Location-aware mobile Banner von Google

Mobile Werbung ist unter Umständen gerade ein großes Stück sinnvoller geworden, denn Google hat den Location-aware mobile Banner vorgestellt:

The ad appears as a banner text ad with a business icon that expands to show your business location on a Google map along with your ad creative, click-to-call phone number and option to get directions. Since ads can be served based on the user’s location, a potential customer will see the phone number and map of the store location that’s nearest to them.  By providing mobile consumers more options to connect with your business you can drive more traffic to your store, visits to your website or calls to your business.

User bekommen also Werbung, die auf Geschäfte in der Umgebung hinweisen kann, inklusive Hinweise, wie man das Geschäft finden kann. Das finde ich ungeheuer praktisch, vorrausgesetzt, das Geschäft interessiert mich auch. Laut Techcrunch sind die Clickraten bei diesem Verfahren auch ordentlich hoch:

Google says that mobile ads that offer a location generally see an average 8 percent increase in click-through rates over plain-vanilla mobile ads, and click-to-call mobile ads see a 6 percent increase in clicks.

GPS-basierte Werbung ist irgendwie naheliegend und kann sogar einen echten Mehrwert darstellen, aber dafür muß das Targeting stimmen. Nichts wäre nervtötender, als Werbung, die mich permanent auf Geschäfte in der Nähe hinweist, die mich nicht interessieren.

Neu: Fragen und Antworten bei Facebook

User stellen Fragen und andere User antworten. Nach diesem bewährten Modell funktionieren viele Plattformen im Netz und generieren pausenlos unique Content, den andere User dann wiederum über Google finden können. An der Vermarktung des Contents verdienen die Betreiber der Plattformen Geld. Und natürlich wird ein Mehrwert geliefert, denn Fragen werden beantwortet.

Facebook will sich dieses Prinzip jetzt auch zu Nutze machen und bietet jetzt den 500 mio Usern von Facebook an, Fragen zu stellen, die dann für alle sichtbar sind. Dafür wurde das Standard-Eingabefeld für Status Updates geopfert und stattdessen sind jetzt die Optionen “Upate Status”, “Ask Questions”, “Add Photos” und “Post Links” zu finden.

Für User bedeutet dies, daß sie noch einfacher Interaktionen mit anderen Usern erreichen, indem sie einfach Fragen stellen und dann potentiell 500 Millionen andere User auf diese Frage antworten lassen. Wenn man also gelangweilt ist und nicht weiss, was man als Status Update schreiben könnte, dann stellt man einfach eine Frage und hofft auf Antworten. Natürlich erhöht dies die Stickyness für die User der Plattformen und ganz nebenbei wird noch massiv Content generiert, der mit Topics von Facebook verknüpft wird, so daß eine Wissensbasis entsteht, die auf sozialen Interaktionen beruht.

Für Marken bedeutet dies, daß künftig viele Fragen aufploppen werden, mit denen sich die entsprechenden Marken auseinandersetzen sollten, auch wenn sie noch keine eigene Präsenz auf Facebook haben. Die Frage “Warum funktioniert xy bei Z” nicht, wird sicherlich häufig kommen, wie man bei Plattformen wie Get Satisfaction eindrucksvoll gesehen hat. Nur dieses Mal bekommen alle Freunde und potentiell der Rest von Facebook diese Fragen mit.

Noch allerdings funktioniert das Frage-Antwort-Spiel bei Facebook noch nicht so toll, denn auf die vorgeschlagenen Themen werden keinerlei Fragen eingeblendet, obwohl eigentlich bereits welche vorhanden sein sollten. Die vorgesehene Rubrik “Trending Topics” wirkt so noch ein wenig seltsam, aber das wird sicherlich noch.

Millionentausch mit Christoph Metzelder

Meine Kollegen Marcin Baba und Roman Jonsson von Scholz & Friends haben vor ein paar Wochen für die Stiftung Hänsel + Gretel die Plattform Millionentausch gestartet – mit der Idee, durch das simple Tauschen von Gegenständen irgendwann auf den Betrag von € 1 Mio als Spende für die Stiftung Hänsel + Gretel zu kommen.

