Frohes Fest!

Frohes Fest!

Seid besinnlich und lasst Euch ordentlich beschenken!

Google Nexus 7 vs Kindle Fire HD

Nachdem ich des Öfteren gefragt, warum ich sowohl ein Google Nexus 7 als auch ein Kindle Fire HD nutze, wo doch beide Tablets denselben Formfaktor haben und auch preislich recht gleich sind, dachte ich mir, ich schreibe das mal auf.

Google Nexus 7Ich glaube, der wesentliche Unterschied bei beiden Geräten liegt an den jeweiligen Ökosystemen, die zu den Tablets gehören. Auf dem Google Nexus 7 ist ein “reines” Android vorhanden, mit all den Vor- und Nachteilen der Flexibilität des Systems, während auf dem Kindle Fire HD ein abgespecktes Android zum Zuge kommt.

Im Google Play Store finden sich zwar tonnenweise Apps, aber bei Musik und Videos sieht es nicht ganz so prall aus. Dafür funktioniert natürlich die Nutzung von Gmail, Google Drive, Google+ und anderen Dienste aus dem Google-Universum ganz hervorragend. Der Browser Chrome ist super, da kann man nicht meckern, auch bei der Nutzung auf dem Tablet nicht. Youtube ist natürlich vorhanden, ebenso wie alle Klassiker des Google Play Stores.

Kindle Fire HD

Anders sieht es auf dem Kindle aus. Hier gibt es nur vergleichsweise wenig Apps, dafür aber ein ordentliches Musik-Angebot und mit Lovefilm auch die Möglichkeit, für 6,99€ im Monat unlimitiert viele Videos gucken zu können. Noch dazu bietet das Kindle Fire HD einen Micro-HDMI-Ausgang, um direkt die Videos am Fernseher gucken zu können. Natürlich kann man auf dem Kindle Fire HD auch die Kindle eBooks lesen, was über die Kindle App natürlich auch auf dem Google Nexus 7 wunderbar klappt. Ganz fürchterlich ist der Amazon Browser, genannt Silk, der eigentlich durch supersmartes Caching für schnelleres Browsen sorgen sollte, in der Praxis aber schnarchend lahm ist. Überhaupt wirkt das Amazon Kindle Fire HD eher wie der digitale Eingang zur Amazon Shoppingwelt, man soll vor allem Inhalte konsumieren, die vorher bei Amazon gekauft wurden. Richtig genervt bin ich beim Kindle Fire HD allerdings von der Lage der Lautstärke-Buttons und des Ein-/Ausschaltknopfes. Die finde ich nämlich nie auf Anhiebt und komme mir immer vor wie der letzte Computer-Illiterate, der zu doof ist, das Tablet anzuknipsen.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass das Amazon Kindle Fire HD ein tolles Entertainment-Device ist, was durchaus zu mehr Einkäufen bei Amazon führen wird. Das Google Nexus 7 ist flexibler, aber eben nicht idiotensicher. Empfehlen kann ich beide, man sollte sich nur über die möglichen Anwendungsszenarien im Klaren sein. Die Größe finde ich persönlich super, denn 7 Zoll ist weit mehr als ein Smartphone bieten kann, aber es ist auch nicht so klobig wie ein normales iPad. Bei uns zuhause ist das Google Nexus 7 nur noch “das Tablet” und wird am Häufigsten genutzt.

Weihnachten: Top 10 Gadgets

Aus der Kategorie “Wünsch Dir was!” kommen hier meine Top 10 Gadget Empfehlungen für das Weihnachtsfest, zum verschenken oder selber kaufen.

Apple iPhone 5

Apple iPhone 5

XBOX 360 Star Wars Limited Edition mitsamt Kinect sensor und Kinect Star Wars
XBOX 360 Star Wars

Makerbot Replicator 2

Makerbot Replicator 2

LaCie Rugged Thunderbolt
LaCie Rugged Thunderbolt

Google Nexus 7
Google Nexus 7
Kindle Paperwhite
Kindle Paperwhite

AppleTV
Apple TV

Lytro
Lytro

Kindle Fire HD
Kindle Fire HD

Dyson DC35
Dyson DC35

Wie sehen Eure Gadget-Tipps aus?

Nokia Lumia 920 Smartphone – Testbericht

nokia lumia 920

nokia lumia 920Im Hause Nokia betreibt man offensichtlich sehr gutes Social Media Monitoring, denn nachdem ich neulich das Video vom Nokia Designchef Marko Ahtisaari gepostet hatte und meinte, dass das Nokia Lumia 920 interessant sei, wurde ich umgehend kontaktiert, ob ich das Nokia Lumia 920 Smartphone auch mal testen wollen würde. Klar wollte ich.

Auf mobiFlip gibt es einen laaangen Testbericht zum Nokia Lumia 920, ich beschränke mich auf einige, für mich jedoch wesentliche Eindrücke.

Das Nokia Lumia 920 ist wirklich schön grellgelb, liegt sehr schön in der Hand, hat nette runde Kanten, die wirklich der Hand schmeicheln, wirkt robust und solide verarbeitet. Die Kamera ist toll, macht gute Bilder, auch da gibt es keinen Anlass zur Kritik. Das Nokia Lumia 920 ist wirklich ein tolles Stück Hardware, das wirkt alles perfekt durchdacht und aufeinander abgestimmt.

