anti-dänische Ressentiments

Nico —  21.02.2005

Rainer Brüderle warnt vor anti-dänischen Ressentiments, falls der SSW eine Minderheitsregierung toleriere.

Ich sehe den Protest schon deutlich vor mir. Ertrags-Einbußen bei Carlsberg und Tuborg, Faxe-Dosen werden in Supermärkten umgetreten und niemand kauft mehr Hot-Dogs, ein Embargo für Röstzwiebeln wird verhängt.

Herr Brüderle erzählt mal wieder viel, wenn der Tag lang ist, aber das kennen wir ja nicht anders.

7 responses to anti-dänische Ressentiments

  1. Was Brüderle wirklich gesagt hat, geht dann schon ins Hinterhältig-Widerliche: „Der SSW muss außerordentlich verantwortungsvoll mit seinem Sonderstatus umgehen, damit daraus nicht antidänische Ressentiments entstehen“ Irgendwie aber auch egal, das dumme Gelaber.

    Die Frau Spoorendonk ist für mich eh die sympathischste Figur gewesen, die gestern bei der Wahlberichterstattung aus dem Fernsehkasten kuckte.

    Rätsel gibt mir dieses Detail im Spiegel-Artikel auf: „Der entscheidende Wahlkreis in Schleswig-Holstein ging nach Angaben des Landeswahlleiters Dietmar Lutz mit 745 Stimmen Mehrheit an die SPD. Der 68. Wahlkreis sei an die CDU gefallen, der 69. und letzte an die SPD.“ Werden die Sitze nicht nach Stimmenanteilen verteilt?

  2. So sind sie eben, unsere Freunde von der FDP. Liberal, frei und demokratisch.

    Verlieren erst einen Prozentpunkt bei der Wahl (immerhin ein achtel und unter Einbeziehung der niedrigeren Wahlbeteiligung sogar noch mehr) und beschweren sich dann, daß sie nicht auf dem Siegertreppchen stehen.

    Herr Westerwelle möchte angeblich sogar nachzählen lassen. Verständlich. Nach der traurigen Vorstellung seiner Partei in den letzen Monaten, kann man kaum glauben, daß die Liberalen wirklich über die Fünf-Prozent-Hürde gesprungen sind.

    korfstroem

  3. Aus Protest gegenüber der dreisten Nutzung ihres Wählermandates werde ich in Zukunft Kopenhagener nur noch Freiheitskekse nennen (Bild und Rezept von der CMA).
    Das wird’s den komischen Dänen von der SSW schon zeigen.

  4. Naja, Herr Westerwelle hat nur gesagt, jetzt könne man ja auch noch das offizielle Ergebnis abwarten. Mag verzweifelt sein, ist aber berechtigt. Böswillig verdreht hat das dann SPON.

    Zwischenergebnis:
    Aufmerksame Blogger 2
    Spiegel Online 0

  5. Dass über die Rolle des SSW nach der Landtagswahl in Schleswig Holstein heftig gestritten wird, war nicht anders zu erwarten; denn schon einmal spielte diese Fraktion eine Rolle beim Untergang eines gescheiterten und abgewählten Ministerpräsidenten. Es wa…

  6. Es bleibt aber Blödsinn zu sagen(wie Krista Sager Grüne), das hier eine ausländerfeindliche Stimmung erzeugt wird. Die SSW-Wähler und Mitglieder sind i.d.R. deutsche Staatsbürger und keine staatsrechtliche Dänen. Im übrigen ist der Gegenpart auf dänischen Seite die Schleswiger Partei NICHT von der Sperrklausel befreit, wobei diese in Dänemark allerdings nur 2% beträgt.

  7. natürlich wird eine derartige Stimmung erzeugt, das ist ja genau das, was die CDU bezweckt.