Famous last words

Heute von und mit Ursula “ich bin die Übermutter der Nation, fragt mich ruhig, ich erkläre Euch gerne, wie man mit einem Hofstaat effektiv sein Leben organisieren kann, wenn das bei mir klappt, dann können andere das auch” von der Leyen:

An einem Blogging mitzumachen, war eine neue und wertvolle Erfahrung für mich.

Das lasse ich mal völlig unkommentiert so stehen. Die Wirkung dieses Satzes wird sich von ganz alleine entfalten.

[via: Menschlich gesehen – Ursula von der Leyen]

Erhöhung der Mehrwertsteuer bedeutet nicht weniger Kaufkraft?

Die Union will weiterhin die Mehrwertsteuer erhöhen, auch wenn es derzeit ökonomischer Unsinn ist:

Merkel und Stoiber verteidigten die von der Union geplante Mehrwertsteuererhöhung zur Verringerung der Lohnnebenkosten. Nur so könne mehr Arbeit geschaffen und das Rentensystem gesichert werden. Merkel sagte, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer bedeute nicht weniger Kaufkraft. “Deshalb gehen wir diesen Weg, da wir wissen, die Rente von morgen wird nicht mehr sicher sein, wenn wir nur noch Minijobs haben”, sagte sie.

Also, alles wird 2% teurer werden, aber das geht nicht zu Lasten der Kaufkraft? Wer glaubt das?
Es sollen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, indem durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer die Lohnnebenkosten noch weiter verringert werden. Wer glaubt das? Die SPD hat in den letzten 7 Jahren der Wirtschaft alle erdenklichen Vorteile eingeräumt und die Wirtschaft hat immer fröhlich bessere Konditionen gefordert und dafür versprochen, mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Was dabei rausgekommen ist, können wir derzeit am Arbeitsmarkt bewundern.

Kleine Notiz am Rande: Wenn Deutschland Exportweltmeister ist, dann sieht es für mich so aus, dass Deutschland durchaus im internationalen Vergleich mithalten kann. Problematisch ist die Binnennachfrage, die allerdings durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und der damit verbundenen Verteuerung der Produkte nicht wirklich angekurbelt werden wird.

[via: Top Nachrichten | Reuters.co.de]

Lehrlinge sind Großverdiener

Der Wahlkampf hat gerade erst mit ein paar Jubelveranstaltungen begonnen, da beginnt der DIHK damit, seine Forderungen zu konkretisieren:

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, will das Gehalt für Lehrlinge kürzen. “Mein Vorschlag ist, eine bundesweite Basisvergütung von 270 Euro einzuführen”, sagte er der Zeitung “Die Welt”. Er rechtfertigte seinen Vorstoß damit, dass so mehr Lehrstellen finanziert werden könnten. “Eine Ausbildungsvergütung von bis zu 800 Euro ist für viele Betriebe einfach zu hoch.”[tagesschau.de]

Das verwundert mich etwas. Wieso Halbierung auf 270 EUR? Lieber DIHK, wie wäre es, wenn die Azubis noch Geld mitbringen und für ihre Ausbildung bezahlen? Dann bleibt letztendlich mehr Geld über für Verbandsarbeit. Mit 270 EUR kommt man als Azubi so richtig weit, damit kann nur Azubi werden, wer bei seinen Eltern wohnt, keine Ansprüche hat und dennoch ein nettes Taschengeld bekommt. Alles andere ist nicht drin. Der DIHK zeigt, wie weltfremd und anmassend die Verbandsfunktionäre mittlerweile geworden sind.