$530 für das Google Nexus One


DIe Techblogger-Szene der USA hat endlich ein Thema gefunden für die Zeit zwischen den Jahren: am 5. Januar wird wohl das Google Nexus One vorgestellt, ein Mobiltelefon, das man ohne jeglichen Mobilfunkvertrag erwerben kann. Irre. So etwas gibt es zwar im Rest der Welt schon länger, aber es freut mich, daß die Blogger jetzt schön etwas zum Schreiben haben.

Ich würde so ein Google Nexus One auch gerne mal nutzen, aber es wird dennoch nur ein Android Phone von HTC sein, wenn auch mit viel Google drauf.

[ via: Leaked Nexus One Documents: $530 Unlocked, $180 With T-Mobile – Nexus one – Gizmodo. ]

Avatar: viel 3D, wenig Story

Irgendwie habe ich es geschafft, den ganzen Rummel um Avatar ignoriert zu bekommen, war dann aber dennoch gestern abend im Kino, um mir den Streifen anzugucken. 3D-Kino klingt immer so nach Freizeitpark der 80er Jahre, wo man dann irgendeinen Film mit einer Achterbahnfahrt gesehen hat, für den man 30 Minuten anstehen musste und der dann 5 Minuten dauerte, aber alle waren begeistert. So auch gestern abend, als der Hinweis auf der Leinwand kam, dass man nun die 3D-Brillen aufsetzen müsse. Schon bei den in 3D gezeigten Trailer wurde mir klar, daß 3D-Filme etwas advancedter sein könnten als die zweiteilige Serie Wenn die Fernsehbilder plastisch werden, die 1982 im 3. Programm des NDR ausgestrahlt wurde und bei mir für null 3D-Erlebnis gesorgt hatte.

Nach den Trailern startete dann Avatar und die Bilder sind schon beeindruckend. Man fühlt sich oftmals hineingezogen und spürt eine viel größere Nähe als bei einem herkömmlichen Film. Aber nach ca. 30 Minuten war dieser Neuheits-Effekt verpufft und es wurde zunehmend klar, daß die extrem dünne Handlung, die Pocahontas komplex erscheinen lässt, nur der Rahmen ist für eine wilde 3D-Effekthascherei und eine ordentliche Baller-Orgie. Technisch gesehen ist Avatar sicherlich ein Meilenstein, aber das extrem plumpe Storytelling lässt dann doch einen faden Beigeschmack zurück. Mein Fazit direkt nach dem Film war daher auch: Avatar ist auch nur “der mit dem Wolf tanzt” mit anderen Mitteln.

Was erlauben ARD?

Das Jahr 2009 klingt aus mit dem Backlash der Printfetischisten, erst das Leistungsschutzrecht für Verlage und jetzt: iPhone-Anwendung: Staatsminister lehnt gratis “Tagesschau”-App ab . Weil angeblich neue Geschäftsmodelle privater Anbieter gefährdet seien, lehnt Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) die von der ARD geplante iPhone-App ab. Überraschen tut mich das nicht, aber glauben mag ich es dennoch nicht.

Ich habe sicherlich in diesem Jahr die Tagesschau keine fünf Mal um 20 Uhr gesehen, auch die Tagesthemen nicht, von der heute-Sendung um 19 Uhr oder dem heute-journal will ich gar nicht erst reden. Aber online gucke ich die Nachrichtensendungen, oder die für mich relevanten Teile, durchaus häufig, natürlich insbesondere dann, wenn mein soziales Umfeld Beiträge verlinkt. Eine iPhone-App würde durchaus dazu führen, daß ich meine Sehgewohnheiten in Richtung iPhone und damit einer mobilen Nutzung verlagern würde. Man könnte meinen, daß damit dem öffentlich-rechtlichen Anspruch einer Grundversorgung Rechnung getragen werden würde. Die Medienlandschaft hat sich verändert und die ARD tut gut daran, sich an die veränderten Rezeptionsgewohnheiten zu gewöhnen. Sicher, Verlage, die sich mittlerweile Medienhäuser nennen und ebenfalls im Bewegtbildsegment im Internet einen Teil ihrer Zukunft sehen, finden dies nicht so prickelnd, aber das sind nunmal die Marktbedingungen. Aus Sicht eines Gebührenzahlers finde ich, daß die ARD ihrem Auftrag nachkommen sollte, und dazu gehören mittlerweile sicherlich auch Apps, facebook-Präsenzen oder ähnliches.

Ich halte es allerdings für generell sinnvoll, über das Thema GEZ und öffentlich-rechtliche Grundversorgungen einmal ausführlicher zu diskutieren, denn die ständigen Versuche, die öffentlich-rechtlichen Sender bei der Verbreitung ihres Angebots über das Internet beschränken zu wollen, lassen darauf schließen, daß hier Klärungsbedarf besteht. Fernsehen wird sich noch mehr ins Internet bewegen, hier gesondert über mobile Anwendungen zu diskutieren, finde ich wenig zielführend. Die Lobby-Kanonen der Printbranche sind in Position gebracht für 2010 und die Union lässt sich mühelos von den ersten Salven beeindrucken.

Neue Flugsicherheitsrichtlinien?

Nach dem Zwischenfall an Bord einer Maschine der Delta Airlines von Amsterdam nach Detroit soll die TSA angeblich eine Verschärfung der Flugsicherheitsrichtlinien verfügt haben. Laut Charlene Li, die von Canada in die USA geflogen ist, sehen die neuen Richtlinien so aus:

New security rules for int’l flights into US. 1 bag, no electronics the ENTIRE flight, no getting up last hour of flight.

Na, das klingt mal wieder nach einer Maßnahme, die vor allem ein entschiedenes “wir tun was!” suggerieren soll, aber vor allem das Fliegen noch nerviger für alle Beteiligen machen wird. Was kommt als nächstes? Anschnallgurte, die man nicht mehr selber öffnen darf? Einchecken am Vorabend und Unterbringung in einer Quarantäne-Station?

Die TSA dreht weiterhin völig unrund und mit jeder neuen Maßnahme wird die persönliche Freiheit weiter eingeschränkt. Alles natürlich im Namen des Kampfes gegen den internationalen Terror.

[ via: New Plane Security Rules: No Electronics, No Getting Up Last Hour, 1 Bag ]