Leistungsschutzrecht stoppen!

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D64 logoWir wissen alle, dass das geplante Leistungsschutzrecht purer Blödsinn ist. Die Koalition weiss es, die Opposition weiss es, alle wissen es, aber das Gesetz wird kommen, weil die Verlegerlobby es so will und die Politik Angst vor einem Wahlkampf hat, wenn sie jetzt gegen die Interessen der Verlage vorgeht. So geht Politik, Christoph Keese hat das eindrucksvoll bewiesen und führt nun gemeinsam mit Hubert Burda vor, wie die Verlage Einfluß auf die Politik nehmen können mit einem Gesetz, das niemandem helfen wird, auch den Verlagen nicht.

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Das Leistungsschutzrecht kann nur der Anfang sein!

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Ich habe mich noch einmal mit dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage auseinandergesetzt und die Argumente der Verleger etwas länger reflektiert.

Ich glaube, dass Christoph Keese und die Verlagsverbände zu kurz springen, wenn sie nur ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage fordern und dabei das Internet im Blick haben. Das Thema muss man weiter denken und nicht nur Geld dafür verlangen, dass jemand über ein Snippet auf eine Verlagsseite verlinkt und somit dem Verlag Nutzer zuführt, die dieser monetarisieren kann. Die Verlage entwickeln sich zu Medienhäusern, die mehr sind als nur Schreibstuben mit angeschlossenen Druckereien und neuerdings auch Internet.

Daher ist meine ganz klare Empfehlung, beim Leistungsschutzrecht für Presseverlage nicht beim Internet aufzuhören, sondern ruhig mal etwas über den Tellerrand hinauszudenken.

Hier einige Vorschläge für Christoph Keese, um noch konsequenter den Verlagen Geld zuzuführen, das ihnen nach ihrem Selbstverständnis sicherlich zustünde:

– Eine konsequente Zweitverwendung der Inhalte setzt natürlich voraus, das gezahlt wird. Hier gilt es, die Kostenloskultur bei Printprodukten einzudämmen. Fischverkäufer sollten daher eine Presse-Umlage zahlen, wenn sie nachhaltig handeln und Printprodukte ihren Kunden aushändigen.

tumblr_lvs59cRg9v1qe24sg– Städte und Kommunen profitieren nicht unerheblich von einem bislang kostenpflichtigen Informationsangebot, das die Bürger wie selbstverständlich kostenlos wahrnehmen. Für jeden gut sichtbaren BILD-Aufsteller auf dem Bürgersteig sollte künftig eine Abgabe gezahlt werden basierend auf einem Schlüssel, der sich aus der Anzahl der Einwohner in Korrelation zu den Abonnenten errechnet, da man so ausgleichen kann, dass viele zukünftige Konsumenten bislang nur gucken, aber nicht kaufen. Der Bürgersteig darf kein rechtsfreier Raum bleiben!

– Es ist in Deutschland selbstverständlich, dass Unternehmen GEZ bezahlen, aber die Mehrfachnutzung der BILD-Zeitung in der Frühstückspause kommt zwar direkt dem Unternehmen und der Volksbildung der Mitarbeiter zu Gute, ohne aber dass hier die Verlage für die Bereitstellung der journalistischen Inhalte angemessen entlohnt werden. Hier sehe ich noch jede Menge Potential. Gutes Geld für gute Inhalte!

– Seit dem Cluetrain Manifesto wissen wir alle, dass Märkte Gespräche sind. Daher kann es nicht angehen, dass sich Leute über Zeitungsinhalte unterhalten. Dadurch entgehen den Verlegern Einnahmen, die für die Wahrung der Meinungspluralität unerlässlich sind. Jedes Gespräch führt dazu, dass weniger Zeitungen gekauft wurden, weil die Inhalte bereits bekannt sind. Hier gilt es, die Abwärtsspierale zu durchbrechen und neben der Kirchensteuer eine Meinungspluralitätssteuer zu erheben, die ausschliesslich Presseverlage zu Gute kommt.

