#bewegungjetzt

#bewegungjetztDie schwarz-gelbe Bundesregierung hat vier lange Jahre lang facettenreich gezeigt, dass sie dieses Land nicht voranbringen kann. Sie hat keine klare Linie, ist sich bei wichtigen Themen nicht einig und entscheidet sich daher viel zu oft, lieber gar nicht zu handeln.

Ich glaube, dass Deutschland nicht nur besser regiert werden muss, sondern dass wir einen Politikwechsel in Deutschland brauchen. Einen Politikwechsel bekommen wir nur mit rot-grün und daher unterstütze ich als Erstunterzeichner #bewegungjetzt!

Das Manifest mit 10 Punkten für den rot-grünen Aufbruch 2013 ist durchaus lesenswert und zeigt die Richtung an, in die rot-grün nach der Bundestagswahl im September gehen will. Bitte unterstützt #bewegungjetzt, zeichnet mit und macht Freunden, Kollegen und Bekannten klar, dass es im September eine wählbare Alternative gibt!

Es ist Zeit, dass sich was bewegt.


Schwindet das Vertrauen in die digitale Gesellschaft?

Wir sind gerade an einer Schwelle angelangt, an der sich das Vertrauen in der digitalen Gesellschaft grundlegend verändern wird. Ich weiss allerdings nicht, wie reversibel dies sein wird.

Ich mache das an drei Punkten fest: dem Vertrauen in andere Nutzer, dem Vertrauen in Anbieter und dem Vertrauen in den Staat.

Alle diejenigen, die bereits seit Mitte der 90er Jahre online sind, erinnern noch die stark ausgeprägte nichtkommerzielle Seite des Netzes. Es gab vergleichsweise wenig Nutzer, man nutzte eher ein Pseudonym, aber man vertraute vielen Nutzern, die ähnliche Interessen hatten. Anbieter gab es wenige, aber vor allem die nichtkommerziellen Anbieter genossen großes Vertrauen.

Über die Zeit sind mehr Nutzer und mehr Anbieter hinzugekommen und seltsamerweise sind die Nutzer zwar mehr geworden, aber immer weniger verstecken sie sich hinter Pseudonymen, sondern treten mit Klarnamen auf. Gleichzeitig wird großen Anbietern wenig vertraut, aber der Convienence-Faktor wiegt dies auf. Aufgrund der Winner-takes-all Beschaffenheit des Marktes haben immer mehr Nutzer das Gefühl, dass sie keine andere Wahl haben und nehmen somit Praktiken in Kauf, die ihnen eigentlich widerstreben. Hinzu kommt, dass zwar immer mehr Nutzer im Netz sind, aber dadurch prozentual immer weniger Nutzer überhaupt ein Interesse haben, zu verstehen, was im Netz wie warum passiert, es wird einfach so akzeptiert, wie es ist. Aber allen ist klar, dass sich das Machtgefüge deutlich zu Ungunsten der Nutzer verschoben hat und das drückt auf das Vertrauen der Nutzer in die Anbieter und damit in das Netz allgemein.

Jetzt wäre also der Zeitpunkt gekommen, an dem sich der Staat einmischen müsste, um das Vertrauen der Nutzer in die Anbieter zu stärken, indem ein besserer regulatorischer Rahmen entwickelt wird, der die Rechte der Nutzer gegenüber den Anbietern stärkt. Wenn den Anbietern nicht vertraut wird, dann doch dem Staat, jedenfalls war dies traditionell so. Allerdings erfahren wir dieser Tage, dass aus Sicht der Staaten das Internet vor allem etwas ist, was überwacht werden muss. Überwachung und Vertrauen passen nicht so gut zusammen. Dadurch kommt jetzt der Staat als Korrektiv nicht mehr wirklich in Frage und wir stehen vor der Herausforderung, dass die Digitalisierung der Gesellschaft immer weiter voranschreitet, aber das Vertrauen gleichzeitig abnehmen wird. Der Staat und die Anbieter sind allerdings aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht in der Lage, etwas zu ändern. Bleiben die Nutzer selber, sie können Anbietern das Vertrauen entziehen, was aber aufgrund mangelnder Alternativen ausbleibt. Dennoch sind die Nutzer immer noch diejenigen, die ihre Daten preisgeben und Vertrauen in Anbieter und Staat haben sollten.

