CDU MediaNight – Zukunft der Tageszeitung?

Nico —  29.05.2006

Am Dienstag bin ich bei den Frustrierten des Bürgertums zur CDU MediaNight 2006 eingeladen und diskutiere dort mit einigen Herren das Thema Die deutsche Zeitungslandschaft im Wandel ? welche Formate haben Zukunft?, wobei ich vermute, dass Herr Maier von der Netzeitung seine Readers-Edition als das Format der Zukunft anpreisen wird.

Ich lese schon seit Jahren keine Tageszeitung mehr, die sich mir in gedruckter Form präsentiert, bin daher sicherlich der geeignete Gesprächspartner. Momentan habe ich ein Probeabo des lokalen Käseblattes, das sich so präsentiert wie lokale Tageszeitungen eben tun. Ein bisschen von hier, ein bisschen von da und alles nix Halbes und nix Ganzes, alles eher langweilig.

Was meint ihr, wie wird die Zeitung sich verändern?

8 responses to CDU MediaNight – Zukunft der Tageszeitung?

  1. Ich weiß zwar selbst noch nicht, ob ich die Readers Edition bei der CDU erwähne – aber als \“Format der Zukunft\“ werde ich sie nicht \“anpreisen\“; eher als Format der Gegenwart beschreiben.
    Michael Maier

  2. hmm, okay, und was wird dann die Zukunft bringen?

  3. vielleicht ein e-book, den iPod der Zeitungsbranche? daran arbeiten belgier mehr oder minder erfolglos seit Jahren.

  4. @Peter:
    Ich denke das wird demnächst alles in einem Gerät sein: Handy, MP3-Player, PDA usw. –> und da wird es dann sicherlich auch die Möglichkeit geben eine Art lokale E-Zeitung zu abonnieren, wo man seine gewünschten Themenbereiche angeben kann.

  5. Um mal wieder den Fokus auf die reale Welt zu richten: Es ändert sich wenig.

    Meist gibt es vor Ort nur zwei Blätter …eins rot, eins schwarz und der Rest verteilt sich auf Hüriyet und Bild. So eng wie Wahlverhältnisse sind, so gleichverteilt sind die Abonenntenzahlen.

    In den ganz großen Städten ist es eher schlechter. In HH z.B. gibt fast nur Springer-Postillen mit widerlicher Boulevardschreibe und die MoPo setzt sich nun wirklich nicht davon ab.

    Aber um auf die Änderung zurückzukommen: Farbe hatte sich z.B. erst ganz spät durchgesetzt.

    Viele Menschen lesen die Zeitung am Frühstückstisch oder in der SBahn und da sind digitale Formate einfach ungeeignet.

    Bei einer Zeitung als OneShot-Medium spielt Abnutzung oder Verlustrisiko keine Rolle.

    Die Digitalisierung brachte vor allem eins. Allein bei \“meiner\“ Tankstelle 27 unterschiedliche Computerzeitungen. Papier ist geduldig.

    Ich denke auch wenn einige Zeitungen (FAZ…) panisch in Richtung der Blogs beißen, die Zeitung an sich wird die Leichen vieler anderer Medien an sich vorrübertreiben sehen. Das jetzige Fernsehen ist vorher dran.

  6. Selbst wenn das \“Käseblatt\“ doch nicht so wirklich objektiv, irgendwie konservativ und vom journalistischen Anspruch zu mau sein mag – was vor der Haustür passiert, erfährt man nur dort. Über große Weltpolitik kann man sich überall informieren, aber dass im Nachbarort permanent eingebrochen wird, die Niederschlagswasserpreise der Gemeinde steigen, die Müllabfuhr die Zeiten ändert, die Kinder für die Schule angemeldet werden müssen etc. das erfährt man nur dort. Ausserdem hat man nur begrenzt Zeit, klar gibt es auch tolle Tageszeitungen, wenn man sonst keine Hobbies hat:-) Und die Sache it \“Sofa/Sonntagsfrühstückstisch und Papierrascheln…\“ ist sehr viel Wert! Bloß weil es Hörbücher gibt, werden ja auch nicht auf einmal keine Papierbücher mehr hergestellt:-)

  7. Weder mit dem Fernseher, noch mit dem Feedreader kann ich Fliegen erschlagen.

  8. Huch, false positives bei Kommentar-Spamfiltern, Datenbank-Rücksicherung, ZensurModeration, Kommentarzahlbegrenzung auf 8 Stück wären (theoretisch) mögliche Ursachen für das Verschwinden von Kommentaren, woran lag es hier?