ThisNext – Shopcasting

Nico —  21.08.2006

Vor ein paar Tagen wurde Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach zum Themenkreis Blogs und Vebraucher befragt und wenig überraschend sieht Wolfgang bei privaten Produktempfehlungen auf Weblogs eine gewisse Relevanz. Ich sehe das ähnlich, schließlich schreibe ich durchaus auch über Produkte, die ich nutze oder haben will, frage aber auch meine Leser nach Ihren Erfahrungen. Sicher, Verbraucherportale gibt es schon lange, aber ich fand Dooyoo und Ciao immer wenig charmant und nicht wirklich aussagekräftig.

Heute ist ThisNext gelauncht worden, eine Website, die Produktempfehlungen sammelt, sie mit Tags versehen lässt und Usern wiederum neue Produkte vorschlägt. Mittels einem sog. Shopcast kann man dann die selber eingestellten Produkte beispielsweise in der Seitenleiste seines Blogs anpreisen. Besonders nett ist, dass das Sammeln von Produkten chic einfach gelöst wurde, nämlich mit einem kleinen Bookmarklet, auf das man einfach clickt, wenn man auf der Produktseite ist. Dann wird flink ein wenig HTML gescraped und schon kann man die wesentlichen Stellen einer Produktempfehlung kurz zusammenclickern. Aus den bestehenden Empfehlungen kann man dann wiederum Listen zusammenstellen, wie man das auch schon von anderen Shoppingsites kennt. Wenn man eine Produktempfehlung bloggt, dann kann man per Trackback auch dafür sorgen, dass das Blog auf der Produktempfehlungsseite verlinkt wird. Was mir noch fehlt ist ein „Blog This!“-Button, damit man, ähnlich wie bei flickr, gleich den Artikel bloggen kann.

Zum Geschäftsmodell findet sich nichts auf der Website, aber da ThisNext VC-Gelder bekommen hat, ist derzeit sicherlich der Aufbau eines Kundenstammes vorrangig. Da ThisNext immer kostenlos bleiben soll, gehe ich entweder von Affiliate-Deals mit Online-Shops aus oder von Online-Werbung, denn aufgrund der Tags kann man ganz wunderbar gezielt die Werbung aussteuern, von dem SEO-Effekt der Site mal ganz zu schweigen.

ThisNext macht auf mich einen ziemlich nützlichen Eindruck, wenngleich auch die Nutzung der Site ins Geld gehen wird.