Prost Neujahr!

Lasst es krachen!

Die Passagier-Risikogruppen an sich

Deutsche Flughäfen wollen Passagiere in Risikogruppen einteilen – als Vielflieger begrüße ich das durchaus:

Die deutschen Flughäfen erwägen im Anti-Terror-Kampf die Einführung des sogenannten Profiling nach israelischem Vorbild. Dabei werden die Passagiere je nach Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft und anderen Kriterien in Risikogruppen unterteilt und unterschiedlich scharf kontrolliert.
"Auf diese Weise können die Kontrollsysteme zum Wohle aller Beteiligten effektiver eingesetzt werden", sagte der designierte Präsident des Deutschen Flughafenverbands (ADV), Christoph Blume […]

Ich unterstütze diese Forderung nachdrücklich und schlage daher folgende Einteilung in Risikogruppen vor:
– Familien mit kleinen Kindern: halten jede Schlange auf, haben grundsätzlich den halben Hausstand als Handgepäck dabei, sollten sofort eine Extra-Schlange zugewiesen bekommen, da Milchfläschchen, Cremes, Windeln, Kinderkarren und sonstiges Geraffel alles aufhalten.
– Ehefrauen gut-betuchter Männer: denken, ihnen gehört der Flughafen, regen sich maßlos auf, wenn die Jumbo-Flasche Parfüm nicht im Handgepäck mit an Board genommen werden darf, riechen drei Meilen gegen den Wind nach Parfüm und tragen massiv Kluncker, sind eine massive Gefahr für den guten Geschmack.
– Urlaubsreisende aus der Provinz: sind 4 Stunden vor Abflug am Flughafen angekommen, stehen im Weg rum, gucken sich alles ganz genau an, fragen jeden nach dem Weg und ob die Anzeige auf dem Display wirklich stimmt, dabei tragen sie 7/8-Hosen und Sandalen mitsamt weißen Socken, sollten zügig außer Landes gebracht werden, auch wenn dies peinlich ist für andere Deutsche im Ausland.
– Billigfliegerpassagiere in der Fast-Lane: freuen sich wie Bolle, daß sie in der Schlange für die Businessreisenden sind, halten alles auf, weil sie vergessen, den Laptop auszupacken, weil sie vergessen, die Münzen aus der Hosentasche zu nehmen, weil sie vergessen, das Portemonnaie aus der Hosentasche zu nehmen und dann auch noch verpeilen, daß sie ihre Jacke auch aufs Band legen müßen. Sollten sofort an das Ende der längsten Schlange verfrachtet werden, bevor sie versuchen, auch noch ihre Thermoskannen mit Kaffee durch die Security zu bekommen.

Mit diesem Profiling wird für alle Reisenden das Prozedere am Security-Check leichter sein.

Frohe Weihnachten!

4 days to go!

Früher nannten wir es Winter

Ich kann es nicht mehr hören. Sobald in Norddeutschland mehr als eine Flocke Schnee fällt, drehen alle unrund und fangen an, irgendetwas vom Schneechaos zu faseln. Auch wenn dieses Posting jetzt ein wenig nach “Opa erzählt vom Krieg” klingt, ich erinnere mich wie Wolfgang noch gut an den Winter 1978/79, da hatten wir richtig Schnee und zwar ordentlich. In unserem Ort wurde ein Fahrverbot verhängt und alles war eingeschneit, für uns Kinder war es herrlich.

Mittlerweile hatten wir etliche sehr milde Winter nahezu ohne Schnee und jetzt wird immer gleich so getan, als ob wir im Chaos versinken würden, nur weil bis zu 20 cm Neuschnee erwartet werden. Das Abendblatt wollte dann gestern live dabei sein und aus dem Katastrophengebiet berichten: +++DER LIVETICKER ZUM SCHNEECHAOS+++. Panikmache pur, vielleicht steigert das ja die Auflage. Auch Christoph Ahlhaus gibt sicherlich insgeheim die letzte Hoffnung nicht auf, daß er als Bürgermeister die eingeschneiten Hamburger aus einer riesigen Schneewehe freibuddeln wird, um doch noch die Wahlen zu gewinnen. Das wird nicht passieren. Wir reden hier über maximal 20cm, nicht über 1,50m oder ähnliches. Wir haben leichte Minusgrade und etwas Schneefall. Aufregend ist das ehrlich gesagt überhaupt nicht, sondern naheliegend in den Monaten Dezember bis März.

Vermutlich würden die Reportagen aus dem Schneegebiet Norddeutschland in anderen Breitengraden als Satire durchgehen, so absurd sind die Meldungen oftmals. Es scheint, dass der gesunde Menschenverstand aussetzt, sobald eine Schneeflocke sich auf den Weg macht. Natürlich muß man vorsichtiger fahren, natürlich bekommt man vielleicht mal kalte Füße, manchmal ist es rutschig, dafür ist es ja auch Winter. Ich kann auch nicht nachvollziehen, daß bei diesen Witterungsverhältnissen Flughäfen geschlossen werden müssen oder die bahn nicht fährt. Es gibt Wetterberichte, die helfen eigentlich recht gut beim Antizipieren von Witterungsverhältnissen.

Wir haben kein Schneechaos, keine Schneekatastrophe, wir haben Winter. Geht Rodeln.

CityVille – Städtebau leichtgemacht

CityVille von Zynga ist vorgestern in einer Beta-Version an den Start gegangen. CityVille ist ein Spiel, das auf Facebook gespielt wird und das tief im Spielprinzip das Involvieren der Freunde verankert hat. Bei einigen Aufgaben kommt man nicht weiter, ohne seine Freunde anzuquatschen, oder eine wertvolle Spielwährung einzusetzen, die man dann auch Nachkaufen kann.

Das Spiel erinnert an Sim City 2000 mit etwas Farmville und einem Hauch Railroad Tycoon. Der Spieler kümmert sich um seine Stadt, sorgt für Wohnhäuser und Geschäfte, muß aber auch etwas Landwirtschaft betreiben, um die Geschäfte mit Rohstoffen zu versorgen, oder um per Zug, und später per Schiff, Handel betreiben zu können. Interessanterweise kann man nicht nur, wie von Farmville oder Frontierville bekannt, bei seinen Nachbarn aushelfen, sondern man kann dort auch eine Franchise eröffnen und dadurch seine Einnahmeseite verbessern. Die Bedienung ist einfacher geworden als noch bei Frontierville, man spart sich einige Clicks, die sonst auf Dauer genervt haben, zum Beispiel beim Säen oder Ernten. Ausserdem hat man keinen eigenen Avatar mehr, der langwierig durch das Spiel wandert und alles aufhält.

CityVille eignet sich hervorragend für eine mobile Version und ich bin gespannt, wann diese kommt. Bis dahin benötige ich noch eifrig Nachbarn, also schickt mir eifrig Einladungen.

Jetzt den CityVille Guide lesen!