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Obama wurde wiedergewählt

Nico —  7.11.2012 — 1 Comment

fourmoreyearsoabama

Boah. Was bin ich froh.

Slow Jam the News with Barack Obama

Bitte guckt Euch diesen Spot an und stellt Euch dann vor, wie es wäre, wenn eine deutscher Moderatorin oder ein deutscher Moderator eine deutsche Spitzenpolitikerin oder einen deutschen Spitzenpolitiker spontan auf die Bühne bringen würde, um so eine Performance hinzulegen. Nur Peter Struck hätte man das abgenommen.

Es klingt, als ob es eine Ewigkeit her ist, aber erinnert sich noch jemand daran, wie Barack Obama damals auf Twitter auftauchte? Die Geschwindigkeit von Twitter in Verbindung mit Retweets haben der Kampagne geholfen, die Unterstützer konnten schnell und direkt erreicht werden. Kürzlich dann wurde Foursquare angekündigt, daß der Kampagnentross diesen Location-Based Service nutzen wird. Gestern wurde dann das offizielle Tumblr-Blog barackobama.tumblr.com gestartet:

There are lots of reasons we’re excited to be launching the Obama 2012 campaign’s new Tumblr today. But mostly it’s because we’re looking at this as an opportunity to create something that’s not just ours, but yours, too.

We’d like this Tumblr to be a huge collaborative storytelling effort—a place for people across the country to share what’s going on in our respective corners of it and how we’re getting involved in this campaign to keep making it better.

Die Reichweite von Tumblr in den USA ist mittlerweile massiv und die Obama-Kampagne versucht, über ein Involvement der Unterstützer diese Reichweite innovativ zu nutzen.

Aus typisch deutscher Sicht wäre da wieder die Frage des Kontrollverlustes und der Wertigkeit des User Generated Content – will man in der eher kreativeren Community von Tumblr über einen “Submit it“-Button wirklich um Unterstützung werben? Ich halte es für extrem sinnvoll, die bisherigen Social Media Aktivitäten für die kommende Kampagne auszuweiten und die Unterstützer um sich zu scharen, sie aber auch zu involvieren. Der sog. Slacktivist sollte nicht unterbewertet werden, wie auch eine aktuelle Studie zeigt. Auf alle Fälle wird Obama auf Tumblr von zahlreichen Reblogs profitieren – und dieses mal geht es nicht nur um 140 Zeichen, sondern um Text, Fotos, Video und Audio. Das ist der gute alte Mundfunk von Johannes Rau in der 3.0 Version, mindestens.

Neulich kam eine seltsame Mail in meiner Inbox an, deren Subject mich gleich aufhorchen lies:

meet for dinner?

Ok, mir war klar, daß Barack Obama mir jetzt nicht persönlich eine Email geschrieben hat, weil er eh gerade in der Nähe ist und abends irgendwie noch Zeit hat und eh gerne mal mit mir einen Happen essen wollte. Aber ich vermute mal, die Öffnungsquote dieser Email ist eher hoch. Man will ja schon irgendwie wissen, was auf die Frage “Nico, can we meet for dinner?” folgt. Auf die sehr persönlich formulierte Betreffzeile folgt dann auch sofort die Ansprache, die wirklich zum Weiterlesen animiert:

Supporters like you are the reason I’m here, and the values we share have always made our organization more than just a political campaign.

Ok, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, so viel habe ich nun auch nicht zum Sieg Obamas beigetragen, nicht, daß ich mich da irgendwie rausreden will, jetzt da seine Popularitätswerte nicht so super sind, aber ich bin nur ganz normaler Abonnent des Newsletters von Obama for America.

So whenever I can, I want to take the opportunity to meet you. Last month, that meant I got to talk to folks in Iowa about small-business opportunities, and sit down with a group of volunteers from around the country who helped build this campaign in their communities this summer.

Ach so, also jetzt doch nicht Barack Obama und ich ganz alleine, sondern er ist eh unterwegs in Iowa und da trifft er Unterstützer. Na gut, und Iowa ist ja auch wichtig, weil dort traditionell die ersten Vorwahlen sind und man deswegen frühzeitig Präsenz in Iowa zeigt, und ich da als Unterstützer registriert bin.

Today, I want to ask if you’ll join me and three other supporters for a meal and conversation sometime soon.

Na gut, Barack, drei andere Typen und ich, das kann ja ein netter Abend werden. Aber skaliert das? Wieviele Unterstützer kann Obama damit erfreuen?

Please donate $5 or more to be automatically entered for a chance to join me for dinner.

Ach so. Obama will doch nur mein Geld. Und ich dachte, wir wären jetzt irgendwie quasi fast Kumpels. Ich bin mir sicher, in Proseminaren zum Thema Wahlen und Wahlkämpfe werden diese Mails als der Goldstandard für die Ansprache von Unterstützern vorgestellt werden. Die Newsletter vom Wahlkampfteam von Barack Obama sind verdammt professionell und werden sicherlich auch im kommenden Wahlkampf ordentlich zur Mobilisierung und zum Spendensammeln beitragen.

So, und nun stellt Euch mal vor, Angela Merkel würde eine derartige Mail schreiben lassen.

Whitehouse Foursquare

Naja, oder jedenfalls irgendjemand aus seiner Entourage wird jetzt Foursquare-Bediener des Präsidenten, denn das Weiße Haus ist jetzt bei Foursquare.

Warum? Weil Wahlkampf ist und Obama gerade seine Tour durch die USA gestartet hat. Da macht es natürlich Sinn, den Wählern zu zeigen, wie aktiv man ist und wo man sich gerade in den USA aufhält. Die Infos sind sowieso verfügbar, aber für die Follower auf Foursquare ist besonders interessant zu sehen, wo sich der Präsident gerade herumtreibt und welche Tipps seine Entourage parat hält auf Foursquare.

Der Aufwand, der durch Foursquare entsteht, hält sich in Grenzen, aber der Effekt ist umso größer – der Präsident ist auf der Höhe der Zeit was die Nutzung digitaler Tools angeht und er bleibt mit seinen Followern auf Foursquare in Verbindung. Verwirrend finde ich, daß das Weiße Haus in diesem Fall nicht der Ort, sondern die Institution ist und sich eincheckt.

[ via: via Take a Tip from the White House on Foursquare | The White House ]