Ich bin mir sehr sicher, dass Christoph Keese und die Verlagsbranche erst am Anfang ihrer Überlegungen sind, wie man neuartige Monetarisierungskonzepte für Presseverlage umsetzen kann, ohne dass sich für die Verlage irgendetwas ändern muss. Wie sonst sollte es auch vorangehen in Deutschland, wenn nicht so?

Der Email-Wahnsinn über alles

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handelsblattemailwahnsinnDas Handelsblatt hat heute mit der Schlagzeile “Der Email-Wahnsinn” aufgemacht (das weiss ich nur, weil ich frühmorgens im Bahnhofskiosk stand) und reisst den Artikel wie folgt an:

Täglich werden im Geschäftsverkehr weltweit 89 Milliarden Emails verschickt.Um die Überflutung einzudämmen, greifen Firmen zu Gegenmaßnahmen. VW, Telekom und Daimler schränken den Mail-Verkehr von Mitarbeitern drastisch ein.

Ich glaube ja, dass das Problem der Email-Flut in großen Unternehmen doppelt hausgemacht ist. Auf der technische Ebene werden oftmals weitverbreitete, aber mediokre Produkte eingesetzt, die versuchen, Nutzer ein Verhalten aufzudrücken, das zur Philosophie des Produktes passt, aber nicht unbedingt zur Arbeitsweise der Nutzer. Hinzu kommen die Klassiker wie AW:, die immer noch das Threading von Emails durcheinanderbringen und allgemein Chaos bei der Kommunikation auslösen. Aber auch murksige Kalendertools, übereifrige Projektplan-Alerts oder Verpeiltheit der Nutzer (“wo war noch mal das Meeting?”, “wie ist Deine Telefonnummer?”, “wer bin ich und wenn ja wie viele?”, “in welchem Meeting bist du so?”) sorgen immer wieder für vermeidbare Emails.

Die andere Ebene ist die weit verbreitete Cover your Ass Mentatlität in großen Unternehmen. Man schreibt immer Emails an alle, die man kennt, dann wissen auch alle, dass man gerade etwas arbeitet. So macht der einzelne Mitarbeiter nichts falsch und kann immer sagen “ich habe Sie doch informiert!”, sollte es mal zu Schwierigkeiten im Projekt kommen. Andersherum bestehen Vorgesetzte gerne darauf, immer ins cc: genommen zu werden, damit sie stets informiert sind. Was für ein Unfug. Die einen schreiben Emails, um zu zeigen, dass sie produktiv sind und die anderen wollen die Emails haben, um zu zeigen, dass sie alles im Blick haben. Im Endeffekt schreiben sich alle fleissig überflüssige Emails und wissen nicht mehr, wie sie das Relevante herausfiltern sollen. Folgerichtig werden die Emails ignoriert, die eigentlich hätten gelesen werden sollen, oder man wühlt sich stundenlang durch einen Thread, nur um festzustellen, dass die relevante Info irgendwo im AW:-Nebenthread gelandet ist.

Die Lösung: fasse dich kurz, aktualisiere Deine Tools, schicke nur unvermeidbare Emails. Leichter gesagt als getan, oftmals haben die Mitarbeiter keine Wahl, bei dem Zirkus mitzumachen.