Das Problem des Nokia Lumia 920 ist die Software. Ich wollte mich wirklich unvoreingenommen Windows Phone nähern, aber ganz ehrlich, das habe ich nicht lange durchgehalten. Ich war begeistert, als ich sah, dass ich einfach so meinen Gmail-Account hinzufügen kann und dachte “wow, don’t be evil, es geht doch!”, zumal die Integration von Mail, Kontakten und Kalender absolut reibungslos verlief. Ich war angenehm überrascht und wollte dies gleich twittern. Haha. Gleich twittern, das geht natürlich nicht, denn dafür benötigt man ein Microsoft-Account, verknüpft dies mit dem Smartphone und kann dann darüber eine Verknüpfung mit Twitter oder Facebook machen, wobei man dann eben Microsoft bei der Authentifizierung am jeweiligen Dienst auch gleich umfangreiche Rechte einräumt. Das finde ich murkisg und überflüssig, ein direkter Client für Twitter oder Facebook hätte es auch getan. Die Kachel-Ansicht ist nicht so meine Sache, aber das ist Geschmackssache. Generell finde ich allerdings Windows Phone im Vergleich zu Android oder iOS zu umständlich und zu gewollt innovativ. Die Integration der Facebook und Twitter Updates bei den Kontakten, dann aber ohne Avatarbildchen ist für mich so ein Beispiel. Tolle Idee, aber lieblos umgesetzt. Ein eigenes Status-Update kann man dann allerdings aus der Ansicht heraus nicht posten, sondern muss eine andere Kachel mit der Bezeichnung “Ich” anclicken. Das ist umständlich, um es freundlich auszudrücken. Und so geht es munter weiter, man fragt sich zu oft, was das soll und ob da nicht einfach irgendwas passend gemacht wurde aus der Microsoft-Welt, was auf einem mobilen Endgerät wenig Sinn macht.

Das Nokia Lumia 920 wäre eine absolute Kaufempfehlung, wenn Android auf dem Gerät laufen würde. So ist es leider tolle Hardware mit einem suboptimalen Betriebssystem.

Twitter Foto-Filter: stumpfer geht es nicht

Twitter Foto FiltersAch ja, Twitter, wann entdeckst Du eigentlich, was der Kern von Twitter ist und was Twitter gut kann? Mit jedem Update wird deutlich, daß Twitter immer mehr zu Facebook werden will, es aber nicht kann. Man sieht es deutlich, wenn man sich folgendes Statement im Blogpost Twitter photos: Put a filter on it zur Einführung der eigenen Foto-Filter anguckt:

Starting today, you’ll be able to edit and refine your photos, right from Twitter. The latest versions of Twitter for iPhone and Twitter for Android introduce a few new ways to enhance the images you tweet. We’re grateful to our partner, Aviary, for powering our filters and effects.

Na großartig. Twitter will gegen Facebook und Instagram anstinken, indem es einfach so stumpf wie möglich Filter in ihre App stopft. Sicher, Aviary bietet tolle Filter an, aber was hat das mit Twitter zu tun? Die Foto-Experience innerhalb der Twitter-App ist ungefähr so inspirierend wie das Ausfüllen eines Steuer-Formulars, wie will Twitter damit gegen Instagram anstinken? Instagram ist Bilder, Bilder, Bilder, da wird man direkt hineingezogen, will tolle Bilder machen, Bilder browsen, Bilder liken, Bilder kommentieren. Instagram ist von der User-Experience her schon eine richtig geile App, mit einer hohen User-Retention, denn die kommen immer wieder, machen mehr Fotos vom Essen, liken fröhlich und das alles nahtlos mit Facebook integriert. Bei Twitter hingegen kann man jetzt Bildbearbeitung direkt in der App machen. Damit Twitter auch endlich Filter hat.

Aargh. Wieso raffen die bei Twitter nicht, daß das nicht der Kern ihres Produktes ist und so eine lieblose und umständliche Umsetzung Twitter überhaupt nicht weiterhelfen wird? Ich verstehe ja das 140-Zeichen Dilemma, aber es wird nicht besser, indem Twitter versucht, alles selber über ihre eigene App anzubieten. Twitter kann noch nicht mal die Detail-Ansicht eines Fotos im Web so gestalten, dass man mit einem Click zurück in den Stream kommt und da weiterlesen kann, wo man gerade war, man muss den Back-Button des Browsers benutzen. Den Back-Button des Browsers! Sind wir wieder im Jahr 1996 oder was?

Ich nutze Twitter tagtäglich, es ist immer noch mein primäres Social Media Tool, aber boah, haben die das Thema Produktentwicklung verpeilt. Die Stärke wäre das Ökosystem, die API und die damit verbundene Rolle als Infrastrukturanbieter, so aber wird Twitter zu einem Medienhaus, will alles selber aus einer Hand anbietern und bringt letztendlich mediokre Produkte heraus. Zu meinen, mit den kurz mal von Aviary zur Verfügung gestellten Filtern gegen Instagram anstinken zu können, ist bestenfalls naiv.

Mein Ausblick für Twitter in 2013: weitere Sinnkrisen, denn Twitter fehlt noch ein Bookmarktool, eine Video-Funktion, eine Checkin-Möglichkeit und ein eigener Shop. Da geht noch was in Sachen Produktverschlimmbesserung.