BlogTalk – Nachlese

Nico —  9.07.2004

BlogTalk 2.0Die BlogTalk 2.0 war eine richtig nette Veranstaltung, nur um das vorauszuschicken. Ich habe die Zeit in Wien genossen und mich gefreut, viele Leute kennenzulernen, die ich sonst nur lese. Ich habe zwar mit vielen Vorträgen nichts oder nur wenig anfangen können, weil mir die Themen oftmals zu seltsam waren, aber einige nette Vorträge waren durchaus dabei und ich denke, dass alle Teilnehmer auf ihre Kosten gekommen sind.

Enttäuschend fand ich die Keynote von den Trotts und ihr sehr kurzes Erscheinen auf der Konferenz. Wenn man die Keynote hält, dann sollte man verdammt noch mal auch den Rest der Konferenz anwesend sein, ansonsten zeigt das, dass man null Respekt vor den Anwesenden hat, sondern nur kurz seine Werbebotschaft ausklinken will. Der Hinweis auf Jetlag greift nicht wirklich, denn die anderen Anwesenden aus den USA haben das auch hinbekommen.

Enttäuschend war auch das sog. Tagungshotel, das ausser der guten Lage keinen Pluspunkt für sich verbuchen konnte, abgesehen davon, als Mahnung für die Bausünden des real existierenden Sozialismus herhalten zu können.

Mittelprächtig war wieder einmal die Netz-Anbindung, eine Airport-Station ist zu wenig, ebenso nur 1 Mbit/s ins Netz. Das kann doch eigentlich so schwer nicht sein, da mal ein wenig mehr Bandbreite und mind. 2 WLAN-APs zu haben.

Erstaunlich finde ich, wieviele Präsentierende davon ausgingen, dass blau auf schwarz gut lesbar, oder dass eine Folie mit möglichst viel Text zu befüllen sei. Auch Bilder als Hintergrund für den Text sind nur bedingt geeignet.

Ebenso erstaunlich finde ich, dass man für komplett abstruse Ideen durchaus Fördermittel abgreifen kann.

Blogs-als-KnowledgeManagement- und eLearning-mit-Blogs-Leute verstehen sich untereinander gut, aber ansonsten versteht niemand, was das soll.

Ein Vortrag muss mindestens einmal den Hinweis auf Habermas, Enzensberger oder Brecht beinhalten, ansonsten wirkt er nicht wissenschaftlich genug. Gerne auch mit dem Zusatz:“ Ich fasse die Theorie mal kurz zusammen.“

Gemeinschaftliches Subethaediting ist cool, aber ich bin dafür zu eingeschränkt Multitasking-fähig.

Die Mac-Dichte war hervorragend, endlich nicht mehr diese Fragen a la „Warum benutzt du als IT Leiter eigentlich einen Mac?“

Die Knallgraus wissen, wo man gutes Bier mitsamt Wiener Schnitzel bekommt. Ganz nebenbei ist Dieter auch noch der Kegel-Bruder vom Schockwellenreiter.

Die Tage in Wien waren sehr abwechslungsreich und ich freue mich schon auf die BlogTalk 3.0, gerne aber auch mal in einer anderen europäischen Stadt.

8 responses to BlogTalk – Nachlese

  1. Warum benutzt du als IT Leiter eigentlich einen Mac?

    …willkommen zu hause :))

  2. Wie schwarz auf dunkelblau ist nicht lesbar! Dabei bekommt man das doch in der Uni beigebogen. Oder so ähnlich.

    Tröste dich, du hast (hoffentlich) noch nicht so viele Präsentationen von frz. Studenten gesehen. Die sind augenkrebserregend. Tragen aber keinen Warnhinweis.

    Ich wusste gar nicht, dass es Theorie zu Blogs gibt…. Brecht, der Begründer des Blogs. LOL.

    Dann genieße mal das Wochenende.

  3. Also ich muss seit einer Woche von jedem die Frage gefallen lassen „Warum willst du als Java-Programmierer einen Mac? Die funktionieren eh nicht mit dem Netzwerk und schweineteuer sind sie auch noch.“ – naja ;) Als Stadt für die BlogTalk 3.0 würde ich Berlin/München/Hamburg/Prag vorschlagen. Die Städte will ich unbedingt einmal sehen. Ein Termin nach der Matura im Juli wäre wieder äußerst normal, in den Monaten davor hätte ich zuviel Lernstress *g*

  4. „gerne aber auch mal in einer anderen europäischen Stadt“
    Gab’s diese Diskussion nicht schon letztes Jahr?

  5. Das mit der Ort ist so ne schwierige Sache. Ich hätte im Grunde gerne auch einen anderen Ort bzw. ist mir der Ort egal, würde aber auch durchaus gerne nach Berlin/Prag/München oder sonst wo hin fahren. Aber da Thomas Burg der Organisator der Konferenz ist, ist es im sicherlich näher die Konferenz in Österreich zu machen, und von allem österreichischen potenziellen Ort finde ich Wien – insbesondere für die internationalen Besucher – vielleicht abgesehen von Salzburg am besten. Aber schliesslich ist die Donau-Uni von Thomas Burg in Krems, und Krems liegt nun mal näher an Wien.

  6. schon klar, dass Thomas hier der limitierende Faktor ist :)

  7. Jetzt und nur hier! Mitmachen und gewinnen! Teilnahmebedingungen: Sei schlau. Gründe eine richtig wichtige Newmedia-Firma, einfach so! (Deine Nachbarn werden staunen.) Gib dir lustige Titel, die niemand versteht und keiner braucht (CEO, CIO oder COO)….

  8. Warum benutzt du keinen Atari ST oder c64. Da geht nich so viel Leistung für die Oberfläche drauf und du hast mehr freie Ressourcen für das Eigentliche. Wer brauch den diesen ganzen Schnickschnack. ;)