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Stuffle Vor einem Jahr haben wir Stuffle an den Start gebracht. Stuffle sind unlimitiert viele hyperlokale C2C-Marktplätze, wenn man mal schlau klingend ein paar Buzzwords nutzen will. Viel besser verstehen Menschen allerdings, was Stuffle ist, wenn man sagt, dass Stuffle der Flohmarkt für die Hosentasche ist und man Stuffle auf iPhone und Android nutzen kann. Bei Stuffle kann man ganz leicht Gegenstände zum Verkauf einstellen und man kann ebenso leicht rumstöbern und dann mit Verkäufern verhandeln und somit Dinge erwerben, die idealerweise direkt um die Ecke verkauft werden. Der Clou ist, dass die Gegenstände mit Geo-Tags versehen werden und sich für den Nutzer immer wieder neue Ansichten entwickeln, je nachdem wo die App gerade aufgerufen wird. Die Kategorien wurden durch den Umkreis abgelöst und die Fokussierung ist eher auf dem Stöbern denn auf der Suche. Stuffle funktioniert wirklich eher wie ein Flohmarkt, nur dass man eben nicht bei Wetter und mit Menschenmassen stöbern muss, sondern ganz elegant das Smartphone nutzt.

“Und das funktioniert?” höre ich immer wieder Leute fragen. Ja, in der Tat, das funktioniert. Wir haben über 170.000 aktive Nutzer, die Stuffle nutzen, um Dinge zu verkaufen oder um Schnäppchen zu finden, oder um sich einfach nur inspirieren zu lassen. Das Team um Morten Hartmann hat mit dem Launch der 2.0 Version für das iPhone jetzt einen weiteren Meilenstein nach der Veröffentlichung der Android App vor einigen Monaten erreicht. Die vielen zufriedenen Nutzer zeigen, dass Stuffle auf dem richtigen Weg ist, das stetig steigende Handelsvolumen des Marktplatzes belegt dies ebenfalls. Ich selber halte einen kleinen Anteil an Stuffle und freue mich sehr über die Fortschritte, die diese App seit dem Launch vor einem Jahr gemacht hat. Natürlich benötigt Stuffle immer noch mehr Nutzer und auch das Produkt kann immer noch besser werden, aber es wäre ja auch seltsam, wenn dies nach einem Jahr nicht der Fall wäre.

Happy Birthday, Stuffle!

Beste deutsche iPhone App 2012Wow, ich bin geplättet und stolz vor Freude, dass unsere kleine App Stuffle zur besten deutschen iPhone App 2012 ausgezeichnet wurde. Der Fachkongress IPDC – iPhone Developer Conference hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom und dem Fachmagazin web & mobile developer Stuffle, Vamos und Wohin ? prämiert.

Wer Stuffle noch nicht ausprobiert hat: Stuffle ist eine Art mobiler Flohmarkt auf dem Smartphone, aktuell nur für das iPhone, aber bald auch für Android erhältlich. Ohne viel Aufwand können Dinge verkauft werden, aber auch neue Sachen gefunden werden. Der Clou ist, dass Stuffle vor allem für Sachen funktioniert, die “umme Ecke” angeboten werden. Im Mai sind wir gestartet und haben mittlerweile über 65.000 Downloads verzeichnen können, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 von 5 Sternen.

Ich glaube, Stuffle ist auf einem guten Weg und ich freue mich über diese Bestätung als beste deutsche iPhone App 2012.

Stuffle Lovie Award WinnerNoch dazu haben wir mit Stuffle die europäischen Lovie Awards gewonnen in der Kategorie Mobile Innovation. Auch dafür bedanken wir uns artig und freuen uns auf noch mehr Unterstützung für den People’s Lovie Award – bitte hier für Stuffle stimmen!.

Ach ja, und wenn ihr abgestimmt habt, dann clickt doch auch mal hier drauf:

LeadAwards 2012Ok, ich gebe es zu, ich bin eher eine Lästerbacke, wenn es um irgendwelche Awards geht, mit denen sich die Medienbranche gerne feiert. Natürlich mit einer Ausnahme: wenn ich selber irgendwie zu den Nominierten gehöre. Dann, und nur dann, sind Awards eine tolle Sache und es sollte mehr davon geben. Ich war ziemlich überrascht, als ich erfuhr, daß unser Startup Stuffle zu den Nominierten in der Kategorie Webservice des Jahres gehörte, neben Gidsy und MyTaxi, die beide so 2011 sind. Gestern war dann also der große Abend und zusammen mit knapp 1000 anderen Gästen haben wir dann bei klimatischen Bedingungen, die an eine finnische Dampfsauna erinnerten, in den Deichtorhallen dem Chef der LeadAwards, Markus Peichl und dem Überraschungsgast Thomas Gottschalk dabei gelauscht, wie Nominierte und Gewinner verlesen wurden. Nach vielen bunten Bildern, Filmchen, Zeitungen und Magazinen kam dann endlich der relevante Teil und es wurden Weblogs prämiert, eh wir dann zu den Webservices des Jahres kamen. Stuffle hat leider kein Gold bekommen, also konnte ich nicht der Academy danken und meine Kinder grüßen oder auf drei Jahre Scholz & Friends ohne jeglichen Awards verweisen, aber es war doch interessant, dass ich trotz aller Abgeklärtheit noch mal deutlich aufgeregt wurde bevor Thomas Gottschalk MyTaxi als Goldgewinner verlas.

