Get $$$ for Blogging

Das Grundproblem eines jeden Bloggers ist: wo kommt das Geld her für den Betrieb dieses kostspieligen Hobbies. Nicht jeder bekommt die Möglichkeit, ein wenig Auto zu fahren oder Brause zu schlürfen, dafür ist der Konkurrenzdruck einfach zu hoch.

Damit Werbetreibende und Blogger nun endlich zusammen geführt werden, gibt es einen neuen Dienst, der auf Techcrunch diskutiert wird: PayPerPost.com offers to sell your soul. Die Grundidee ist wunderbar. Es wird ein immenser Druck vom Blogger genommen, vorbei ist die Zeit, wo man dutzende Pressemitteilungen oder Heise-Meldungen auf der Suche nach dem Scoop durchforsten muss, nur damit man als allererster von allen die tolle Neuigkeit eines Plugin-Updates Firfox oder eines neuen Frontier-Features bloggen kann. Diese Effizienz-Steigerung ist zu begrüßen, weil man dann Zeit hat, noch zwei bis drei weitere Blogs mit genuinem Content zu füllen, der von anderen vorgegeben wird.

Einziger Nachteil von Payperpost.com: derzeit benötigt man eine amerikanische Steuernummer zur Teilnahme, was insbesondere die emerging contentproducing markets in Indien und China von diesem Zukunftsmarkt auszuschliessen droht. Hier ist letztendlich der Gesetzgeber gefordert, denn der freie Markt scheint hier nicht zu funktionieren.

Superdeutschlandvorfreu.de


Schon interessant, wenn man mittags vor einem Fussballspiel, das in einer anderen Stadt mehrere Stunden später stattfinden soll, massenweise euphorisierte Horden sieht, die “Suuuuuuuupäääär Deeeeutschlaaaaaaaand, Oooooleeeeeeeeeooooooleeeeeee” skandierend durch die Gegend wanken sieht. Man könnte fast meinen, gerade findet eine Fußball-WM statt oder so. Das passende Liedgut für den heutigen Tag könnte natürlich Udo Jürgens mit der deutschen Nationalmannschaft sein, die “Buenos Diaz Argentina” trällern, oder eben Don’t Cry for us, Argentina.

Google, CPA und nun Checkout

Vor ein paar Tagen habe ich über Google und CPA geschrieben und die Verlagerung von CPC zu CPA basierter Abrechnung der Werbemaßnahmen. Nun wurde Google Checkout veröffentlicht und das Bild wird noch klarer. Checkout ist nicht der lange angekündigte Paypal-Killer.

Mit Checkout startet Google einen Frontal-Angriff auf Amazon und Ebay, die zudem noch gute Kunden sind bei Google Adwords. Google bietet jedem Händler für 1$ Werbeumsatz kostenlose Transaktionen für bis zu $10 Umsatz an, womit Google sicherlich erreichen wird, dass viele Händler auf Checkout umschwenken werden. Damit hat Google dann massiv Daten über Produkte, deren Abverkauf sich im Web lohnt. Der große Unterschied zu Ebay und Amazon ist, dass Google dann letztendlich einen verteilten Marktplatz beherrscht, indem sowohl Werbung als auch die Abwicklung der Transaktion über Google laufen.

Interessanter Nebeneffekt bei Checkout (und natürlich auch bei Ebay): immer mehr Transaktionen gehen an den Banken vorbei und es wird quasi ein alternativer Markt für Transaktionen etabliert, der den bargeldlosen Zahlungsverkehr ganz dezent revolutioniert, ohne dass die etablierten Banken auch nur Ansatzweise etwas gegen den Verlust von Transaktionen tun können.

Google bedeutete schon immer Abverkauf, gut versteckt hinter der Idee “Don’t be evil” und einer Suchmaschine. Mit CPA und Checkout wird dieser Abverkauf für die Händler nun noch effektiver und damit für Google noch profitabler gestaltet werden.

Fahnenlos

Fluuppptzzonggggfrrrrrrrr machte es und im Rückspiegel sah ich noch, wie die kleine Flagge langsam zu Boden flatterte und dann von einem Touareg unachtsam überrollt wurde. Diese Fahnen eignen sich nicht für eine sportlich dynamische Fahrweise, sondern allenfalls für ein Autokorso.

PeopleAggregator

Marc Canter hat zu einer Pre-Version vom PeopleAggregator eingeladen und ich muss sagen, dass ich fasziniert bin. Ich bin faszniert, dass ich nix von dem, was überall angekündigt ist, auch nur halbwegs umsetzen kann. Die Idee hinter PeopleAggregator ist, dass man Communities mit einander verbinden können soll, was ich auf den ersten Blick durchaus praktisch finden könnte. Aber irgendwie macht PeopleAggregator auf mich eher den Eindruck eines recht hässlichen generischen Community-Clones, bei dem mir ziemlich jeglicher Ansatz von Stickyness fehlt. Den Meta-Krams finde ich nicht, nicht einmal ansatzweise. Dafür habe ich Ton Zylstra gefunden, der auch in so ziemlich jeder Community mit mir verknüpft ist, was an sich nichts schlimmes ist, mir aber wenig Zusatznutzen bietet.

Wahrscheinlich begreife ich irgendetwas nicht, aber derzeit sieht das ziemlich unspannend aus. Irgendwie hoffe ich auf Tomaten auf den Augen, denn das Konzept klingt nach mehr.