FDP fordert den starken Staat

Nico —  30.09.2004

Auf der Homepage von Rainer Brüderle steht unter dem Motto „Unverbesserlicher Optimist“ geschrieben:

Die FDP steht für wirksamen Wettbewerb. Denn nur Wettbewerb garantiert preisgünstige und bestmögliche Produkte und Dienstleistungen und schafft Arbeitsplätze. Deshalb muss der Wettbewerb geschützt und gefördert werden. Fairer Wettbewerb funktioniert aber nur dann, wenn der Staat klare Spielregeln erlässt. Eine solche Ordnungspolitik hilft uns mehr, als 1000 Förderprogramme. Daher trete ich als Wirtschaftspolitiker für eine konsequente Liberalisierung aller Märkte ein.

Das steht im krassen Gegensatz zu der Forderung von gestern, wegen der Krise von KackstadtQualle müsse nun die Regierung handeln:

„Der Bundeskanzler muss die Lage im Einzelhandel zur Chefsache machen. Wir brauchen sofort ein Notpaket für die gesamte Branche.“

Klar, erst möglichst viele Freiheiten für die Unternehmen, gerne auch zu Lasten der Arbeitnehmer, aber wenn dann eine Firma wegen schlechtem Management in eine Schieflage gerät, dann darf der Staat einspringen. Ich denke mal, Rainer Brüderle sollte als Motto lieber „Unverbesserlicher Opportunist“ wählen, da er seine Wirtschaftslieberalität je nach Lage der Dinge neu definiert.

2 responses to FDP fordert den starken Staat

  1. Mein Reden – danke! ;-)

  2. Bevor ich mich aufrege, würde ich gern erstmal wissen, was in diesem „Notpaket“ genau drin sein soll!? Doch sicher keine Extra-Subventionen aus der Staatskasse, um damit Löcher bei Karstadt zu stopfen…

    Mich würde übrigens auch mal interessieren, wie hoch die Abfindungen von Deuss und Urban waren – den früheren Vorstandsvorsitzenden, die den Mist verbockt haben.