Es sind nicht die Specs, es ist die Kategorie

Seit gestern abend wird das iPad angeregt diskutiert. Es gibt viele Kritiker, die meinen, daß das iPad zu teuer sei im Vergleich zu einem Netbook, oder zum Kindle, oder daß eine Kamera fehle, oder ein Telefon, oder Multitasking, oder eine bessere Tastatur, oder oder oder.

Aber das Thema ist nicht, wieviel Features aus der Computer- oder Mobiltelefonie-Welt Apple in ein Tablet-Device hereingestopft bekommt, sondern wie Apple wie schon beim iPhone einfach eine neue Kategorie definiert und damit die Maßstäbe setzt.

Das iPad definiert eine ganz andere Mediennutzung, die sich viel mehr an Entertainment-Aspekten orientiert als an technischen Specs, die ein User Interface hat, die neue Möglichkeiten erlaubt, die auf einen App-Store zurückgreifen kann, die Casual Games ermöglicht genau so wie das Betrachten von Fotos oder Videos, ganz zu Schweigen von Email- und Web-Nutzung oder einem unkomplizierten Internetzugang, über den man nicht nachdenken muß, weil dieser im Gerät integriert ist.

Das iPad definiert eine neue Kategorie. Technische Specs sind so 20. Jahrhundert.

Oettingers unerträgliches Englisch

Mein Beileid gilt den Anwesenden, die während des Vortrags nicht einfach gehen konnten.

Die beginnende Implosion der sog. Linke

Populismus und Demagogie haben die WASG und die PDS zur Linke zusammengeschweisst. Nun hat Oskar Lafontaine sein Ziel erreicht und die SPD im letzten Bundestagswahlkampf erheblich geschwächt, woraufhin er sich jetzt in das Saarland zurückzieht. Während er dies tut, wird offensichtlich, wie zerstritten die Führung der Linke in Wirklichkeit ist. Erst wird André Brie gemobbt, dann Dietmar Bartsch öffentlich gemaßregelt, Lothar Bisky wird brüskiert und Gregor Gysi zieht die Strippen. Eine neue Führung soll her, bestehend aus den Komponenten Ost und West sowie Mann und Frau. Man sieht deutlich, wie wenig WASG und PDS zusammengewachsen sind.

Jetzt scheint das neue Führungsduo gefunden worden zu sein: Gesine Lötzsch und Klaus Ernst. Ostfrau aus der SED stammend und West-Mann mit SPD und Gewerkschaftshintergrund. Gemäß der Arithmetik der Partei sicherlich die ideale Besetzung.

Lötzsch und Ernst allerdings sollen eine Partei führen, die innerlich kaum zusammengewachsen ist, die in die zwei Lager der Fundamentalopposionellen und der Koalitionswilligen zersplittert ist. Beiden fehlt das Charisma der Leitwölfe Gysi und Lafontaine – sie werden die Implosion der Linke nicht aufhalten können. Zu sehr gärt es an allen Ecken, zu Zersplittert ist die Partei. Der Kampf um die Nachfolgeregelung Lafontaines in den letzten Wochen ist ein gutes Indiz für den innerparteilichen Umgang mit einander innerhalb der Linke. Das Abschneiden in NRW wird der Moment der Ernüchterung werden.

Die FDP ist natürlich unabhängig

In vielen Kommentaren kann man derzeit lesen, daß die Großspende an die FDP der Milliardärsfamilie Finck in Höhe von 1,1 mio €, dazu geführt haben könne, daß die Mehrwertsteuer für Hotelbetreiber gerade von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde. Das ist natürlich grober Unfug.

Die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelbetreiber führt natürlich dazu, daß unsere heimische Wirtschaft wieder mehr angekurbelt wird und sich Deutschland weniger abhängig von Exporten macht. Noch dazu wird sicherlich massivst die Kaufkraft im eigenen Land angekurbelt werden, schließlich heißt das Gesetz ja auch Wachstumsbeschleunigungsgesetz und alle Hotelbetreiber werden durch den abgesenkten Mehrwertsteuersatz nun die Übernachtungspreise entsprechend verringern. Die Idee, daß Hotelbetreiber hier an ihre eigene Marge auf Kosten der Kunden denken könnten, ist völlig absurd, wie solle denn das gehen, man ist doch für das Wohl des Kunden da.

Außerdem, eine Partei wie die FDP lässt sich durch offizielle Spenden in Höhe von 1,1 mio € überhaupt nicht beeindrucken, schließlich war die Partei beim Eintreiben von Spenden in der Vergangenheit immer sehr kreativ, was aber niemals nie Auswirkungen auf ihre Politik genommen haben kann, schließlich ist die FDP eine große liberale Partei, der Klientelpolitik schon immer nicht nur suspekt war, sondern die immer von ihr aufs Schärfste abgelehnt wurde.

Wochenrückblick I

Diese Woche war mein erklärtes Ziel eigentlich, die 50 km zu schaffen, aber irgendwie bin ich dann doch über 13 km am Stück nicht hinausgekommen. Das ist nicht weiter tragisch, denn bei diesem Wetter finde ich 45 km völlig in Ordnung. Praktischerweise halten meine Knie das Laufen bislang sehr gut aus, insofern freue ich mich auf die nächste Woche, auch wenn es schwieriger sein wird, Zeit zum Laufen zu finden. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit mir, wenn man bedenkt, daß ich erst nach Weihnachten wieder richtig angefangen habe und jetzt die 10 km bereits sehr locker laufen kann. 

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