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In diesem Herbst wird das Thema Social Media nicht mehr nur unter den Fragestellungen “was ist das? brauchen wir das? geht das wieder weg?” betrachtet werden, sondern das gute alte “was bringt uns das eigentlich wirklich?” wird in den Vordergrund rücken. Die folgende Infografik gibt einige Anregungen, was beim Thema Social Media wichtige Indikatoren für den Erfolg sein könnten, denn hier werden insbesondere die Meinungen von Marketingchefs in den USA ausgewertet.

ROI of Social Media

Letztendlich sollte man sich bei der Betrachtung der Kriterien für den Return on Investment (ROI) erst einmal Gedanken darüber machen, was für das Unternehmen bzw. die Marke wirklich relevant ist und wie man dies messen will.

no standard measurement

Ist Abverkauf oder der Traffic in den eCommerce-Shop das Ziel, oder konzentriert man sich auf Konversationen, auf positive Markenerwähnungen oder stellt man Customer Service und Support in den Vordergrund? Eines sollte allerdings mittlerweile allen klar sein: wenn man sich nur auf die Anzahl der Fans oder Follower konzentriert, springt man bei seiner Betrachtung von Social Media zu kurz und wird auch bei der Beurteilung des ROI eine Bauchlandung hinlegen. Ich hatte vor einigen Wochen bereits über Facebook und die aktiven Markenfans geschrieben und dargelegt, daß das simple Sammeln von Fans nicht zielführend ist. Wenn man sich also dem ROI widmet, sollte man sich darüber im Klaren sein, was wirklich relevant ist. Das ist eine Binsenweisheit, aber ich gehe fest davon aus, daß in den nächsten Wochen und Monaten Horrormeldungen zum Thema Social Media ROI kommen werden, die vor allem daraus resultieren, daß man mit den falschen Vorstellungen die Social Media Aktivitäten unternimmt.

[ via Measuring Social Media ROI | How To Measure Social Media Success | Social Media Agency | MDG Advertising ]

Ich würde es zwar nicht The Science of Social Media nennen, sondern eher “ein paar Zahlen nett visualisiert”, aber Dan Zarrella hat sich mal ein paar Aspekten von Social Media angenommen und geguckt, ob die üblichen Annahmen bzw. Mythen stimmig sind:
- Ideas spread because they’re good.
- “Engaging in the Conversation” isthe most important thing on social media.
- Don’t call yourself a guru.
- Friday, Saturday and Sunday are baddays to publish.
- “Please ReTweet” doesn’t work.

Zwar fehlt die Tonspur bei der Präsentation, aber einige der aufbereiteten Statistiken sind dennoch sehenswert.

Follow me!Vor einigen Wochen hat mir Galileo-Computing ein Rezensions-Exemplar des Buches Follow me! zugeschickt. Um es kurz zu machen: das Buch ist ein gutes Einsteiger-Handbuch für Social Media.

Wenn man sich als Dienstleister oder Werbetreibender mit dem Thema Social Media auseinandersetzen will, muß oder gar darf, und einfach mal kompakt einen Überblick gewinnen will, dann ist dieses Buch wirklich empfehlenswert. Wer aber bereits etwas Erfahrung im Bereich Social Media hat, für den ist dieses Buch eher zu oberflächlich. Beim Lesen habe ich immer wieder innerlich genickt und gedacht “ja, genauso hätte ich es auch empfohlen”, was mich natürlich darin bestärkt, daß dieses Buch gut und hilfreich ist.

Allerdings wäre mir etwas mehr Tiefgang an der einen oder anderen Stelle schon wichtig gewesen, denn Follow me! erklärt zwar anschaulich, was man alles tun sollte, um eine gelungene Social Media Präsenz hinzubekommen, aber was dann kommt, das fehlt leider total. Oder andersrum: nach der Lektüre des Buches sollte man lieber bei seiner Agentur anrufen und sagen “ok, die Basics habe ich verstanden, was machen wir jetzt genau?” – ansonsten steht man evtl. doof da mit seiner Social Media Präsenz und weiss nicht weiter, denn das ist außerhalb des Rahmens des Buches. Netterweise sind die Beispiele des Buches nahezu allesamt aus dem deutschen Sprachraum und erstaunlich aktuell, noch dazu decken sie quasi das gesamte Spektrum der in Deutschland genutzten und verfügbaren Dienste ab, von Blogs über Twitter, Facebook und Youtube bis zu XING ist eigentlich alles dabei.

Follow me! ist aktuell als Einsteiger-Handbuch für Social Media absolut empfehlenswert. Wer mehr als einen Überblick benötigt, sollte allerdings dieses Buch im Regal lassen.

StatCounter-social_media-US-monthly-200903-201108

Statcounter hat gerade die Top 7 Social Media Sites in the United States des letzten halben Jahres veröffentlicht und während man natürlich davon ausgeht, daß Facebook extrem viel Traffic hat und auch an Traffic an andere Websites liefert, wird StumbleUpon an Nr. 1 in den USA geführt, was den sog. Referral Traffic angeht. StumbleUpon liefert also den meisten Traffic an andere Websites in den USA, und zwar mit über 50% des gesamten Anteils an Referral Traffic.

Das Bild in Deutschland sieht komplett anders aus, da scheint StumbleUpon eher unbekannt zu sein. Woran liegt das?
StatCounter-social_media-DE-monthly-200903-201108

Facebook hat einen Anteil von über 70% des Refererral Traffics von Social Media Sites in Deutschland, hier kommt StumbleUpon nur auf etwas über 7%, dafür kommen über 15% des Traffics von YouTube.

Laut StatCounter GlobalStats sind nur 2.16% des Traffics in den USA Twitter zuzurechnen und 1.6% des Traffics in Deutschland für Twitter gezählt worden. Das finde ich persönlich eher zu wenig, jedenfalls bezogen auf den Traffic, den dieses Blog erhält.

Ich finde es allerdings wirklich merkwürdig, daß ein Dienst wie StumbleUpon, der solange schon im Netz verfügbar ist, der so ein tolles Logo hat, der auch mal eine Zeitlang zu Ebay gehörte und in den USA seit Jahren sehr populär ist, in Deutschland so wenig genutzt wird. Oder sind die Zahlen von StatCounter GlobalStats nur nett aufbereiteter HokusPokus und das Bild für Deutschland sieht ganz anders aus?

Ich habe ja schon letztes Jahr auf der Next10 in meinem Vortrag “It’s the end of Social Media as we know it (and I feel fine)” verkündet, daß Social Media vorbei ist, da alles im digitalen Bereich social wird. Netterweise hat Roger McNamee in einem Vortrag über “10 Hypotheses for Tech Investing” dargelegt, wie sich Social Media verändert und welchen massiven Impact Social Media mittlerweile hat. Warum man Roger McNamee zuhören sollte? Weil er einer der Investoren in Facebook ist mit seiner Firma Elevation Partners.

Kurzfassung:

Microsoft is toast because we’re moving to a post-PC era
HTML5, the new web standard that allows to make interactive web pages, is going to revolutionize the media and advertising industries
Social is "done", it’s now a feature, don’t go do a social startup

Das Video ist durchaus kurzweilig und sehenswert, wenn man sich für Entwicklungen im Internet interessiert.

[ via Facebook Investor Roger McNamee Explains Why Social Is Over ]