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Die Top-Artikel 2011

Nico —  31.12.2011 — 2 Comments

Naja, ob die Artikel so top sind, müssen andere beurteilen, aber sie wurden jedenfalls am häufigsten gelesen dieses Jahr:

Selbstdarstellung vs. Reportage
- mein Kommentar zur Reise von Richard Gutjahr nach Ägypten.

Facebook Login – worauf muß man achten?
- ein purer Service-Artikel, nachdem ich plötzlich viele Besucher von Google rübergeschaufelt bekommen hatte, die nach diesem Suchbegriff suchten.

Niemand braucht Groupon
- bereits im Sommer habe ich mich sehr kritisch zu Groupon und dem dazugehörigen Geschäftsmodell geäußert.

Twitter ist konzeptionell am Ende
- die Einführung der Brand-Pages war ein kleiner Schritt nach Vorne, aber generell bleibe ich dabei, daß Twitter im Vergleich mit den anderen sozialen Netzwerken wenig zu bieten hat und eher in einer Sackgasse sitzt.

Nun ist es klar: Vorratsdatenspeicherung zur Durchsetzung des Urheberrechts
- bei einer Veranstaltung des VPRT habe ich einen Satz von Hans-Joachim Otto (FDP) aufgeschnappt, den er so nicht gesagt haben will, obwohl er ihn auf Nachfrage bestätigt hatte bei der Veranstaltung. Nun ja.

LEGO Star Wars Adventskalender
- die Ankündigung eines Star Wars Adventskalender von LEGO hat mich und die Leser verzückt.

Auch 2011: digitale Hilflosigkeit
- ein Artikel vom Anfang des Jahres über die digitale Hilflosigkeit in Politik und Wirtschaft in Deutschland. Auch ein Grund, warum wir D64 gegründet haben.

Facebook Video Calling – das ist alles?
- bislang hat mich das Video Calling Feature von Facebook nicht überzeugt, dagegen finde ich Google+ Hangouts umso spannender.

C wie dämlich
- eine wundersame Plakatkampagne der CDU Mecklenburg-Vorpommern

Gute Freunde sind nie allein
- meine Ankündigung, daß ich Scholz & Friends zum Jahresende verlassen werde.

Ich danke allen meinen Lesern für das Lesen meiner Artikel, für das Kommentieren, für die Kritik, für das Teilen der Links auf Twitter, Facebook, Google+ und Co, und freue mich auf hoffentlich noch mehr Leser im nächsten Jahr. Vielleicht klappen ja auch ein paar gute Artikel.

Ich werde zum Jahresende Scholz & Friends verlassen. An dieser Stelle muss jetzt eine lange Pause kommen, um die Dramatik meiner Worte zu untermalen. Aber so schlimm ist das alles gar nicht. Ich hatte drei wundervolle Jahre bei Scholz & Friends, habe extrem viel gelernt und das große Glück gehabt, mit vielen wunderbaren Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Gemeinsam haben wir das Thema Social Media und die digitalere Ausrichtung der Agentur vorangetrieben, was bei einer so großen Agenturgruppe wie Scholz & Friends ein nicht immer leichtes Unterfangen darstellt. In meinen drei Jahren bei Scholz & Friends war ich in unzählige Pitches involviert und durfte zweimal hintereinander miterleben, wie die bislang größten Pitches der Agenturgeschichte gewonnen werden konnten. Alles, was ich über Markenführung weiß, habe ich in drei Jahren Scholz & Friends und aus vier Staffeln Mad Men gelernt.

Ich bin schon ein wenig wehmütig, daß ich jetzt Scholz & Friends verlasse, aber ich weiß, daß meine Kollegen künftig auch gut ohne mich zurecht kommen werden. Überheblich könnte ich jetzt schreiben: ich hinterlasse ein gut bestelltes Feld, aber dafür bin ich zu bescheiden. “Mission accomplished” könnte man das auch nennen.

Ich werde mich ab Januar neuen Aufgaben widmen, wie es immer so schön heißt. Ich kann auch schon etwas verraten: ich werde irgendwas mit diesem Internet machen, das soll sich jetzt wohl durchsetzen, munkelt man.

Lumma CLR 558 GT Konfigurator

Nein, ich bin nicht durchgedreht, nein, das ist nicht mein Nebenbei-Projekt, von dem ich erst jetzt erzähle, soweit ich weiß, bin ich mit Horst Lumma nicht verwandt oder verschwägert, ich fahre auch keinen Porsche, aber wem die üblichen Auto-Konfigurationsoptionen nicht weit genug gehen, der wird am Lumma CLR 558 GT Konfigurator seine bunte Freude haben. Nun weiß ich jedenfalls endlich, daß es das Wort Heckspoilerlippe zu geben scheint.

Seit Juli habe ich wieder den Spaß am Bloggen entdeckt und seitdem gibt es auf lumma.de wieder mehr als nur einen mühselig rausgequetschten Artikel pro Woche. Ich blogge seit Ende 2002 / Anfang 2003, auch wenn nicht alle Artikel noch vorhanden sind, so ist Lummaland doch meine Basis im Netz. Wenn man die Deutschen Blogcharts als Indikator nehmen kann, dann war dieses Blog mal populär vor 5 Jahren. Ich habe dann irgendwann nicht mehr so viel Zeit und Lust gehabt, hier täglich Themen zu behandeln, die mich interessieren, sondern habe mehr auf Twitter und Facebook Inhalte verlinkt, als selber zu schreiben.