Wie kann das Vertrauen in Anbieter und den Staat wieder gestärkt werden?

Telekom – Netz der Zukunft

Mario Sixtus und Alexander Lehmann erläutern die Pläne der Telekom für das Netz der Zukunft. Damit dürfte allen Nutzern klar sein, warum die Netzneutralität zu schützen ist und gesetzlich verankert werden muss.

Wer PRISM kritisiert, darf auch keine Vorratsdatenspeicherung wollen

Der amerikanische Geheimdienst NSA liest also die Verbindungsdaten der Nutzer mit, sowohl bei Telekommunikationsanbietern als auch bei Web-Firmen wie Facebook, Google, Yahoo und Co. – diese Totalüberwachung wird zu Recht kritisiert, so auch von Thomas Oppermann, Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion:

“Die Bundesregierung muss schnell aufklären, welche Daten die USA genau erfassen. Niemand hat etwas dagegen, wenn die USA Terrorverdächtige überwacht. Dies hat auch in Deutschland schon Terroranschläge verhindert.

Eine Totalüberwachung aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger durch die USA ist völlig unangemessen.

Die Bundesregieurng muss die Privatsphäre der Deutschen auch gegenüber der USA schützen.”

Ich teile die Einschätzung von Thomas Oppermann, würde aber das Statement ein wenig kürzen:

“Eine Totalüberwachung aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ist völlig unangemessen.

Die Bundesregieurng muss die Privatsphäre der Deutschen schützen.”

Das allerdings würde Thomas Oppermann, im Kompetenzteam von Peer Steinbrück für den Bereich Innenpolitik zuständig, nicht sagen. Thomas Oppermann befürwortet nämlich die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Also das Mitprotokollieren, wer wann mit wem kommuniziert, völlig egal, ob ein Verdacht besteht. Ja, das klingt sehr nach PRISM, mit dem Unterschied, dass dies für alle in Deutschland gilt und nicht nur für Ausländer und dass es eine Debatte darum in Deutschland gegeben hat. Die SPD-Führung hat noch auf dem letzten Parteitag ihre Sicht der Dinge durchgeboxt, natürlich garniert mit der üblichen FUD und klargestellt, dass eine totale Überwachung durch die Vorratsdatenspeicherung unausweichlich sei.

Und nun stellt sich Thomas Oppermann hin, tut so als ob und kritisiert die USA für ein Vorgehen, dass die meisten Innenpolitiker in Deutschland auch gerne hätten, weil sie an den Irrglauben denken, dass mehr Überwachung zu mehr Sicherheit führt. Die Innenpolitiker opfern die persönlichen Freiheiten des Einzelnen, stellen alle unter Generalverdacht und wollen alles überwachen, auch wenn es nachweislich nichts bringt. Ich verstehe nicht, was mit Menschen passiert, sobald sie anfangen, sich mit Innenpolitik auseinanderzusetzen, warum sie immer gleich bereit sind, die Freiheiten der Einzelnen zu opfern für mehr suggierte Sicherheit, die tatsächlich aber nie gegeben ist.

Was mich bei PRISM und der Vorratsdatenspeicherung ärgert, sind zwei Dinge:
1. Die Heuchelei des Thomas Oppermann, die USA für etwas zu kritisieren, was er selber für Deutschland gerne hätte.
2. Die SPD feiert 150 Jahre, verweist immer wieder auf Überwachung und Unterdrückung in ihrer Geschichte, aber dennoch sind Sigmar Gabriel und Olaf Scholz innenpolitische Hardliner und fordern eine verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung. Das passt nicht zu sammen und ist einer SPD unwürdig. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sollte die Richtschnur des Handels sein und das erreicht man nicht durch Überwachung. Überwachung geht immer zu Lasten der Freiheit und die Vorratsdatenspeicherung ist nichts anderes, als alle Bürger unter einen Generalverdacht zu stellen.

