Arbeitsagentur, Konsensgesellschaft und Herr Gerster

Nico —  26.01.2004

Der bestmögliche Mann für den Job als Chef-Arbeitsvermittler wurde nun also nach langen Querelen gegangen.

Gelebte Sozialpartnerschaft: Mit gezielten Intrigen drängten Gewerkschaften und Arbeitgeber den eitlen Behördenchef Florian Gerster ins Abseits. (Spiegel Online)

Florian Gerster hat sicherlich einige dämliche Fehler gemacht und ist dazu noch super-arrognat aufgetreten, letztendlich ist er allerdings an den Strukturen der Bundesagentur für Arbeit und damit auch an den Strukturen der Bundesrepublik gescheitert. Wir sehen immer wieder, wie die Macht der Gewerkschaften und Verbände dazu genutzt wird, den Status Quo zu halten. In diesem Fall zu Lasten der Arbeitslosen in diesem Lande.

Es ist mehr und mehr als Nachteil zu sehen, dass unser Grundgesetz bei allen wichtigen Entscheidungen einen gesellschaftlichen Konsens vorraussetzt, dieser aber von Gewerkschaften, Verbänden und Kirchen repräsentiert wird. Daduch kommt unser Land eher wenig voran, weil hier vor allem die Eigeninteressen gewahrt werden sollen.

Wenn dieser Staat mal wieder etwas flotter gemacht werden soll, dann müssen eben alle mitziehen. Genau das passiert aber nicht, weil die eigenen Interessen über die der Gesamtheit gestellt werden. Gerster und die BA sind nur ein Beispiel von vielen.

2 responses to Arbeitsagentur, Konsensgesellschaft und Herr Gerster

  1. es scheint, als ob blogg.de ziel von kommentarspammern wird. heute morgen habe ich auchein paar entfernt. einer war auch dieser. es scheint mir aber auch so, dass das „manuelle“ spams sind.

  2. ach, dieser hirni geht doch noch, schlimmer ist der eine spacken, der immer irgendwelche schweinereien mit der mutter seines kumpels anstellen will, was diesen dann gleich zu ebenfalls schweinischen kommentaren hinreissen lässt. das geht dann 10 kommentare lang…