Weiter Kita-Chaos in Hamburg

Kita-Streit: Einigung Mitte November? hofft das Abendblatt und sieht die Beteiligten so nahe bei einander wie nie zuvor. Der unbedingte Wille von Schnieber-Jastram, hier auf Kosten der Kinder und der Beschäftigten den Sparhammer zu schwingen geht allerdings munter weiter.

Unterdessen hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden, dass sich Ausgaben für Kinderbetreuung letztendlich rentieren, berichtet die Welt:

Die Studie unterscheidet zwischen kinderbezogenen und elternbezogenen Einsparungen. So führe der Ausbau der Betreuungsangebote dazu, daß weniger Kinder eine Sonderschule besuchen oder ein Schuljahr wiederholen müßten. Weniger Geld müsse zudem für die Jugendhilfe aufgewandt werden. Auch gebe es positive Effekte im Bereich der Ausländerintegration. Untersuchungen hätten gezeigt, daß „sich der Besuch eines Kindergartens bei Kindern aus Migrantenfamilien positiv auf ihren späteren Schulerfolg auswirkt“, so Spieß.

Ein besseres Betreuungsangebot erhöhe zudem die Chancen der Eltern auf dem Arbeitsmarkt, da die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert wird. Für den Staat bedeutet dies mehr Steuereinnahmen und Mehreinnahmen der Sozialkassen. Das DIW schätzt, daß rund 1,6 Millionen Mütter, die heute nicht arbeiten, gern einen Job hätten. Bei einem Ausbau der Betreuungsangebote könnten allein bei den Akademikerinnen Steuermehreinnahmen von bis einer Milliarde Euro erzielt werden, die Einnahmen der Sozialkassen könnten um 1,5 Milliarden Euro steigen. Das DIW rechnet zudem mit Einsparungen bei den Sozialhilfeausgaben. Allein für die Gruppe der Alleinerziehenden veranschlagen die Ökonomen das Einsparpotential auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.

Die Maßnahmen des CDU-Senats stehen im krassen Gegensatz zum überall verkündeten Mantra von der wachsenden Stadt Hamburg.

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Eine Antwort auf „Weiter Kita-Chaos in Hamburg“

  1. Ich bin selbst Erzieher und muss gerade um meine Stelle bangen. Ich arbeite in einem selbstverwalteten Kinderladen und dort wurden gerade wieder 500 000 € Subventionen gestrichen um im gleichen Atemzug dem Nationaltheater 500 000 € für einen Ausbau zu bewilligen.
    Das nenne ich einmal „Priorität gesetzt“

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