Aber es gibt noch eine dritte Ebene, nämlich die der Erwartungshaltung an die Mitarbeiter, länger als zu den normalen Arbeitszeiten erreichbar zu sein, weil mittlerweile flexiblere Arbeitszeitmodelle möglich sind. Da trifft dann oftmals eine gewisse Erwartung auf einen Hang zur Selbstausbeutung und schon wird beim Abendessen dienstlich gemailt. Ich glaube, dass im Kern die spürbare Überlastung durch Emails auch daher kommt, dass man sich immer mehr von einer Welle von Emails durch den Tag treiben lässt und meint, man kann ja noch mal schnell antworten. Schwupps, ist der nötige Entspannungsmoment dahin und man ist wieder im Arbeitsmodus. Klar, wir lieben alle unsere Arbeit, aber wenn man nicht mehr abschalten kann, dann geht das zu Lasten unserer Produktivität und vor allem unserer Produktivität. Nur, wie wir damit umgehen, das haben wir noch nicht in der passenden gesellschaftlichen Breite diskutiert. Ich habe für mich erst einmal technische Möglichkeiten eingesetzt, um nicht dauernd am iPhone zu hängen und zu mailen. Jaja, lacht nur, aber es könnte echt noch schlimmer sein bei mir, als es aktuell ist. Ich lasse durch Sanebox alles wegfiltern, was nicht relevant ist. Und sicherlich noch etliches, was relevant sein könnte, aber es nicht durch die Filter schafft. Ausserdem habe ich beim iPhone den “Nicht stören”-Modus aktiviert, der ab einer bestimmten Uhrzeit alle Anrufe wegblockt von Leuten, die nicht auf meiner Favoritenliste stehen.

Und, klappt das? Haha, nein, wie ein Drogensüchtiger auf Turkey checke ich trotzdem das letzte Mal vorm Licht ausmachen und das erste Mal sofort nach dem Aufwachen meine Mails. Und ich antworte auch weiterhin auf viel zu viele Mails viel zu schnell. Wenn ich mal kein Netz habe, werde ich unausstehlich und drücke noch öfter auf den Reload-Button oder starte Geräte neu. Aber ich weiss, dass ich jederzeit damit aufhören könnte. Wirklich.

D64 – jetzt bald mit noch mehr digitalem Fortschritt

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Ich hätte es wissen müssen. Als ich vor zwei Jahren mit Lars Klingbeil (MdB) und seinem Mitarbeiter Steffen Meyer für drei Tage in Washington, D.C. war, hätte ich wissen müssen, dass dies Arbeit nach sich ziehen wird. Zu sehr geflasht waren wir von der Art und Weise, wie dort Think Tanks Ideen entwickeln, politische Positionen formulieren und diese dann im Politikbetrieb verankern. Besonders beeindruckt hat uns das Center for American Progress, das nicht nur eigene Positionen erarbeitet, sondern mit einem Stab von 20 Bloggern auch täglich sehr viele Inhalte publiziert, sich dabei aber auch kritische Positionen gegenüber der Obama Administration erlaubt. Das Modell fanden wir sehr smart, aber uns war klar, dass die finanziellen Mittel für so eine Einrichtung in Deutschland kaum verfügbar sein würden.

D64 logoNach einigen Gesprächen haben wir dann vor knapp einem Jahr den Verein D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt gegründet und sind mit viel Elan gestartet, haben erst Mal munter die Vorratsdatenspeicherungspläne der SPD abgelehnt, das Leistungsschutzrecht als überflüssig erachtet, ein Whitepaper zur digitalen Lehrmittelfreiheit verfasst, viele Hintergrundgespräche im politischen Berlin geführt, eine Aktionsseite gegen das Leistungsschutzrecht inklusive speziellem URL-Shortener bzw. WordPress-Plugin gestartet und uns kritisch mit der geplanten Abschaffung des Schachtelprivilegs auseinandergesetzt. Aber ehrlich gesagt haben wir auch gemerkt, dass wir es völlig überschätzt haben, wie man einen politischen Verein mit 200 Mitgliedern vor allem online stattfinden lassen kann. Das Thema Online Deliberation beschäftigt mich bereits seit Mitte der 90er Jahre, aber ich kann nicht behaupten, dass wir schon die richtigen Tools und Verfahren gefunden haben, um den Ansprüchen der Mitglieder auch nur Ansatzweise gerecht zu werden. Irgendwann Mitte des Jahres wurde das mit dem Elan immer schwieriger und wir haben uns entschlossen, als Gründungsvorstand zurückzutreten, um nach der Wahl durch die Mitgliederversammlung mit einem neuen, von einer Mitgliederversammlung legitimierten Vorstand durchstarten zu können.

