Arbeitslosengeld II: Volksbefragung

Nico —  19.07.2004

16 Seiten muss der gemeine Arbeitslose an sich ausfüllen, Respekt. Jetzt weiss ich auch, warum unlängst gefordert wurde, für das Arbeitslosengeld II, angeblich ja als Vereinfachung des bisherigen Modells gedacht, müssten bei der BA 20.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Irgendjemand muss ja die 16 Seiten auch lesen, überprüfen und abtippen.

Interessant finde ich, dass man u.a. angeben muss, wieviel Bargeld man im Haus hat, wieviel Wert die Antiquitäten sind (wobei auf Familien-Erbstücke Rücksicht genommen werden solle, so ein Sprecher), aber der Kracher ist die Verkehrswertschätzung ggf. vorhandener Immobilien. Das kann man locker mal machen, Pi mal Auge.

Das Arbeitslosengeld II ist sinnvolle Idee gestartet und als ABM-Projekt für die BA gelandet. Anstatt die Gelder den Arbeitslosen zukommen zu lassen, werden sie schön für Bürokratie verpulvert. Willkommen in Deutschland.

3 responses to Arbeitslosengeld II: Volksbefragung

  1. Wo kommen wir denn hin, wenn unsere Beamten keine Arbeit mehr hätten? Ich verstehe bis heute nicht, warum das Arbeitsamt z.B. das Kindergeld auszahlt. Das könnte genauso gut mein Chef machen, denn anhand der Lohnsteuerkarte ist ja zu ersehen wieviel Kinder man hat.

  2. Deutschland? Wohl eher Absurtistan. Anders kann ich mir den Murks, den unsere Politiker veranstallten nicht erklären.

  3. Meine Güt die Fragen sind ok und die Formulare auch.. nur in D kann man eine Debatte über ein Formular führen ….