StuffleSo freuen wir uns jetzt also über den Gewinn des LeadAwards 2012 in Bronze für Stuffle, und das 6 Wochen nach dem Launch. Das ist eine wahnsinnig tolle Auszeichnung, die mich darin bestärkt, dass wir mit Stuffle nicht alles falsch machen, sondern ein Produkt entwickeln, dass nicht nur ein funktionales und schönes Design bietet, sondern auch den Nutzern gefällt. Ein Award wie der LeadAward ist Ansporn für das gesamte Team von Stuffle, jetzt noch härter für den Erfolg des mobilen Flohmarktes für Smartphones zu arbeiten.

Wenn man sich heutzutage mit Produktenwicklung und Startups beschäftigt, dann kommt man um das Minimum Viable Product (MVP) kaum herum. Aus Zeit- und Kostengründen ist es üblich geworden, nicht auf das fertige Produkt zu warten, sondern bereits frühzeitig Versionen zu veröffentlichen. Ganz früher hat man das mal abschätzig Bananensoftware genannt, die beim Kunden reift, dann kam die Open Source Bewegung mit dem “Release early, release often!”-Mantra und die Beta-Version gehört seitdem zum guten Ton. Mittlerweile ist quasi alles Beta und der Nutzer wird Teil der Produktentwicklung:

A Minimum Viable Product has just those features that allow the product to be deployed, and no more. The product is typically deployed to a subset of possible customers, such as early adopters that are thought to be more forgiving, more likely to give feedback, and able to grasp a product vision from an early prototype or marketing information. It is a strategy targeted at avoiding building products that customers do not want, that seeks to maximize the information learned about the customer per dollar spent.

Eric Ries hat dies mal netterweise in einer kurzen Präsentation aufgemalt und erläutert:

In der Theorie klingt dies alles sehr nachvollziehbar, aber in der Praxis ist das Minimum Viable Product ganz schön anstrengend. Es beginnt mit der Festlegung auf ein bestimmtes Featureset, das minimal genug ist, aber eben auch die Nutzer bereits anspricht. Und es geht munter weiter mit der Festlegung der nächsten Entwicklungsschritte anhand des Nutzerfeedbacks. Richtig anstrengend wird es allerdings, wenn der gemeine Nutzer an sich nicht versteht, dass er gerade ein MVP benutzt, sondern völlig zu recht erwartet, dass er bereits ein fertiges Produkt nutzt.

StuffleIch möchte mal eben anhand unseres aktuellen Projektes Stuffle erläutern, wieso das Minimum Viable Product in der Praxis so anstrengend ist.

1. Es gibt ein Budget, das eingehalten werden soll. Das Budget sorgt für die ersten Rahmenbedingungen und vor allem für Beschränkungen.

2. Time to market: Wir wollen schnell an den Start gehen, auch weil wir glauben, daß wir nicht die einzigen sind, die das Thema lokaler Flohmarkt neu interpretieren wollen.

3. Entwickler-Ressourcen sind grundsätzlich limitiert, daher müssen wir mit einer gewissen Grundknappheit auskommen.

Bei Stuffle haben die drei Punkte dazu geführt, daß wir uns für den Start auf eine App für iPhone mit iOS 5 gepaart mit einer Anmeldung über Facebook entschieden haben. Und wir wissen durchaus, dass nicht jeder ein iPhone hat und auch nicht alle Facebook toll finden. Aber die Kombination iPhone + Facebook hat bei uns den Entwicklungsaufwand dramatisch reduziert. Wir lassen also eine ganze Reihe interessierter Menschen außen vor und handeln uns noch dazu jede Menge schlechter Bewertungen im iTunes Store ein, weil Nutzer enttäuscht sind. Daraus lernen wir natürlich und sehen, dass es durchaus Nachfrage nach unserem Produkt gibt. Aber der Tradeoff “schneller am Markt vs. volle Zufriedenheit der Nutzer” ist schon hart, denn natürlich wollen wir keine unzufriedenen Nutzer haben und verstehen auch, dass Nutzer für sie als unnötig empfundene Limitierungen nicht tolerieren möchten. Toll ist wiederum, das viele Feedback von Leuten, die sagen, was sie alles noch gerne hätten, was verbessert werden könnte und was sie wirklich erfreut an dem Produkt. Abgesehen davon lernen wir durch die tagtägliche Nutzung eben auch sehr viel darüber, ob und wie unser Produkt genutzt wird und wo wir optimieren müssen. Wir vermeiden eben auch, dass wir lange irgendetwas entwickeln, das dann nicht genutzt wird, sondern holen uns frühzeitig Feedback von den Nutzern.

