Weihnachtsfeier im Kölner Darkroom

Nico —  15.12.2005

Gestern wurde auch hier in der Firma die besinnliche Phase eingeläutet, indem ein gemeinsames Mittagessen eingenommen wurde. Da Herr Olbertz bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt hatte, wurde beschlossen, doch einfach die Weihnachtsfeier ins Dunkle zu verlegen. Eigentlich wollte ich ja eifrig mobloggen, aber sinnvollerweise mussten wir die Handys ausmachen und ausserdem war es wirklich komplett dunkel in der unsicht-Bar.

Das Prinzip, im dunklen zu essen ist nett, aber kommt sicherlich besser rüber, wenn man mit weniger als 25 Personen in einer Gruppe in der Dunkelheit sitzt, umzingelt von Spassvögeln. Das Essen war eher mässig und die geschmackliche Erfahrung sollte sich bei mir nicht richtig einstellen, weil es mir nicht schmeckte. Großartig gekleckert habe ich jedenfalls nicht, aber sehen konnte ich das im Zweifel sowieso nicht. Das Eingiessen einer Cola war ziemlich ungewohnt und ich war verblüfft, dass da nicht irgendein Scherzkeks mal ein Glas gereicht hätte, das zu klein ist. Ich hätte das gemacht.

Die Dialoge waren Dank der Dunkelheit noch absurder als sonst und rangierten von „Schön, dass ich dich mal sehe, sonst kenne ich dich ja nur von Email oder Telefon“ über „Schicke grüne Servietten.“ und „Ich dachte, das waren Crepes.“ bis hin zu „Guck mich an, wenn ich mit Dir rede!“, wobei die blinden Kellner gerne etwas dazu beitrugen, indem sie auf die Frage „Was war denn nun alles auf dem Teller?“ mit „Tut mir leid, hab ich nicht gesehen.“ antworteten. Die Dialoge hätte ich gerne als Podcast, auch als Druckmittel den anderen gegenüber.

Das war sicherlich die ungewöhnlichste Weihnachtsfeier, die ich bislang mitmachen durfte. Beim Rausgehen war der dann der Schenkelklopfer „Schön, Dich zu sehen!“

4 responses to Weihnachtsfeier im Kölner Darkroom

  1. Das is ja mal ne Weihnachtsfeier nach meinem Geschmack.
    Selbst wenn man gar nicht dabei gewesen wäre, hätte man nachher einfach kontern können: „Ja klar war ich da, haste mich denn nicht gesehen?“

  2. Thomas: Den hatten wir auch.

    Ich fand es ganz witzig. Essen war bis auf den Nachtisch beschissen nicht so mein Fall.

  3. Das deckt sich genau mit meiner Erfahrung. Die Idee ist gut und eine sehr interessante Erfahrung, aber die Umsetzung miserabel. Das Essen ist einfach schlecht. Erst recht für den Preis (Ich war vor ca. 18 Monaten dort, da war es recht teuer).

  4. You stole all my best lines…