Kaffeeportionsbeutel-Usability from Hell

Nico —  25.11.2005

Sobald ein Büro eine angemessene Anzahl von Mitarbeitern beherbergt, wird die herkömmliche Kaffeemaschine zu oft leer vorgefunden und man bemüht dann einen Kaffee-Büro-Service, der ein wundervolles Geschäftsmodell verfolgt: es wird eine Kaffeemaschine gestellt, dafür kauft man Unmengen von Kaffee in Portionsbeuteln bei diesem Lieferanten ein, für sicherlich einen stolzen Preis.

Abgesehen von dem Grundproblem der Schnelllehrmachendannverpissen-Kollegen, die mich immer wieder vor einer leeren 2l-Kanne stehen lassen, gehen mir diese Portionsbeutel ziemlich auf die Nerven. Da steht man, die Hände zittern, die Augen können schwer fokussieren und dann hat man diesen doofen Portionsbeutel in der Hand, der nicht, wie sonst üblich, links oder rechts am Beutel eine Aufreissemarkierung hat, damit man einfach mal den oberen Teil der Verpackung mit einem Riss abtrennen kann, sondern oben einfach eingerissen wird. Die Folge: Kaffee verteilt sich schön auf dem Fussboden, den Ärmel und sonstwo. Aaargh.

Seit 2 Jahren will ich diesen Artikel schreiben, nun muss es raus. Bitte, liebe Kaffee-Portionsbeutel-Industrie, macht die Beutel mal so, dass man sie aufreissen kann. Ich finde nie eine Schere, wenn ich sie brauche, ausserdem dauert das zu lange, mann muss so eine Verpackung auch ohne Hilfsmittel aufbekommen.

10 responses to Kaffeeportionsbeutel-Usability from Hell

  1. Wir hatten immer eine Schere im Fach für die Beutel.

  2. Ich benutze übrigens auch die Schere aus der Schublade. Das hat auch den Vorteil, dass der Beutel waagerecht geöffnet ist.

  3. was für ne Schublade?

  4. Vollautomaten kaufen, der Vorratsbehälter für mehrere pakete kaffee hat und ruhe is.

  5. Wie wäre es mit einer vollausgestatteten Espressomaschine?

    1-2 kg ungemahlenen Kaffee hintenrein und vorneheraus einzelne Tassen frisch aufgebrühten Gesöffs…

  6. Ergänzung: Die Espressomaschine hat auch den Vorteil das man keine überteuerten Packungen totgerösteter Plörre kaufen muß, sondern _guten_ Kaffee in größeren Mengen erwerben kann.

  7. Ich schließe mich den Vorrednern an: Vollautomat-Espressomaschine. Und zwar ne ordentliche Gastromaschine mit Wartungsvertrag und Wasseranschluß. Kaffeebohnen obenrein, stets eine frische Tasse guter Kaffee unten raus. Das Problem ist dann eher, wer leert den Kaffeesatzbehälter, das sind nämlich auch immer dieselben Leute. .. weswegen manche Büros dazu übergehen Senseos hinzustellen und die Leuts bringen ihre eignen Pads mit…

  8. Hände zittern, Probleme mit den Augen? Wie wärs mit weniger Kaffee trinken? Das führt dann auch dazu, dass andere sich mit den Beuteln rumschlagen müssen.

  9. Hier hat jede Arbeitsgruppe ihren Espressomaschine. Säubern und leeren erledigt die Sekretärin der Arbeitsgruppe. Klappt gut. Und ein halbwegs brauchbarer Vollautomat kostet als einmalige Anschaffung nicht mal einen halben Beratertagessatz.

  10. Hallo liebe Kaffeefreunde,

    die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

    Unsere Klientel setzt sich sowohl aus Kunden welche Kaffee aus Mengenbrühern trinken, als auch Kunden welche einen frisch gemahlenen Kaffee bevorzugen zusammen.

    Da diese Geräte dort eingesetzt werden sollte, wo innerhalb kürzester Zeit eine große Menge Kaffee abgefordert wird ist in diesen Fällen von Vollautomaten reapektive Espressomaschinen abzuraten.

    Der Hintergrund der oben angesprochenen Modelle ist wohl in erster Linie ein Komplettpaket anzubieten, damit nicht ständig ein(e) Kolleg(e)(in) in der Weltgeschichte herumgeistert um ein Pfund Kaffee oder Zucker oder Kondensmilch zu besorgen.

    Die beste Lösung ist natürlch, wenn es um große Kaffeemengen geht, daß sich das Unternehmen zunächst einmal eine adequate Kaffeemaschine kauft und sich dann auf dem freien Markt um preiserte Prtionsbeutel kümmert.

    Hier ist zunächst einmal die Ersparnis immens, kalkulatorisch ist ermittelt worden, daß die Anschaffung der Kaffeemaschine(n) bereits nach 4 – 6 Monaten amortisiert ist.

    Nun zu dem Problem der schlecht zu händelten Verpackung.

    Der Aufwand eine Kleinpackung zu produzieren ist bereits im Vorfeld um ein vielfaches aufwändiger als eine 500 g. Packung, daß Verhältnis ist ein Meter Folie für 6 Beutel hinzu kommt das es sich um eine Mehrschichtfolie handeln sollte, also Innenfolie, Mittelfolie und Aussenfolie.
    Hieraus resulitiet auch die schlechte Öffnungsmöglichkeit, da sich auch bei einer Perforation die Mittelfolie (meistens Plastik) nicht in die Perforation einfügen will.

    Also eine Patentlösung, außer der Schere im Kaffeefach, sehe ich aus der produktionstechnischen Sicht leider auch nicht.