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Es war lange ruhig um den amtierenden Bundesregierungstroll Ilse Aigner, die nach ihrer furiosen Ankündigung: “Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.” dann auch vor einem Jahr ihre Nutzung von Facebook eingestellt hat. Aber jetzt ist sie zurück im Ring, getrieben vom Engagement ihres Kabinettskollegen Friedrich, der sich jetzt als Innenminister um das Thema Facebook und Datenschutz kümmert. Aigner fordert Kabinettskollegen zu Facebook-Verzicht auf:

Nach eingehender rechtlicher Prüfung halte ich es für unabdingbar sicherzustellen, dass der Facebook-Button auf regierungsamtlichen Internetseiten in unserer jeweiligen Verantwortung nicht verwendet wird.

Ilse Aigner macht das richtig toll. Anstatt sich als Verbraucherschutzministerin zu kümmern, legt sie mit einer peinlichen Drohgebärde los, löscht ihren Account und ignoriert fortan das Thema. Kaum sieht sie, daß Facebook wieder zunehmend in der Kritik steht, legt sie los und versucht, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. Indem sie fordert, den Like-Button von Websites der Regierung zu entfernen, und sie legt dies auch den Kabinettskollegen und Abgeordneten nahe. Naheliegend wäre gewesen, gerade als Mitglied der Bundesregierung, die rechtlichen Mittel auszuschöpfen, wenn man denn der Auffassung ist, daß Facebook gegen geltendes Recht verstoßen würde. Stattdessen schränkt man lieber die eigene Kommunikation ein und entfernt sich lieber aus Facebook, aber bei nur 20 Millionen Mitgliedern ist das sicherlich auch nicht so wichtig, dieses Facebook.

Ilse Aigner, der Troll der Bundesregierung. Zu mehr als Symbolpolitik ist sie nicht im Stande.