Ignorance is Bliss

Seit knapp einer Woche komme ich mit einer stark reduzierten Anzahl von Feeds in meinem Feedreader aus. Vieles hat mich dann doch nicht so sehr interessiert, etliches nur noch genervt. Viele Protagonisten der deutschsprachigen Blogosphäre haben sich auf Nabelschau, Hahnenkämpfe und Lynchmobblogging konzentriert, was mich auf Dauer nur noch ermüdet. Originärere Inhalte sehe ich immer weniger, dafür jede Menge Copy&Paste-Krams ohne viel Reflexion. Diese Feeds habe ich gekickt, dafür einige andere, spannendere Feeds hinzugenommen.

Wenn es nur noch darum geht, dass man mit seinen Artikelchen eine Welle macht, oder auf einer Welle mitschwimmt, dann finde ich es langweilig, und auf Dauer ermüdend. First-Post!-Getue brauche ich nicht, für einen irrsinnigen Signal/Noise-Ratio gucke ich mir dann lieber für einige Minütchen am Tag Twitter an.

Insofern sehe ich das Aufräumen meines Feedreaders als eine Art Frühjahrsputz an, der mich wenigstens dazu bringt, mal wieder etwas pseudoselbstreferentielles über die Blogosphäre zu schreiben. Angenehmerweise kommen ständig neue Blogs hinzu, so dass die gefühlte Leere in meinem Feedreader nicht ewig vorherrschen wird. Stürme im Wasserglas finde ich weiterhin uninteressant.

Morgen Metablocker-Blogsprechstunde

Dienstag, 5. Juni, in der Blogsprechstunde: Nico Lumma – und zwar von 16 bis 17 Uhr.

Fragen an mich kann man im Vorfeld stellen, aber ich habe als Vorbereitung auf diesen Chat gestern 10 Folgen Sabine Christiansen ohne Pause geguckt und weiss nun auch, wie ich Fragen beantworte ohne auch nur ansatzweise das Thema zu beachten.

Reboot 9.0


Okay, ich gebe es gleich mal zu: ich habe bislang ca. 30 Sekunden lang Vorträgen gelauscht. Ich war ca. 5 Minuten lang online. Ich habe in der Sonne gesessen und mit Leuten diskutiert, den ganzen Tag lang. Herrlich. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus Skandinavien und Deutschland, aber auch aus den USA und Südeuropa sind einige Leute gekommen. Ich habe viele richtig gute Gespräche genutzt, das Kontakthof-Feature stark genutzt und neue Leute kennengelernt.

Ausserdem gibt es hier auf der Reboot einen Babysitter, so dass unsere Kinder bespasst werden, meine Frau sich mit WLAN vergnügt und ich umherwandern und mit Leuten reden kann. Jetzt muss ich nur noch meine Frau davon überzeugen, dass nicht jede Konferenz so ist.

Zusammengefasst: ich bin, wie letztes Jahr auch, sehr angetan von der Reboot.