Quasi zeitgleich mit dem Aufkommen von Google+ habe ich das Interesse an diesem Blog und der Debatte über mir wichtige Themen wiedergefunden. Ich habe gemerkt, daß trotz Facebook, Twitter, Google+ und anderen Plattformen, mein Blog dann doch der Hub ist, auf dem ich alles zusammenführen möchte, was ich an Inhalten generiere. Irgendwie hatte ich schon immer Lust am Schreiben, auch wenn ich nicht immer wußte, worüber ich mal Schreiben könnte. Nach meiner Zeit als leitender Redakteur der Schülerzeitung Der Insulaner, wir hatten da nicht so die Strukturen, aber ich durfte meinen Kopf als V.i.S.d.P. hinhalten, wollte ich natürlich unbedingt Journalist werden, aber es hat dann doch nur zum Blogger gereicht. Ich schreibe vor allem dann gerne, wenn ich keine Deadline habe, jeder der mir schon mal eine Deadline für einen Text mitgegeben hat, wird dies in leidvoller Erinnerung haben, denn der Text kommt grundsätzlich nach der letztmöglichen Verschiebung der Deadline.

In den letzten Wochen habe ich mal ausprobiert, wie Bloggen für mich wieder funktionieren könnte. Ich orientiere mich dabei ein Stück Weit an Fred Wilson, einem sehr geschätztem Venture Capitalist aus New York, der es mit seinem Blog immer wieder schafft, interessante Themen aus seinem Alltag aufzugreifen und damit Diskussionen in seinem Blog lostritt. Fred Wilson bloggt mit einer ziemlichen Disziplin, was ich sehr bewundere. Da ich tagsüber eigentlich keine Zeit zum Bloggen habe, bin ich in den letzten Wochen zum Frühaufsteher geworden und nutze die Zeit morgens, bevor die Kinder aufstehen und zur Schule bzw. zum Kindergarten gebracht werden, um einen Blick auf den Google Reader und Instapaper zu werfen, damit ich sehe, was ich aufgreifen könnte für mein Blog. Ich schreibe also primär morgens und abends, verteile dann aber die Veröffentlichung über den Tag, weil ich gemerkt habe, daß ich dann weitaus mehr Leser für meine Artikel finde.

Interessanterweise bekomme ich die meisten Leser, indem ich neue Artikel auf Twitter, Facebook und Google+ verlinke und marktschreierisch brülle “neuer Artikel, jetzt lesen! und ne Banane dazu! Und ein Aal! Kommt alle!” – früher reichte es aus, einfach einen neuen Artikel zu schreiben und schon waren die Leser da. Einfacher geht es natürlich, indem man den Lumma.de Newsletter abonniert, der morgens immer frisch die Updates des Vortages bietet, oder indem man den schicken RSS-Feed von lumma.de im Feedreader der Wahl nutzt.

Ich blogge auf lumma.de wieder mehr, um mich hier mit Themen zu entfalten, die ich irgendwie spannend, witzig, relevant oder einfach nur interessant finde, dazu gehören irgendwelche Techie-Themen genauso wie LEGO oder Bemerkungen zur politischen Lage. Dabei probiere ich auch immer mal wieder irgendwas aus, weil ich sehen möchte, wie etwas funktioniert. Anders ausgedrückt, die Neugierde ist da, sie war nie weg, ich lebe sie allerdings jetzt wieder mehr auf diesem Blog aus. Natürlich steckt dahinter auch die Frage nach der Reichweite, ich blogge eben nicht, weil ich gerne allen ein Einblick in mein Tagebuch gewähren will, sondern um Leser zu erreichen, die sich für Themen interessieren, die auch ich interessant finde. Das klappt mal mehr, mal weniger, aber es gibt eben auch keinen Redaktionsplan oder Traffic-Analysen, nach denen ich weiss, an welchem Tag welches Thema unbedingt angepackt werden müsste. Überhaupt lässt sich die Strategie hinter diesem Blog mit “es macht mir Spaß” zusammenfassen. Derzeit bringt mir Bloggen wieder richtig viel Spaß. Außerdem war ich auf Dauer genervt von den ganzen Flitzpiepen, die irgendeinen Stuß schreiben und dann überall zitiert werden, da werde ich zukünftig doch häufiger mal als Stimme der Vernunft meine Meinung in die Debatte werfen. Ich freue mich über jedes Feedback, gerne in Form von Kommentaren, Likes, +1, Retweets oder Stumbles.

Deswegen blogge ich gerade so viel. Vielen Dank fürs Lesen!

About.me in Times Square

Ich habe seit einiger Zeit bei About.me eine kleine Präsenz: about.me/lumma, weil ich einfach finde, daß man mit About.me nett eine Kurzbiographie mitsamt Foto und Links zu weiteren Online-Präsenzen abbilden kann. Jetzt kann man mit dem Wettbewerb About.me in Times Square die Visage von der About.me-Präsenz auf einem Großplakat am Times Square gewinnen.

Und das will ich natürlich. Warum? Narzismus. Also bitte stimmt für mich hier ab: about.me/lumma!

jetzt für mich abstimmen!