auf dem iPad seine Stärke ausspielt. Man kann eBooks zum Offline-Lesen herunterladen und dann locker durch die Bücher blättern und bereits beim Bestellvorgang im Web entscheiden, ob das Buch zum Kindle Cloud Reader geschickt werden soll.

Ich finde den Kindle Cloud Reader ungeheuer praktisch, vielleicht komme ich jetzt ja mal wieder mehr zum Lesen.

Was wird diese Verlagerung des Kindle in die Cloud für Auswirkungen auf den Verkauf des Kindle Wireless Reader haben?