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livefyreSeit ich blogge bin ich auf der Suche nach dem ultimativen Blogkommentartool. Ich möchte, daß Konversationen zu einem Artikel unter einem Artikel zusammengeführt werden, daß Diskussionen ermöglicht werden, daß die Kommentare auf meinem Blog bleiben, aber auch daß es eine Authentifizierung mit Facebook, Twitter, Google und Co gibt, da anonymes Rumgeätze und Gespamme möglichst ausbleibt. Ich habe hier schon etliche Tools getestet und setze seit einiger Zeit Livefyre ein. Nicht jeder mag es, sich hier bei mir zum Kommentieren registrieren zu müssen, aber für mich hat es deutliche Vorteile und dies hier ist irgendwie mein Blog und ich mache die Regeln. So, ich wollte auch mal ein Basta-Statement abliefern.

Nun jedenfalls kommt die Meldung Livefyre secures $4.5M round to become the ultimate commenting tool um die Ecke und ich muß sagen, daß ich mich ordentlich freue für das Team um CEO Jordan Kretchmer. Ich benutze Livefyre seit über einem Jahr und habe Jordan und sein Team als extrem engagiert kennengelernt.

Ultimativ erwarte ich von einem Kommentartool, daß nicht nur Tweets und Kommentare von einer Facebook Fanpage als Kommentare auf dem Blog zusammengeführt, was Livefyre als SocialSync benzeichnet, sondern daß auch Google+ integriert wird und daß es dann auch noch ein supersmartes Comment-Threading gibt, damit auch bei Facebook und Google+ mehr als nur ein Teil der Kommentare abgebildet werden, aber natürlich unter Einhaltung der Privacy-Einstellungen der Kommentierenden. Ja, man kann eine einfache Sache auch kompliziert gestalten.

Livefyre ist noch lange nicht da, wo ich es haben will, aber bislang bin ich sehr zufrieden damit. Wie findet ihr Livefyre auf diesem Blog? Wer sich nicht anmelden will, kann auch gerne auf Facebook bei Lummaland Fanpage kommentieren oder Replies per Twitter absenden.

No Comment T-ShirtEs fehlt nur das ultimative Kommentarsystem. Aber der Reihe nach. t3n stellte gerade die Frage Blogkommentare sind tot. Wird Google+ das Bloggen ersetzen? und da kann ich mich nicht lumpen lassen und antworte. Mit einem Trackback. Ja, Kinder. Ein Trackback. Früher, als wir nix hatten, außer unseren Blogs, da hat man bei anderen Blogs kommentiert, oder man hat auf andere Blogs in seinem eigenen Blog verlinkt und dann ein Trackback mitgeschickt, damit bei den Kommentaren auch der Link zurück zum eigenen Blog mitsamt einem Exzerpt des dortigen Artikels gepostet wurde. Mal sehen, ob t3n Trackbacks unterstützt.

Ich glaube, daß durch Google+ mehr denn je klar wird, daß eine Zersplitterung der Diskussion zu einem Artikel einerseits ganz praktisch sein kann, z.B. wenn man unterschiedliche Zielgruppen auf unterschiedlichen Plattformen antrifft, andererseits aber auch dazu führt, daß man sich schneller im Kreis dreht, da ähnliche Debatten auf unterschiedlichen Plattformen geführt werden.

Was ich gerne hätte, wäre ein Kommentarsystem, daß einen Permalink als Anker nimmt und daran sämtliche Konversationen abbildet, mitsamt Privacy-Optionen a la “meinen Namen nur für meine Facebook-Freunde anzeigen”, so daß man unterhalb eines Blog-Artikels massenweise Kommentare bündelt, die aber sonstwo entstehen. Gleichzeitig müssten allerdings diese Kommentare auch per API an die jeweiligen Kommentarstränge bei Facebook, Google+, LinkedIn und sonstwo angefügt, bzw. synchronisiert werden. Dann würde man wirklich so ziemlich alle Kommentare zusammenführen und eine Debatte führen. Ich bin ja so von Effizienzgedanken beseelt. Und Allmachtsphantasien. Eine Debatte, die alles regelt. Auch im richtigen Leben führt man ganz oft dieselbe Debatte mit unterschiedlichen Leuten und diese sind untereinander kaum verknüpft. Aber im Netz könnte dies eigentlich möglich sein.

Ich glaube schon, daß durch das Social Plug-In von Facebook die Hemmschwelle zum Kommentieren gesenkt wird und man mehr Kommentare bekommt. Ich nutze in diesem Blog Livefyre, um Authentifizierungen mit Facebook, Twitter und anderen Systemen zu ermöglichen, weil ich glaube, daß dadurch das Kommentieren einfacher wird. Das führt dazu, daß einige Personen nicht kommentieren wollen, da sie ungern einem Drittanbieter ihre Daten geben, um bei mir zu kommentieren. Das finde ich schade, aber die Vorteile überwiegen für mich deutlich.

Ehrlich gesagt wird die größte Auswirkung auf die Kommentare bei Blogs nicht Google+, Facebook oder ein Kommentarsystem haben, sondern die Güte des Contents verknüpft mit dem Grad der Kontroverse oder der Aufmerksamkeit. Ein langweiliges Blog bekommt keine Kommentare.