Google und CPA

Nico —  26.06.2006

Google ist gerade dabei, neben der herkömmlichen Abrechnung der Adsense-Werbung als Cost-per-Click (CPC) auch Cost-per-Action (CPA) zu testen. Google beschreibt das so:

„We are currently testing a cost-per-action pricing model to give advertisers more flexibility and provide publishers another way to earn revenue through AdSense.

Wenn man das einmal übersetzt bedeutet dies:

Leider wird Adsense mittlerweile auf so viele Seiten geklatscht, dass viele Clicks für den Werbetreibenden nichts bringen. Wir verlagern jetzt das Risiko zum Sitebetreiber, damit dieser dafür sorgt, dass nicht nur ein Click, sondern auch noch eine wie auch immer definierte „Action“ stattfindet, also eine Registrierung, ein Abverkauf, oder ähnliches. Damit wollen wir versuchen, den Mißbrauch von Adsense einzudämmen und textbasierte Werbung für Werbetreibende wieder interessanter gestalten.

Betroffen werden all die Sitebetreiber sein, die in den letzten Monaten haufenweise Content fabriziert haben, der nur auf interessante Keywords ausgerichtet ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass Adsense-Werbeplätze nach dem CPA-Test automagisch gewandelt werden, je nach Clickthrough-Rate (CTR) und der damit verbundenen Conversion-Rate.

Für Dating-Plattformen oder andere Social Networks, bei denen ordentliche Userdaten erhoben werden, kann CPA sogar durchaus interessant werden für den Sitebetreiber, weil die Werbung noch zielgerichteter ausgesteuert werden kann, da an demographischen Daten orientiert. Aus Nutzersicht wäre das dann eine weitere Kröte, die man schlucken darf, um Teil des Netzwerkes sein zu können.