Denkt mal darüber nach, liebe Genossen, ob ihr wirklich mit der Vorratsdatenspeicherung alle überwachen wollt, oder ob es nicht auch so geht, wie es der gesunde Menschenvorstand empfiehlt: bei Verdacht wird nach Richterbeschluss ein fest definierter Personenkreis zeitlich beschränkt überwacht, indem die Verbindungsdaten erhoben werden. Ja, das ist mühseliger im Einzelfall, aber dafür schützen wir die persönliche Freiheit des Einzelnen. Das sollte es uns wert sein.

Die Freiheit ist ein hohes Gut, wir sollten es schützen, gerade auch, wenn man auf die Erfahrungen der SPD zurückblickt.

Ja, ich weiss, es ist Wahlkampf und so, aber von der CDU/CSU erwarte ich sowieso nichts. Die SPD allerdings sollte sich dringend einmal auf ihre Werte besinnen und sich überlegen, ob sie die Diskussion um PRISM nicht zum Anlass nimmt, ihr innen- und sicherheitspolitisches Koordinatensystem mal wieder neu zu justieren.

1 Jahr Stuffle – tolle Entwicklung

Stuffle Vor einem Jahr haben wir Stuffle an den Start gebracht. Stuffle sind unlimitiert viele hyperlokale C2C-Marktplätze, wenn man mal schlau klingend ein paar Buzzwords nutzen will. Viel besser verstehen Menschen allerdings, was Stuffle ist, wenn man sagt, dass Stuffle der Flohmarkt für die Hosentasche ist und man Stuffle auf iPhone und Android nutzen kann. Bei Stuffle kann man ganz leicht Gegenstände zum Verkauf einstellen und man kann ebenso leicht rumstöbern und dann mit Verkäufern verhandeln und somit Dinge erwerben, die idealerweise direkt um die Ecke verkauft werden. Der Clou ist, dass die Gegenstände mit Geo-Tags versehen werden und sich für den Nutzer immer wieder neue Ansichten entwickeln, je nachdem wo die App gerade aufgerufen wird. Die Kategorien wurden durch den Umkreis abgelöst und die Fokussierung ist eher auf dem Stöbern denn auf der Suche. Stuffle funktioniert wirklich eher wie ein Flohmarkt, nur dass man eben nicht bei Wetter und mit Menschenmassen stöbern muss, sondern ganz elegant das Smartphone nutzt.

“Und das funktioniert?” höre ich immer wieder Leute fragen. Ja, in der Tat, das funktioniert. Wir haben über 170.000 aktive Nutzer, die Stuffle nutzen, um Dinge zu verkaufen oder um Schnäppchen zu finden, oder um sich einfach nur inspirieren zu lassen. Das Team um Morten Hartmann hat mit dem Launch der 2.0 Version für das iPhone jetzt einen weiteren Meilenstein nach der Veröffentlichung der Android App vor einigen Monaten erreicht. Die vielen zufriedenen Nutzer zeigen, dass Stuffle auf dem richtigen Weg ist, das stetig steigende Handelsvolumen des Marktplatzes belegt dies ebenfalls. Ich selber halte einen kleinen Anteil an Stuffle und freue mich sehr über die Fortschritte, die diese App seit dem Launch vor einem Jahr gemacht hat. Natürlich benötigt Stuffle immer noch mehr Nutzer und auch das Produkt kann immer noch besser werden, aber es wäre ja auch seltsam, wenn dies nach einem Jahr nicht der Fall wäre.

Happy Birthday, Stuffle!