Blog 27 – Uh La La La

Bloggen wird Mainstream, ich habe es doch immer gesagt:

BLOG 27 sind der höchste Charteinsteiger der Woche. Die zwei 13 jährigen Mädels, die gerade mit Tokio Hotel auf Tour sind, stiegen mit ihrer Single “Uh La La La” heute auf Platz 17 der Media Control Charts ein.

Ich bereite schon mal die kostenpflichtigen Kommentare hier im Chat vor.

[ via: nordClick – News aus dem Norden ]

VC Blogs

Ich habe es nicht so mit den literarisch ambitionierten Blogs, sondern lese überwiegend Blogs, die mich aus beruflichen Gründen interessieren. Praktisch ist, dass diese beruflichen Gründe oftmals deckungsgleich mit meinen privaten Interessen sind, was den Gang ins Büro übrigens ungemein erleichtert.

Ich lese gerne Blogs von Leuten aus dem Venture Capital-Umfeld. Zum einen interessiert mich die Arbeitsweise, zum anderen bin ich ja natürlich daran interessiert, was diese Leute interessiert, denn wir sind auch permanent dabei, zu gucken, was geht und was kommt.

Folgende VC Blogs lese ich:

A VC – Fred Wilson bloggt über seine Arbeit als VC, durchaus sehr persönlich und mit vielen interessanten Einsichten.
Infectious Greed – Paul Kedrosky bloggt über Themen, die ihn interessieren, und mich auch. Für mich ist das ein ziemlich guter Filter für aufkommende Themen.
blogging.vc – Christian Leybold habe ich in Paris bei Les Blogs am Buffet kennengelernt, er arbeitet bei BV Capital und hat das erste deutsche VC-Blog gestartet. Christian sucht gerade jemanden, der ihm bei der Internet-Recherche helfen kann.
germanventureblog.de – Jürgen Habichler habe ich auf dem DLD kennengelernt. Sein Blog ist recht breit angelegt und als Leser profitiert man von einer kurzen Zusammenfassung und Einschätzung am Ende des Artikels.

Es gibt sicherlich genügend andere VC Blogs, aber diese hier sind meine nutzbarsten Filter.

Neuer Web 2.0 Trend: Flashpodcastungen

Wer meint, dass Podcasts gerade voll der Renner seien, oder gar Lesungen mit Blog-Inhalten, der sei eines besseren belehrt.

2006 wird das Jahr der Flashpodcastungen.

Es ist eine SocialSoftware-Applikation, denn im Vorfeld muss man herausfinden, wer alles hingeht und wo es stattfindet. Dann trifft man sich, tauscht RSS-Feeds aus, lädt die bereits gesprochenen Podcasts herunter, tauscht die Ohrstöpsel mit wildfremden Leuten und hört sich an, was andere zu sagen meinen zu müssen. Danach geht man gepflegt an die Bar und trinkt ein paar Bierchen, schwadroniert über RSS, TV 2.0, Atom, Literatur, Verschwörungen, Web 2.0, Rock’n Roll, Werbemillionen, die Krise der PR, oder starrt einfach trübe ins Glas, weil man prinzipiell nicht mit anderen Leuten redet und das Wasser ohne Kohlensäure ist. Danach versuchen alle, die völlig vertüddelten Ohrstöpselkabel wieder zu entwirren und danach ist der Event vorbei.

Ach ja, wir suchen noch Sponsoren. Dann wären auch Flashpodcastungenmashups möglich, aber dazu später mehr.

Die Schlapphüte und Saddams Verteidigungspläne

Das muss so bitter sein. Seit Jahrzehnten werden immer nur coole Filme mit CIA-Agenten gedreht, mit heissen Frauen, dicken Autos und viel Action. Die Schlapphüte aus Pullach hingegen spielten im Film eher die graue Maus, so sie denn überhaupt einmal auf Zelluloid gebracht wurden.

Nun aber ein Erfolgserlebnis: Angeblich hat der BND die Verteidigungspläne von Saddam Hussein besorgen können und diese an die irgendwie doch auch und schon immer und gerade jetzt verbündeten Amerikaner weitergeben können.

Nur, jubeln darf jetzt niemand, also wird es auch in Zukunft keine Filme mit knallharten BND-Agenten in schnellen Flitzern umgarnt von willigen Blondinen geben.

Mitte des Jahres, wenn sich der Wirbel etwas gelegt hat, wird es dann eine neue Image-Kampagne des BND geben: Von Pullach nach Berlin – der BND wird cool. Danach wird über befreundete Agenturen der deutschen TV-Sender das Thema “Cool BND” in deutsche Vorabendserien lanciert, allerdings fliegt alles auf, als eine BND-Sonderheit das Traumschiff aus den Händen bolivianischer Al-Quaida Drogenmafiosi befreit und die GSG9 sich an den Rand gedrückt fühlt, was zu einer Bespitzelung unter einander führt und peinliche Details über gekaufte Airtime an die Öffentlichkeit kommen lässt.

Neues Geschäftsmodell für Weblogs

Nicht nur ich denke öfter mal darüber nach, wie man Weblogs besser kommerziell ausbeuten kann. Werbung ist eine Sache, Sponsoring eine andere, Product Placement eine weitere, aber irgendwie ist das alles nichts halbes und nichts ganzes. Letztendlich muss es darum gehen, die Stickyness eines Blogs zu erhöhen, so dass bei dem User-gedrivenen Content der Eyeball-Faktor verbessert wird. Ein Micropaymentsystem für Kommentare erscheint mir immer angebrachter.

Bei der Kommentarlawine auf meinem Blog, derzeit mit mehr als 2300 Kommentaren, hätte sich ein Preis von 10 Cent schon halbwegs gelohnt. Ich denke jetzt eher an höherpreisige Kommentare, schliesslich ist die Zielgruppe auch anspruchsloser in diesem Fall. Auch Incentive-Massnahmen wie “Comment 10, get one free” erscheinen lohnenswert. Wenn man das Ganze dann noch als Prepaid-Angebot platziert und die CommentCoin an den Markt bringt, profitiert man noch von den Einzahlungen und kann die Gelder vor dem Ausschütten an den Blogger noch ein wenig für sich nutzen. Danach kommt die Verknüpfung mit Payback und Miles&More, was letztendlich zu einer besseren Nutzung der Kommentare führen wird. Die Rechte an den Kommentaren hat der Betreiber des Blogs und kann dieser wiederum als 3rd-Party Content an Web-Portale per RSS-Feed verkaufen.

Wenn das hier so weiter geht, dann werde ich nicht nur ein Top100 Businessblog, sondern noch ein Top100 Visionärsblog.