Hätten wir auch gleich in der ersten Version mit iPhone, Android, Windows7, Facebook, Twitter, Google+, Githb, Deutsch, Englisch, Mandarin, perfekter UX/UI und super Nutzerführung starten können? Sicherlich, aber nicht in diesem Mai, sondern erst viel, viel später und zu ganz anderen Kosten und mit viel größerem Aufwand. Wahrscheinlich hätten wir auch unzählige Features für die Tonne entwickelt, die kein Mensch braucht, wir uns aber dennoch ausgedacht hatten. Natürlich ist das perfekte Produkt das Ziel, aber das schaffen wir nur mit viel Nutzerfeedback und vielen Iterationen bei der Entwicklung.

Wir leiden also derzeit sehr über jede einzelne Bewertung mit einem Stern, nehmen dies aber in Kauf, um in den nächsten Releases des Produkts besser zu sein als wir es ohne Nutzer je hinbekommen hätten. Wir haben es ja nicht anders gewollt. Wir freuen uns allerdings auch immer über jede einzelne positive Bewertung für Stuffle im iTunes Store und über jede Empfehlung:

Würden wir es wieder so machen? Ja, auch wenn das Minimum Viable Product anstrengend ist, so sind die Ergebnisse für den Nutzer einfach besser. Die frühe Verifizierung der eigenen Annahmen ist ein riesiger Pluspunkt, dafür nehmen wir die anstrengenden Faktoren des MVP als Ansporn, das Produkt noch besser machen zu können, durchaus in Kauf.

Jetzt neu: Stuffle!

Nico —  9.05.2012 — 35 Comments

Stuffle - iPhone AppGetreu dem guten alten Motto “scratch your own itch!” haben wir in den letzten Wochen bei Digital Pioneers ein Produkt entwickelt, das das Thema Flohmarkt neu interpretiert. Der Anstupser kam von meinem Freund Heiko Hebig, durch den mir klar geworden ist, daß durchaus ein Markt für eine Flohmarkt-App vorhanden ist und nicht nur ich die App nutzen würde. Ich wollte des Öfteren schon einige Sachen loswerden, fand aber die bisherigen Möglichkeiten eher unpraktisch und auch aus Käufersicht wenig inspirierend. Sicherlich, es gibt auch in Deutschland bereits Marktbegleiter, die es ermöglichen, daß man irgendwelche Dinge verkauft oder kauft, aber wir glauben, daß man das Thema neu und anders anpacken kann. Ein Flohmarkt auf dem iPhone, der zum Stöbern einlädt, aber auch einen schnellen Kauf zulässt, das ist die Vision hinter Stuffle.

Die Idee zu Stuffle passt gut in eine Zeit, in der wir langsam aber sicher anfangen, über die mobile Nutzung mit Smartphones ganz neue Arten von Marktplätzen entstehen zu lassen. Sicherlich haben wir uns auch von anderen inspirieren lassen, was man durchaus auch in der App sehen kann. Die Präsentation der zu verkaufenden Gegenstände erinnert irgendwie an Pinterest, die Authentifizierung über Facebook und das Einladen von Freunden über Facebook und per SMS hat man auch schon mal gesehen, ebenso ist das Thema Flohmarkt auf dem Smartphone so neu nicht, da gibt es Yardsale, Krrb oder Rumgr, und bestimmt noch einige mehr. Dennoch glauben wir, daß unser Ansatz erfolgsversprechend sein wird, weil wir einiges anders und einfacher machen für den Nutzer. Wir haben Stuffle zusammen mit Widgetlabs (Mobile App) und Jeremy Abbett (UX/UI) entwickelt und ich bin mit der ersten Version sehr zufrieden, denn das Team von Digital Pioneers hat gut gerockt! Gestern bereits waren wir mit Stuffle unter den Top 10 meistgeladenen Apps in der Kategorie Lifestyle im iTunes Store.

Stuffle ist derzeit auf dem iPhone verfügbar und setzt ein Facebook-Account für die Anmeldung voraus. Erste Reviews gibt es bei Appgefahren: Stuffle: Digitaler Trödelmarkt als iPhone-App und bei Etailment: Stuffle.it: Flohmarkt auf dem Smartphone für die Generation Pinterest.

Ich freue mich auf Euer Feedback und auf eine rege Nutzung von Stuffle – bitte stellt gleich mal Dinge zum Verkauf ein, damit die Plattform noch attraktiver wird.