Orkut und Google – Suchergebnisse werden persönlich?

Nico —  3.02.2004 — 3 Comments

Bei Jeremy Zawodny gibt es einen sehr lesenswerten Beitrag zum Thema Orkut und Google, der vor allem die Frage nach dem “warum?” behandelt.

Let’s assume that Google internationalizes Orkut and lets it run to the point that it has millions of users registered and active. That’s not an unreasonable thing to expect. Then, one day down the road, they quietly decide to “better integrate” Orkut with Google and start redirecting all Orkut requests to orkut.google.com.

Bingo!

Suddenly they’re able to set a *.google.com cookie that contains a bit of identifying data (such as your Orkut id) and that would greatly enhance their ability to mine useful and profitable data from the combination of your profile and daily searches.[Jeremy Zawodny's blog: Why Google needs Orkut]

wenn man das weiterspinnt, dann könnten die Suchergebnisse nicht nur auf die persönlichen Präferenzen zugeschnitten werden, sondern natürlich auch die ausgelieferte Werbung. Auf der einen Seite ist dies natürlich sehr erfreulich, denn nichts nervt mehr als Werbung, die jemanden nicht interessiert, andererseits halte ich die Verknüpfung von persönlichen Daten mit Werbung für eher problematisch. Aus Sicht eines Werbetreibenden ist die Generierung von User-Profilen sicherlich sehr wichitg, aber als Google-User möchte ich nicht, dass basierend auf meinen sexuellen Präferenzen, meiner politischen Einstellung, meinen Hobbies und den Suchanfragen der letzten 5 Jahre ein Profil generiert wird, anhand dessen ich ein Suchergebnis präsentiert bekomme. Das ruft Erinnerungen an Doubleclick und den Kauf von Abacus Direct und die daraus resultierende Diskussion in den USA über die Verknüpfung von Profilen mit Online Werbung.

Abgesehen davon ist dies mein Lieblings-Kommentar zum Thema Orkut, ebenfalls bei Jeremy gefunden:

Na Nu, Na Nu!
Posted by: Mork from Orkut on February 2, 2004 08:46 PM

3 responses to Orkut und Google – Suchergebnisse werden persönlich?

  1. Ich halte – sofern man Google eine solche Absicht unterstellt (und ja auch Microsoft, die ähnliches von Windows heraus könnten) – das ebenfalls für höchst bedenklich.
    Nicht nur aus Sicht der Werbung heraus, sondern auch aus der Suchen/finden-Beziehung (will ich den immer nur ein bestimmtes Maß an Ergebnissen, die eine Maschine für die für mich Besten hält, weil sie meint mich zu kennen?) und vor allem aus der Datenschutzrechtlichen Perspektive … Aua!

  2. mal so nebenbei zum design der der blog, graue zitate auf grauem hintergrund schocken nicht so, evtl liegt das an dem rechner an dem ich hier grad sitze, aber es macht nicht so spass das zu lesen

  3. ähm, ja, das design ist noch verbesserungsfähig, irgendwann kommt auch mal was schickes…

Los, kommentier das mal!