Der letzte Gegenstand, der zum Tausch stand, war eine Flip-Cam. Die hat sich Christoph Metzelder von Schalke 04 jetzt durch einen beherzten Tauschvorgang gesichert.

Christoph Metzelder hat sein Trikot von Real Madrid, unterschrieben von Stars wie Raúl, van der Vaart, Kaká, Christiano Ronaldo und natürlich von ihm selber, als Tauschobjekt zur Verfügung gestellt. Was bietet ihr dafür?

[ via: Christoph Metzelder tauscht sein letztes Hemd. | Millionentausch ]

Hamburger CDU und das Trauerspiel im Senat

Nach dem angekündigten Rücktritt von Ole von Beust befindet sich der Hamburger Senat in einer Phase der Selbstauflösung. Kultursenatorin Karin von Welck hat ihren Rücktritt eingereicht, ebenso wie der Chef der Staatskanzlei, Volkmar Schön. Wirtschaftssenator Axel Gedaschko hat jetzt angekündigt, sein Amt ebenfalls aufzugeben und in die Wirtschaft zu wechseln. Finanzsenator Michael Freytag war sicherheitshalber bereits im Frühjahr zurückgetreten und hat sich gleichzeitig von seinem Amt als CDU-Landesvorsitzender zurückgezogen.

Es bleiben also noch die Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach, Sozialsenator Dietrich Wersich und der Finanzsenator Carsten Frigge auf Seiten der CDU übrig. Gegen Frigge wird schon länger wegen illegaler Parteienfinanzierung ermittelt und Gundelach ist auch nicht gerade wegen erfolgreicher Politik aufgefallen. Wersich hat gerade erst einmal die Kita-Gebühren massiv erhöht und damit ebenfalls durchblicken lassen, daß er das Thema Wachsen mit Weitsicht als Motto für die Stadt Hamburg nicht im Ansatz verstanden hat.

Jetzt berichtet die Mopo, daß Innensenator Christoph Ahlhaus Gastmitglied einer schlagenden Verbindung in seiner Heimatstadt Heidelberg war. Ahlhaus will sich für die anstehende Wahl zum Bürgermeister als liberal und weltoffen präsentieren, aber als Mitglied einer schlagenden Verbindung zeigt er deutlich, daß er dies eben gerade nicht ist.

Die Hamburger CDU steht nach den Rücktritten von Michael Freytag und Ole von Beust vor einem Scherbenhaufen, denn die zweite und dritte Garde erfüllt nicht ansatzweise die Ansprüche, die Hamburg an seine Senatoren stellt. Beim Koalitionspartner GAL wird man sich mittlerweile erstaunt die Augen reiben und sich fragen, was aus der vermeintlichen schwarz-grünen Herrlichkeit geworden ist. Für die GAL sollte es unmöglich sein, mit Politikern wie Ahlhaus und Frigge eine Koalition zu schmieden, aber sicherlich wird die Neigung zum Machterhalt bei der GAL stärker ausgeprägt sein als das Beharren auf den Idealen grün-alternativer Politik. Für die CDU wird es Zeit, das Versagen einzugestehen und Neuwahlen im Interesse Hamburgs vorzuschlagen, so wie es eine Mehrheit der Hamburger mittlerweile fordert.

Facebook Like Button mit Kommentarfunktion


Auf dem Facebook Developer Blog wurde gerade angekündigt, daß es neue Funktionen für den Like Button geben wird. Der Like Button ist mittlerweile auf vielen Portalen zu finden, daher macht jetzt dieses kleine Feature-Update durchaus Sinn, schliesslich wird mehr Kontext zum Like Button hinzugefügt. Die Implementierung erlaubt allerdings weiterhin einen einfachen Click auf den Like Button und dürfte daher die User nicht vor allzu große Hürden stellen.