2013 wird ein wichtiges Jahr für die Netzpolitik in Deutschland und wir wollen natürlich unsere eigenen Akzente setzen. D64 hat eine Nähe zur SPD, aber wir versuchen stets, eine Äquidistanz zur SPD und zur Politik allgemein, aber auch zur digitalen Wirtschaft genauso wie zu Kunst und Kultur oder zu dem, was man gemeinhin als Netz-Szene bezeichnet, zu wahren. Die Vielzahl der Mitglieder unseres Vereins ermöglicht genau dieses, denn die Mitgliederstruktur ist ordentlich heterogen und die Mitglieder sind über das ganze Land verteilt. Der neue Vorstand von D64 spiegelt dies auch halbwegs wieder, denn Valentina Kerst (Köln) und ich (Hamburg) bilden die Doppelspitze, hinzu kommen Teresa Bücker (Berlin), Ralf Scharnhorst (Hamburg) und Alexander Hauser (Berlin).

Wir wollen jetzt versuchen, uns besser über digitale Kanäle zu organisieren und auch Präsenz zu zeigen. Das wird spannend werden, denn es müssen viele Themen gemeinsam erarbeitet werden, die uns alle umtreiben: Digitale Arbeit, Urheberrecht, Freiwilliges Digitales Jahr, Digitale Lehrmittelfreiheit, um nur einige zu nennen. Ziel wird es immer bleiben, den digitalen Fortschritt zu definieren und voranzutreiben. Dies können wir nur erreichen, wenn wir ein Mitglieder-starker Verein bleiben, bzw. für noch mehr Mitglieder attraktiv werden. Im Mission Statement von D64 steht:

Die Digitalisierung schreitet voran und verändert unsere Gesellschaft fundamental.
Die Veränderungen wirken auf alle Lebensbereiche. Diese Dynamik erfordert auch politische Veränderungen – hinsichtlich inhaltlicher Positionierung, politischer Strukturen und der Nachvollziehbarkeit politischer Prozesse.

D64 hat sich zum Ziel gesetzt, diese Entwicklung aktiv, konstruktiv und kreativ mitzugestalten. D64 versteht sich als progressiver Think Tank, der über das reine Nachdenken hinaus auch politische Veränderungen erreichen will. Als Kompass für die inhaltliche Ausrichtung fungieren dabei die Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, die es vor dem Hintergrund der Digitalisierung zu aktualisieren gilt.

Jetzt mal abgesehen davon, dass Scott Adams natürlich Recht hat, leite ich aus diese Mission Statement auch einen gewissen Anspruch ab und will dazu beitragen, dass über D64 Ideen entwickelt werden, die progressiv unsere Gesellschaft insbesondere im digitalen Bereich voranbringen.

Ich würde mich freuen, wenn noch mehr interessierte Bürgerinnen und Bürger bei D64 Mitglied werden und wenn auch gleich alle munter den D64-Ticker abonnieren, mit dem wir täglich über Netzpolitik und die digitale Gesellschaft informieren.

Die besten Adventskalender 2012 für Erwachsene

Whisky Adventskalender

Nachdem ich einige Wochen lang immer wieder neue Adventskalender auf Adventskalender-2012.de zusammengestellt habe, kommt hier jetzt die Übersicht der besten Adventskalender für Erwachsene:

Whisky Adventskalender
Whisky Adventskalender

Wein Adventskalender
Wein-Adventskalender

DVD Adventskalender
DVD Adventskalender

Lindt & Sprüngli Adventskalender Weihnachtszauber
Lindt & Sprüngli Adventskalender

Conrad Elektronik-Adventskalender
Conrad Elektronik Adventskalender

Ciaté Mini Mani Adventskalender
Ciate Mini Mani Adventskalender

Best Body Nutrition Riegel Adventskalender
Best Body Nutrition Adventskalender

Niederegger Adventskalender Motiv Weihnachtsmarkt
Niederegger Adventskalender Motiv Weihnachtsmarkt

Ginvent Calender
Gin Adventskalender

Sonnentor Tee Adventskalender
Sonnentor Tee Adventskalender

Noch mehr Adventskalender für Erwachsene gibt es bei Adventskalender-2012.de.