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Ach Herr Friedich, wir haben 2011 und sie kommen mit derartigen Kamellen daher? Nach Norwegen-Attentaten: Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Netz – muss das denn schon wieder sein? Sie appellieren hier an die Vorurteile, die in ihrer Wählerschaft vorherrschen, das ist Stammtisch par excellence und führt nicht nur nicht zu einer sinnvollen Debatte, sondern geht auch am Thema vorbei.

Wir haben immer mehr Menschen, die sich von ihrer sozialen Umgebung isolieren und allein in eine Welt im Netz eintauchen.

Wen meinen Sie damit konkret? Die Hausfrau in Franken, die eBay nutzt, um Dinge aus ihrem Haushalt zu versteigern? Oder den Schüler im Sauerland, der für einen Aufsatz im Internet recherchiert? Online und Offline verschmelzen immer mehr und sie kommen mit dem Bild des online-süchtigen Computerfreaks, wie es in den Zeiten der Mailboxen gerne dargestellt wurde? Haben Sie mal einen Realitätscheck vor, oder wollen Sie weiterhin derartigen Stumpfsinn verbreiten?

Wir haben Anonymität im Netz, aber das ist sehr eingeschränkt. Ich geniesse auch im normalen Leben Anonymität und darf beispielsweise Einkaufen gehen oder an Demos teilnehmen, ohne mich vorher auszuweisen. Das finde ich auch ziemlich praktisch, Sie nicht? Gucken Sie sich mal die populären Plattformen wie Facebook oder Google+ an, sehen Sie da Anonymität?

Schon jetzt können Sie allerdings mal eben den Paragrafen 130 StGB angucken und dementsprechend gegen Volksverhetzung im Netz vorgehen. Der Staat ist in der Lage, zu handeln. Alles kontrollieren wird er nicht können!

Ich fordere hiermit die Abschaffung der Stumpfheit in der Politik! Forderungen nach der Abschaffung der Anonymität im Netz sind kompletter Unsinn, spiegeln die Lebensrealität der Menschen nicht wider!